Was bisher geschah

Nachdem es durch die ganzen Hintergrundgeräusche auf dem Kirchentag schon schwierig war und die Worte eines Handwerkers in meinen Ohren kürzlich klangen wie die Lehrerin von Charlie Brown, vereinbarte ich einen ausführlichen Termin bei der Hörgeräteakustikerin. Ich hatte bei den letzten beiden Serviceterminen schon um einen schnellen Hörtest gebeten, immer mit dem Ergebnis, dass es schlechter würde, aber für weitere Maßnahmen noch nicht schlecht genug. Mittlerweile war es allerdings unerträglich, ich war entsprechend frustriert.

Abdruck meines linken Innenohrs in der Hand des Akustikers.

Tatsächlich waren dieses Mal mehrere Werte deutlich unterm Strich. Also bekomme ich auch auf dem rechten Ohr ein Hörgerät und da die Systeme auf beiden Seiten gleich sein müssen, auf dem linken ebenfalls ein neues – für mich kostenlos, weil die Serie gerade ausgelaufen war. Die Abdrücke wurden letzte und vorletzte Woche gemacht und vor einer halben Stunde rief die Akustikerin an, dass die Hörgeräte schon fertig sind. Freitag Morgen kann ich zum Anpassen kommen. Ich freue mich sehr darauf.

Auch auf der Arbeit läuft es ziemlich gut. Ich verschaffe mir gerade einen Überblick in der Gemeinde: Predigtplan, KU, was in den nächsten Monaten so ansteht. Mit Hilfe des Presbyteriums konnte ich bereits ein paar Kühe vom Eis holen und die Gottesdienste sind, so Gott will, bis Ostern besetzt. Mitte September geht mein Kollege in Rente. Ich muss die Vakanzvertretung übernehmen, das ist es, was ich hier vorbereite. Einerseits freue ich mich darauf, denn ich mag die Gemeinde sehr. Gleichzeitig ist sie selbst als Innenstadtgemeinde immer noch einpfarrstellig nach alter Väter Sitte, trotz der kirchlichen Prozesse der letzten 25 Jahre. Immerhin legen der Nachbarkollege und ich jetzt den anstehenden Katechumenenjahrgang zusammen. In beiden Gemeinden gibt es nur wenig Anmeldungen und die Nachbargemeinde ist strukturell vergleichbar; der Kollege ebenfalls kurz vor der Pension. Man kooperiert vor allem bei den Vertretungen freundlich miteinander, aber eine tatsächliche Zusammenarbeit entsteht durch den gemeinsamen KU zum ersten Mal. Da gibt es also noch einiges zu tun. Mit dem Gesamtüberblick hoffe ich, in ein bis zwei Wochen durch zu sein, auch was meinen Stellenanteil in der Kommunikation betrifft. Mein Kollege hat sich heute aus dem Urlaub zurückgemeldet, gesund und munter. Zwei Monate im Dienst hat er noch.

Die Spüle in meiner Küche. Die Wand darüber/dahinter noch nicht tapeziert. Man sieht einer größere Fläche freigelegten Putz.

Das MRT und der Termin beim Viszeralchirurgen stehen immer noch aus, denn die Tomographie musste verschoben werden, weil keine Ärzte da sind, um sie durchzuführen. Das Tensgerät fürs Beckenbodentraining schickte ich auch wieder zurück. Der Mietpreis pro Quartal ist der reinste Wucher. Für das Geld hätte man gut vier Geräte kaufen können. Folglich habe ich mir von der Gynäkologin ein Rezept ausstellen lassen, statt die Verordnung aus der Klinik zu verlängern. Unterleibsbeschwerden als Folge schwieriger Geburten führen wie so vieles aus der Frauenheilkunde ein Schattendasein. Ich bin den hiesigen Ärzten dankbar, dass sie sich bemühen, da Licht ins Dunkel zu bringen. Dass meine Gynäkologin mich bereits letztes Jahr im Oktober überwies und im Juli darauf nicht einmal die Hälfte der erforderlichen Untersuchungen durchgeführt worden sind, ist trotzdem eine weitere Posse. Ich werde heilfroh sein, wenn ich irgendwann die Operation komplikationslos hinter mich gebracht habe. Bis dahin überlege ich mir aber auch, ob dieses Thema nicht ganz allgemein ausführlicher im Internet erzählt werden sollte.

Chaotisch war es außerdem in meiner Wohnung. Durch den Wasserschaden fehlen immer noch die Hängeschränke in der Küche; es war noch nicht tapeziert und gestrichen, dazu hatten Putz und Staub den Wannenabfluss verstopft. Seit Freitag sind zumindest die Handwerksarbeiten erledigt und es sieht wieder hell und freundlich in der Küche aus. So kann ich in Ruhe die nächsten Schritte planen. Dass das Geschirr derweil im Flur und die Gewürze immer noch im Arbeitszimmer stehen, stört dabei am wenigsten.

Der #NeoKater, zugedröhnt und zugedeckt.

Ich hatte zwischen Trocknungsgeräten und Handwerksterminen mit Rücksicht auf die #ZweiHerren und mich um einige Wochen Pause gebeten. Trotzdem hat der #NeoKater das Ganze überhaupt nicht verkraftet. Der unerwartet verstopfte Wannenabfluss gab ihm den Rest. Er wurde unsauber, erst manchmal, dann vollständig und war durch nichts davon abzubringen. Ich bin mit Blasenkatern durchaus erfahren. Der #DiätKater hatte damit Schwierigkeiten, was mir das Tierheim damals verschwieg, wie ich im Nachhinein erfuhr. Den #NeoKater nahm ich später wissentlich mit Blasenproblemen dazu, seine Herkunftsfamilie hatte auf Spezialfutter bestanden, sodass es nicht zu verheimlichen war. Bei beiden Katern kostete das viel Geduld, Geld und Ausprobieren, aber schließlich hatten die #ZweiHerren und ich den Bogen raus. Ihre Bedarfsmedikation brauchen sie seit dem nur noch selten und wenn doch, reicht sie meistens aus, sodass wir nicht zum Tierarzt müssen.

Aber dieses Mal ist es beim #NeoKater anders: Er hat eine bakterielle Blasenentzündung. Außerdem leidet er sehr unter der Erblindung. War er früher ein lebhafter, neugieriger Kater, kann er ohne Augenlicht nicht mehr viel aushecken und findet das buchstäblich Scheiße. Vor allem, dass er nicht mehr draußen herumstromern kann, macht ihm viel aus. Jetzt bekommt er seit drei Tagen ein Antibiotikum und die Tierärztin hat eine Kultur angesetzt, um zu sehen, ob es auch das richtige ist. Dazu kriegt er ein Menschenmedikament, das Katzen ebenfalls nehmen dürfen und das schmerzlindernd, beruhigend und angstlösend wirkt. Heute ist der #NeoKater zum ersten Mal wieder auf einem Katzenklo gewesen, das ich in seine bevorzugte „Ecke“ gestellt habe. Aber ich bleibe immer noch skeptisch.

Blick auf eine Küchenzeile.

Am 8. Juli 2023 bin ich zu einem lange ersehnten, privaten Besuch im Ruhrgebiet gewesen. Wir saßen in der Küche, ich bekam Tee und Kuchen und wir redeten ausführlich miteinander. Anschließend erledigten wir, was wir uns vorgenommen hatten und aßen unterwegs etwas Warmes. Danach ging es zurück in die Wohnung. Ich bekam noch einmal Tee und wurde dann zum Bahnhof gebracht.

Apropos Ruhrgebiet und überhaupt die bundesweite Freibaddiskussion samt „Pommespreisen“. Ich fühlte mich dadurch ans Rocktheater Nachtschicht erinnert, das ich live in Neuenrade sah, als ich noch in die Oberstufe ging. Seit dem bin ich ein Fan von Fritz Eckenga, dem einzig wahren Bademeister. Selbst gehe ich ja zu Aquajogging und -gymnastik im Schnitt drei Mal die Woche ins Schwimmbad und zwar immer ins Hallenbad: Ich will nicht bespaßt oder erfrischt werden oder mich bei Wind und Wetter konsequent fühlen, sondern ich möchte immer dasselbe Bad, dasselbe Wetter, dieselbe Temperatur und dieselben Bedingungen und zwar zu jeder Jahreszeit. Das Tattoo ist mittlerweile gut verheilt, ich fuhr heute zum ersten Mal wieder hin. Schön war’s.


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