Die Möhrenpredigt

Eine große, kreisrunde Platte in deren Mitte eine Glaschale Dattel-Curry-Dip mit Petersiliendeko steht. Rund um dieses Schlächen sind gekochte Möhren angeordnet, mit der Spitze Richtung Dip und am Ende mit einem Rest Grün.

Bei größeren Gottesdiensten, wie zu den Konfirmationen oder zum Gemeindefest, stelle ich den Gottesdienst gerne unter ein bestimmtes Motto. Das leite ich meistens aus dem Predigttext ab, wenn wir Thema und Bibeltext nicht in einer Vorbereitungsgruppe gemeinsam aussuchen. Bei der Gemeinde kommt das immer gut an, weil es wie ein roter Faden ist, an dem entlang die Gottesdienstbesucher:innen einen Zugang finden können.

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Die Jotamfabel

Ein Holzkreuz und ein Strauß Blumen (überwiegend Rosen in pink und rosé) auf der Ecke eines Steinaltars. Im Hintergrund Wald.

Heute war ich zum ersten Mal dran beim Waldgottesdienst des Kirchenkreises. Der findet ab Pfingsten bis Ende August jeden Sonntag statt und man kann sich für einen Termin freiwillig melden. Eigentlich wäre meine Premiere letztes Jahr gewesen, doch da ist sie ins Wasser gefallen. Dieses Mal war das Wetter gut und schon am Morgen fast zu heiß. Ich ermunterte darum, sich jedwedes Heldentum für eine bessere Gelegenheit aufzuheben und mit Hüten, Schattenplätzen und Getränken während des Gottesdienstes nicht zu zögern.

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Ungeduld und Übergang

Die ersten warmen Tage sind da und überall heißt es: „Jetzt beginnt der Sommer.“ Dabei stimmt das gar nicht. Noch sind wir mitten im Frühling. Dass das Gespür für das Andere, weniger Eindeutige, für die Übergänge und oft auch das Gegenteilige verlorengeht, zeigt sich nicht nur in Gesellschaft und Politik. Es macht auch vor den Jahreszeiten nicht halt, weder kirchlich noch in der Welt.

Die Karwoche gehört neuerdings bereits zum Osterfest. Man hat an Karfreitag frei, da färbt man Eier und zeigt sie her. Das Internet beginnt zu feiern. Dass der Ostersamstag der erste Samstag nach dem Ostersonntag ist, während der Tag davor Karsamstag heißt, gerät immer mehr in Vergessenheit. Überhaupt die Wochen von Aschermittwoch bis Ostern. In der katholischen Kirche werden sie Fastenzeit genannt und in der evangelischen, wie heißen sie da? Passionszeit, weil sie an das Leiden und Sterben Christi erinnern. Ja, richtig, da war doch was.

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Die Herrendusche

Das Kruzifix liegend auf einer dunkelorangenen Tischdecke. Hinter der rechten Schulter Jesu steckt ein kleiner, frischer Buchsbaumzweig.
Der neue Palmzweig.

Heute Abend beginnt die Karwoche und wie jedes Jahr habe ich vorher den Herrn abgeduscht und eingeölt. Nachdem es letztes Jahr schon gut funktioniert hat, erbat ich mir dieses Jahr wieder einen neuen Palmzweig von einem katholischen Kollegen. Ich muss nämlich am Sonntag selbst in die Bütt, erster Gottesdienst nach der Rückkehr von Kontaktstudium und OPs. Darum kann ich morgen keinen holen, mein Kollege hebt mir einen auf. Das Foto reiche ich nach.

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Johannas Spiegel

Das Bild zeigt eine eng zusammentstehende Schafherde. Ihnen gegenüber Jesus, der ein Schaf in Regenbogenfarben auf den Schultern trägt. Ein Schaf aus der Herde hebt den Vorderlauf abwehrend und sagt auf Englisch: "Whoa! Whoa! Whoa! Behalt es es dort! Es war nicht verloren, wie haben es rausgeschmissen!"
© NakedPastor

Predigt zu Mk 3,31-35

Und es kamen seine Mutter und seine Brüder und standen draußen, schickten zu ihm und ließen ihn rufen. Und das Volk saß um ihn. Und sie sprachen zu ihm: Siehe, deine Mutter und deine Brüder und deine Schwestern draußen fragen nach dir. Und er antwortete ihnen und sprach: Wer ist meine Mutter und meine Brüder? Und er sah ringsum auf die, die um ihn im Kreise saßen, und sprach: Siehe, das ist meine Mutter und das sind meine Brüder! Denn wer Gottes Willen tut, der ist mein Bruder und meine Schwester und meine Mutter.

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Gott und sonst keiner

Ausschnitt eines Labyrinths aus Steinen gelegt, dazwischen Kies und mit Raureif überzogen. Am oberen Bildrand sieht man die Beine eines Mannes ausschreiten.

Am Sonntag kam der Predigttext aus Hiob. Ich gestaltete die Predigt darum etwas anders: Kein pointierter Einstieg, um die Aufmerksamkeit zu sammeln, sondern viel Erläuterung vorweg. Auch war die Predigt länger, als es bei mir sonst üblich ist. Aber es ging auf. Ich merkte es schon im Gottesdienst und bekam hinterher ausgesprochen viele positive Rückmeldungen. Das hatte ich nun doch nicht erwartet und es hat mich gefreut. Endlich könnte man mit Hiob etwas anfangen. Allerdings kenne ich die Gemeinde mittlerweile auch so gut, dass ich weiß, dass wir miteinander auch tiefer einsteigen können. Am Sonntag mit dieser Predigt über Hiob.

Pfingsten

Treppenhaus mit bunten Glasbällen als Lichter.

Heute ist Pfingsten, das letzte der drei großen Feste: Weihnachten, wo Maria, von Gott geschaffen, Jesus gebar; Ostern, das Fest Jesu und seiner Auferstehung und heute eben Pfingsten, das Fest des Heiligen Geistes.

Im Predigttext in Johannes 14,15-19 steht dazu folgendes:

Liebt ihr mich, so werdet ihr meine Gebote halten. Und ich will den Vater bitten und er wird euch einen andern Tröster geben, dass er bei euch sei in Ewigkeit: den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, denn sie sieht ihn nicht und kennt ihn nicht. Ihr kennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein. Ich will euch nicht als Waisen zurücklassen; ich komme zu euch. Es ist noch eine kleine Zeit, dann sieht die Welt mich nicht mehr. Ihr aber seht mich, denn ich lebe, und ihr sollt auch leben. 

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