Schinken und mehr

essen

Ich bin ein paar Tage in den Hegau gefahren. Frau K. samt eigener Familie wohnt dort zurzeit im Umfeld ihres Vaters. So konnte ich sie besuchen und bin als gute Schwiegermutter im Hotel abgestiegen, um den jungen Leuten und mir selbst nicht auf die Nerven zu fallen. Dass ich gern in Baden-Württemberg urlaube, passte dazu gut.

Das Hotel war ein riesengroßer Landgasthof, dessen Wurzeln bis ins Jahr 1500 reichten. Heute ist es Unterkunft für Einzelgäste bis Großgruppen, für Feiern, Fortbildungen und Events, inklusive Streichelzoo, Kutschfahrten und Kinderspielangebote.

Obwohl das unheimlich komplex wirkt, sind Gasthaus und Zimmer absolut urig: Vollgestopft mit allem möglichen Plunder, hängen alte Holzschlitten und Kessel von der Decke, stehen kleine Kutschen und Madonnenfiguren überall, wo Platz ist und wo keiner. Die hohe Kunst der absichtlichen Absichtslosigkeit. Zehn Jahre früher und ich hätte mich durch dieses gutbürgerliche Ambiente sehr beengt gefühlt (die Herkunft, die Ansprüche, der alte Zopf), doch darüber scheine ich einigermaßen hinaus zu sein, zumindest dieses Mal.

Jedenfalls hat’s mir gefallen, ich habe bestens geschlafen und gegessen. Es gab genau das, was man in einem Landgasthof erwartet, wegen des Herbstes mit Schwerpunkt auf Wildbret (aus den eigenen Gehegen) und trotz selbstgemachter Spätzle auch mit Pommes, also nichts mit Erbse hochkant, zum Glück. Und man kann sich tatsächlich in einen Schinken verlieben, auch das habe ich herausgefunden:

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Unleserlich

An die Methode, mich über Bücher g_niqSu5aufzuregen, die ich gar nicht oder nur mit Mühe gelesen habe, könnte ich mich gewöhnen und habe darum „Unleserlich“ als neue Kategorie meines Blogs eingerichtet. Zumal ich wieder mein Bestes gegeben und mich an der Lektüre wirklich versucht habe, doch leider war kein Durchkommen. Der daraus folgende Verriss bleibt anonym, so mutig wie Kiki, die Ross und Reiter nennt, bin ich nicht und manche Namen will ich hier auch gar nicht haben.

Wie die von den Autor_innen des einen Buches, denen ein Gendergapzeichen per Tiefstrich zu verpassen, mir eine innere, hellleuchtende Altarkerze ist: Ich hatte das Buch gekauft, weil es versprach, aus konservativer Perspektive wider den linken Stachel zu löcken. Die etwas krassere Variante und nicht so konvertitenhaft wie das Opus von Fleischhauer (das ich ansonsten sehr mag), hatte ich gedacht. Statt dessen bin ich bei den wirklich Rechten gelandet. Ich merkte das beim Lesen schnell, sprang ans Ende zum Resümee und bin immer noch fassungslos über soviel dummdreiste Bösartigkeit.

Das zweite Buch, ein Roman und frei von politischen Absichten, war nicht minder ekelig, jedenfalls so weit ich gekommen bin. Letzten Sommer gab es eine Autorin, die mit der nahezu endlosen Beschreibung von Neid und Habgier einstieg; dieses Mal erwischte ich eine, die mit ekeligen Liebhabern eröffnete. Spätestens ab Seite 50 sollte man mich dann aber von der Notwendigkeit für die Handlung oder der schriftstellerischen Kunstfertigkeit der Darbietung überzeugt haben. Wenn nicht, kann der Schinken weg.

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Florilegium

Die Boxerin Zeina Nassar im Interview.

Auch außerhalb das Boxrings gibt es starke muslimische Frauen.
Aber das wussten Sie sicher schon.

Manche raffen es hingegen nie, Religion egal:
Das #FrauenFührungsFloskel-Bingo.

Vom Spinnboden zum Digitalen Deutschen Frauenarchiv.

Wie Daten uns berechenbar machen: Im Raster.

Wenn Karsten Sachen auf den Punkt bringt: Glauben können.

Charles Aznavour (1924-2018) singt das Alleluia:

Waffelteig

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Ich habe beim Umzug mein Rezeptbuch verklüngelt.
Bis es wieder auftaucht, lege ich das Waffelrezept hier ab:

3 Eier
1 TL Backpulver
125 g Zucker
125 g zerlassene Butter
250 g Mehl
250 g Milch

Etwas Vanillezucker, eine Prise Salz
und eine Speckschwarte, um das Waffeleisen zu fetten.

I don’t know how to love him

„I don’t know how to love him“ aus dem Musical Jesus Christ Superstar und zwar gesungen von Yvonne Elliman. (Gehen Sie mir weg mit neueren Fassungen, es kann nur eine geben.) Das muss in meinen Blog, weil es mein Lieblingsliebeslied ist. So Lieblingsliebeslied, dass es mein Klingelton war, als ich noch ein Handy hatte. Zuerst in diesem piepsigen Dudelton, wir hatten ja damals nichts, und dann als original Liedausschnitt, sobald man das runterladen konnte. À propos Handy, darüber wird bei Gelegenheit auch noch zu reden sein.

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