Auf den Tisch

Meine Füße mit weißem Leinenschuhen auf dem Tisch. Man sieht die Socken (Sneaker): Links orange mit türkisem Bündchen und Wassermelonen-Muster, rechts pink mit helltürkis und Blutorangen. Über meine Schuhe hinweg sieht man  eine Frau in Rückenansicht und schemenhaft die Synode mit Leinwand und Tischen.

Vor einem Monat bin ich als Zuschauerin (und Mitglied) auf dem Bundesparteitag der FDP in Berlin gewesen. Wolfgang Kubicki wurde dort zum Parteivorsitzenden gewählt. Doch bevor es soweit war, ließ sich Marie-Agnes Strack-Zimmermann zur Gegenkandidatin ausrufen. Ab da ging auf dem Parteitag die Post ab. Die Kandidatur von Strack-Zimmermann kam unerwartet, muss aber schon länger geplant gewesen sein, denn die Bewerbungsrede, die sie hielt, war lang und von vorne bis hinten durchkomponiert. Die feine englische Art war das nicht, aber die Parteistatuten geben dieses Vorgehen selbstverständlich her. Außerdem kamen so sämtliche Karten auf den Tisch. Im Saal kochte alles hoch, was sonst unter dem Deckel geblieben wäre. Dafür war es gut und wird, weil es offen ausgesprochen wurde, auch nicht einfach beiseite gewischt werden können.

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Laut, stark, kein Opfer!

Gotisches Maßwerk, dahinter schemenhaft erkennbar die Ausstellungshalle mit ein paar verschwommenen Hosen, wobei ,an nicht sagen kann, ob das Ausstellungsstücke oder Beine von Besucherinnen sind.

„Was ich anhatte…“ – die Wanderausstellung über die Erfahrungen von Frauen, die vergewaltigt wurden, gastiert zurzeit im Historischen Museum Bielefeld. Zwölf Stationen sind es, die man abschreiten kann. Jede zeigt die Kleidung, die die betreffende Frau, das betreffende Mädchen trug, als der Übergriff geschah. Normale Kleidung, die die Frauen nicht geschützt hat, aber auch zu nichts verleitet.

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Menschliches

eine rabenschwarze, stolze Katze im Profil.
Die talarfarbene Pfarrkatze

Als die talarfarbene Pfarrkatze noch lebte, wusste sie, dass ich aufgrund meines Menschseins im Dunkeln nicht gut sehen konnte. Ich erinnere mich daran, wenn ich nachts raus musste, wie sie kurz gurrte, sobald ich mich näherte. Damit zeigte sie sicherheitshalber an, wo sie sich befand, damit dieses tollpatschige Menschenwesen sie nicht touchierte. Denn das wäre völlig unter ihrem Niveau gewesen.

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Ein Freitag im Juni #WmdedgT

Vor mir auf dem Balkontisch ein Saftglas mit Aperol Spritz und schwarzem Metallstrohhalm (mit großen Apfelsinenschnitzen und vielen Eiswürfeln drin), daneben-dahinter die Petroleumlampe und daneben mein Macbook. Im Hintergrund Büsche und Wiese.

Heute war mein letzter Urlaubstag und wirklich schön war er nicht. Ich erwachte etwas später als üblich und relativ schnell war mir kotzübel. In der Zeit vor dem Urlaub war an Arbeit und Konflikten zu viel los gewesen. Das kann immer mal vorkommen, solange es kein Dauerzustand wird, aber ich bin eben ein gebranntes Kind. Und das hatte darum ziemlich Magenschmerzen.

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Die krassen Sachen

Der Betonflüsterer hat sich den Viereinhalb-Stunden-Podcast mit diesem Gott-sei-bei-uns angeguckt, einen Artikel vom Cicero dazu verlinkt und zuvor seine Eindrücke aufgeschrieben:

Da sitzt ein hängengebliebener Oberstudienrat, in seiner ganzen provinziellen Muffigkeit, mit seinem Reformhausnationalismus und klebrigem Wandertagspathos, mit dem Typen wie er sonst Gruppen von Pubertätsbolzen, die sich nicht wehren können, durch die Eifel führen.

Ich habe den Podcast bisher nicht geguckt. Mein Widerwille ist zu groß.
Die CDU hat eine Argumentationshilfe zum Thema verfasst.

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