Ostersonntag im April #WmdedgT

Der Herr ist auferstanden. Er ist wahrhaftig auferstanden. Halleluja!

Mein Ostergabentisch mit Blumenstrauß und brennender Osterkerze. Dazu außerdem: Eine Flasche Dornfelder Rotwein (trocken), eine Eintrittskarte zu Till Brönner, ein Glas Soleier, ein Milka-Lotus-Osterhase, fünf Schokokrokanteier von Lindt.

Ich war heute dran mit Gottesdienst und wachte erst auf, als um sieben der Wecker klingelte. Das passiert mir relativ selten. Entsprechend schnell stand ich auf, um in Schwung zu kommen, denn ich war völlig verstrahlt. Ich schaltete den Wasserkocher ein und lüftete, dann trank ich eine große Tasse Tee. Später frühstückte ich eine kleine Schnitte mit Kasseleraufschnitt. Nach den üblichen Verrichtungen fuhr ich zur Kirche, überpünktlich traf ich dort ein. Der Posaunenchor spielte und wir würden Abendmahl feiern. Darum wollte ich für die Vorbereitungen etwas mehr als die übliche halbe Stunde Zeit haben.

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Die Herrendusche

Das Kruzifix liegend auf einer dunkelorangenen Tischdecke. Hinter der rechten Schulter Jesu steckt ein kleiner, frischer Buchsbaumzweig.
Der neue Palmzweig.

Heute Abend beginnt die Karwoche und wie jedes Jahr habe ich vorher den Herrn abgeduscht und eingeölt. Nachdem es letztes Jahr schon gut funktioniert hat, erbat ich mir dieses Jahr wieder einen neuen Palmzweig von einem katholischen Kollegen. Ich muss nämlich am Sonntag selbst in die Bütt, erster Gottesdienst nach der Rückkehr von Kontaktstudium und OPs. Darum kann ich morgen keinen holen, mein Kollege hebt mir einen auf. Das Foto reiche ich nach.

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Kissen im Kreuz

Blick auf den Fahrersitz meines Autos. Dort liegt ein fliederfarbenes, fluffiges Kissen von der Größe eines Sofakissens, auf dem ein moppeliges, kaugendes Einhörn abgebildet ist. Darüber steht in weißer Schrift "Kekfe? Welfe Kekfe?"

Die letzte Woche zu Hause ist wie im Flug vergangen. Wirklich krank fühlte ich mich nicht, schon genesen aber auch nicht. Das führte zu zwei Kompromissen: So konnte ich meinen üblichen Wochenrhythmus in einer Schmalspurversion beibehalten, auf dass ich nicht völlig unvorbereitet in die nächste Woche starte und auf jeden Fall starten möchte. Gleichzeitig haben der Hausarzt und ich mit Blick auf mein Gesamttableau und meine Schmerzmittelschlechtverträglichkeit überlegt, dass ich mit Hausbesuchen und Beerdigungen erst nach Ostern wieder anfange. Beim Autofahren stecke ich mir so lange ein fluffiges Kissen ins Kreuz, das mir Frau K. einmal vor Jahren geschenkt hat und von dem ich mich nicht trennen kann.

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Mit dicker Backe

Mein Krankenbett mit zerwühlter Bettdecke, im Hintergrund das geöffnete Fenster mit Sicherheitsbalkongitter und dem schemenhaften Blick auf den Teutoburger Wald. (Aus meiner Reihe: Geöffnetes Fenster am Morgen.)

Kürzlich sollte ich im Internet aus einer Einsamkeit gerettet werden, die ich gar nicht empfinde. Das gab hinter den Kulissen einen größeren Aufriss, zumindest bis ich meine vermeintliche Rettungsbedürftigkeit verstanden hatte. Außerdem sollte ich einsehen, dass es als unhöflich gilt, darauf hinzuweisen, dass Nazivergleiche in nahezu allen Fällen kompletter Mist sind. Das hat mir ebenfalls nicht eingeleuchtet. Manchmal wundert man sich, wenn es endet, wo es endet.

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