Why me Lord?

Johnny Cash und Ray Charles in einem Country Gospel, den Kris Kristofferson 1972 komponiert hat. Besser geht’s fast gar nicht mehr. Außer vielleicht Ray Charles, gemeinsamer Lieblingssänger meines Vater sel. und von mir. Ich habe Ray Charles sogar noch live gehört, 1988 oder 1989 in Den Haag. Er begann wie immer mit Georgia und ich hab geheult, weil ich es so unfasslich fand, ihn auf der Bühne zu sehen. Hach!

Twitterfavs: Die Hitzeedition

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Florilegium

Kindesmissbrauch im protestantischen juste Milieu der Reformpädagogik. Dreckspack.

Juden, Christen und Muslime im Hospiz St. Louis in Jerusalem. Spoiler: Sie verstehen sich prima, es sind die Nicht-Religiösen, die Schwierigkeiten machen.

Tattoos im Christentum, selbst Heinrich Seuse!

Fünfzig Frauen arbeiteten am Bau des Petersdomes mit.
Francesca Bresciani gestaltete den Tabernakel.

Für Leute, die finden, bei der Arbeit käme es vor allem auf Sinn und nicht aufs Gehalt an, hat Martin Gommel einen Vorschlag: Mach doch meinen Job!

Was es für Frauen bedeutet, dass die Welt von Männern für Männer designt wurde: Gender data bias. (Schweizerdeutsch mit hochdeutschen Untertiteln.)

Lexikon Evangelisch – Deutsch, man weint vor Lachen oder umgekehrt.

How to make a Schrumpfkopf. (Twitter Thread, englisch.)

Und die Fußball-WM ist auch noch nicht um:

Kirche der Freiheit

Auf diesem Kirchentag hatte ich geplant, nur zu den beiden Veranstaltungen zu kommen, die ich mitgestalte. Anschließend würde ich im Hotel übernachten, weil es nach halb neun keine Zugverbindung mehr ins ostwestfälische Outback gibt und am nächsten Tag nach einem Besuch bei Frau K. zurückfahren.

Das fügte sich glücklich, denn bevor es soweit war, jos2bin ich für fünf Tage im Krankenhaus gelandet. Der Blutdruck war zu hoch, ich spüre das offenbar relativ schnell und deutlich, denn alles Andere konnte in diversen Untersuchungen ausgeschlossen werden.
Die Ärzte lobten meine in der Fastenzeit begonnene Ernährungsumstellung und ergänzten sie um eine Tablette, die ich seit dem jeden Morgen nehme. Außerdem wollte der Hausarzt, dass ich noch ein paar Tage mit der Gemeindearbeit aussetze, aber etwas Schönes unternehme, statt zu Hause auf die Wände und meinen Herzschlag zu starren. Mein Kirchentagsausflug war dafür genau das Richtige. Und das war das.

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Der Oberstaatsanwalt

In der Kirchengemeinde meiner Heimatstadt gab es einen Oberstaatsanwalt. Er arbeitete am Oberlandesgericht, eine Stunde mit dem Auto entfernt. Alle kannten ihn. Er war groß und stattlich und hatte eine leichte Schnappatmung wie ein Karpfen auf dem Trockenen. Man musste gar nicht gucken, ob er in der Presbyterbank saß, neben dem rechten Seitenportal, wo er nach dem Gottesdienst die Kollekte einsammelte. Man hörte ihn atmen, jeden Sonntag, in den Predigtpausen und der Stille beim Gebet: „Schnapp!“

Nicht nur in der Kirche, in der ganzen Stadt kannte man ihn. Das ist oft so, wenn einer als Akademiker und Presbyter für das Gemeinwohl unterwegs ist. Der Oberstaatsanwalt, Doktor des Rechts, saß außerdem noch im Stadtrat, immer ansprechbar, kümmerte sich, war Kirchmeister, Verwaltung und Finanzen waren sein Metier.

Verheiratet war er nicht, sondern lebte mit seiner alten Mutter, bis sie starb. Mit Kindern hatte er nichts am Hut. Wir mochten ihn trotzdem. Wir fühlten uns von ihm beschützt, er achtete darauf, dass wir zur Kirche und aufs Stadtfest konnten. Der Klingelbeutel war auch für die Jugend da. In einer Kleinstadt irgendwo zwischen tausend Tälern gibt es für Jugendliche nicht allzu viel.

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#twomplet – das Abendgebet auf Twitter

Seit fünf Jahren findet sie nahezu jeden Abend statt: Die #twomplet, das Abendgebet auf Twitter. Es lehnt sich mit seinem Ablauf an die Komplet des Stundengebets an und wurde von dem katholischen Abiturienten und heutigen Theologiestudenten Benedikt Heider ins Leben gerufen. GUBZ91bC.jpg-medium

Mittlerweile folgen der #twomplet etwa 2.500 Menschen, bis zu 7.000 besuchen im Monat das Twitterprofil @twomplet und um die 300.000 sehen mindestens einen Tweet der #twomplet im Monat („Views“). Zehn aktive Vorbeter_innen aus unterschiedlichen Konfessionen, meist ehren- oder hauptamtlich in ihren Kirchen aktiv, wechseln sich zurzeit mit den Gebetsdiensten ab. 

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