Drei Sorten Kartoffelsalat

Wenn Sie eine Diskussion irgendwo zwischen Weltuntergang und Erdbeben ansiedeln wollen, sprechen Sie doch einfach mal über die richtige Zubereitung von Kartoffelsalat. Wir haben das neulich im Bekanntenkreis gemacht – und nein, ich schreibe nicht mehr dazu, ob ich damit den virtuellen oder den, ja was eigentlich, „realistischen“ meine; jedenfalls ging es um Kartoffelsalat und da hört der Spaß bekanntlich auf, egal wo man sich trifft.

dreikartoff

Wir amüsierten uns folglich bestens, zogen geographische Grenzen zwischen Mayonaise und Speck und uns gegenseitig mit der jeweiligen Zugehörigkeit auf, um das Ganze dann je nach Anlass wieder über den Haufen schmeißen: „Aber Heiligabend immer mit Mayonaise“ war so ein Argument. „Ich wohne im Süden, mag aber auch den aus dem Norden“ ein weiteres. Da ich eine Oma aus Oberschlesien hatte, kenne ich sogar drei Varianten:

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Gebote im Herzen und Verantwortung im Kopf

Am Sonntag wurde ich in einem Festgottesdienst
in eine neue Gemeinde eingeführt
und das war meine Predigt.

Liebe Schwestern und Brüder, liebe Gäste,

heute ist der Festtag der Confessio Augustana, des Augsburger Bekenntnisses, und dass ich ausgerechnet da eingeführt werde (und dann auch noch im Lutherjahr), erfüllt mich mit großer Freude, weil ich nämlich selbst Lutheranerin bin. In unserer Kirche geht das ja, es gibt Reformierte mit dem Heidelberger Katechismus, Unierte, die beides zu verbinden suchen, und eben Lutheraner.

Die haben sich 1530 diese Bekenntnisschrift gegeben, die heute im Übrigen für alle Evangelischen in Westfalen gilt. Melanchthon hat sie zusammen mit einigen Leuten für den Reichstag in Augsburg geschrieben, wo man unter der Aufsicht Kaiser Karls V. das evangelische Glaubensgut verteidigen und sich mit der katholischen Kirche aussöhnen wollte. Um „die Meinung eines jeden in Liebe und Güte zu hören, zu verstehen und zu erwägen“, so wurde es ganz diplomatisch für den Reichstag ausgeschrieben und von dort erhielt das Augsburger Bekenntnis seinen Namen.

Was ist nun die Aufgabe einer Bekenntnisschrift?

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Kirchentag und #twomplet (aus dem Zug)

Noch zwei Wochen bis zum Umzug in die neue Gemeindesiehstimos1613, doch ich liege gut in der Zeit und wollte meine Zusagen für den Kirchentag unbedingt einhalten. Also bin ich hin, nur zu „meinen“ Terminen, nix weiter angeguckt, außer einem Sprung in den Magdeburger Dom, kurz bevor dort eine Veranstaltung anfing.

Und siehe, es war sehr gut. Ich konnte mich entspannen, sogar ein wenig erholen, habe Freundinnen und Bekannte getroffen und abends mit ihnen zusammengesessen, das war ganz großartig! Den Kirchentag in Berlin und in den Lutherstädten auf dem Weg anzusiedeln, hat ihn, glaube ich, ein bisschen versendet. Das wurde auf den Straßen und in den Pausen auch immer wieder diskutiert, für mich aber war es genau richtig.

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Osterlacher

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