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Invocavit

Die Woche begann am Sonntag mit Sonnenschein und dem ersten Mittagessen des Jahres auf dem Balkon: Schweinelende mit überbackenem Brokkoli. Montag machte der Bogenparcours wieder auf und als Dienstag Morgen eine Sitzung ausfiel, bin ich direkt hin. Eine Stunde ganz piano angefangen, lange eingeschossen und dann die kleine Runde. Ich habe mich zum ersten Mal seit Monaten draußen an der frischen Luft bewegt, es war wunderbar! Danach aß ich einen Teller Linsensuppe und musste erstmal eine Stunde ins Bett. Ich war völlig erledigt.

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Esto mihi

Dass ich im letzten Jahr nicht fasten würde, stand außer Frage: Auszeit, Stellenwechsel, Umzug, Corona – der Supervisor brauchte gar nichts anzumahnen, mir war das auch so klar und Selbstbesinnung hatte ich ebenfalls genug. Also im Unnormalen auf Normalkurs weiter, mit glücklicher Landung in der neuen Stadt und to make a long story short, immer noch Corona. Zusammen mit der OP im November und hinzugerechnet dem kleinen, vorbereitenden Eingriff im September aber seit nülf Monaten ohne Sport und mittlerweile überhaupt im Verharrungszustand.

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Was bisher geschah

Am Montag wies mich eine katholische Kollegin auf die Kreuzwegandacht im Gotteslob und eine moderne Fassung in der Fastenaktion von Misereor hin. Ich hatte sie danach gefragt, weil ich für Karfreitag zur Todesstunde Jesu einen Kreuzweg von der Kirche über den angrenzenden Friedhof plane.
Hier finden nach wie vor keine Präsenzgottesdienste statt, aber falls in der Heiligen Woche wieder etwas geht, werden wir trotzdem noch auf vieles Rücksicht nehmen müssen. Der Kreuzweg wäre auf jeden Fall an der frischen Luft, ohne ein Behelfs- oder Alternativprogramm zu sein.

Denn das ist die Lehre, die ich aus der Vollbremsung kurz vor Weihnachten gezogen hatte, die sicherlich mit zu dem schlimmsten gehört, das ich bisher in meiner Dienstzeit erlebt habe. Wir waren mit den Vorbereitungen für zwei Outdoor-Christvespern im Wesentlichen fertig und ich hatte da schon den steigenden Druck gespürt, ohne ein Ventil dafür zu finden. Am 11. Dezember hob Laschet endlich die Fahne, am 16. Dezember gab die Landeskirche sehr, sehr spät, aber Gottlob sehr deutlich die Empfehlung, keine Präsenzgottesdienste mehr zu feiern und am 17. Dezember stimmte dem das Presbyterium zu. Derweil hoben wir, angeleitet von einer Kollegin im Pfarrteam, Plan B aus der Taufe, während eine Beerdigung auf die nächste folgte. Dieser Druck, weil man nach bestem Wissen und Gewissen kaum zwei Wochen vor Heiligabend überzeugt ist, keine Weihnachtsgottesdienste mehr anbieten zu können, ohne zu wissen, ob man dafür Rückhalt und alles weitere Erforderliche bekommt, der war schon irre, auch wenn es schließlich glücklich endete:

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Hinauf

Seht, wir gehen hinauf nach Jerusalem,
und es wird alles vollendet werden,
was geschrieben ist durch die Propheten
von dem Menschensohn.

Lk 18,31

Nach Jerusalem geht es immer aufwärts. „Seht, wir gehen hinauf nach Jerusalem“, so fängt der Wochenspruch an und so steht es in der ganzen Bibel. Nach Jerusalem geht es immer hinauf, nach oben. Und wie meist in der Bibel hat das nicht nur geschichtliche oder geographische, sondern auch geistliche Gründe. Jerusalem steht oft für den Höhepunkt und das Zentrum einer Geschichte oder eines Ereignisses und das himmlische Jerusalem, das wir dereinst erwarten, sowieso.

Aber der Weg dahin ist dieses Mal das Interessante. Denn am Mittwoch beginnt die Passionszeit, die Leidenszeit Jesu, die zum Kreuz und schließlich zur Auferstehung führt. 

Sie wird auch Fastenzeit genannt, weil viele Christ:innen die Wochen von Aschermittwoch bis Ostern nutzen, um auf etwas zu verzichten. Manche trinken keinen Alkohol oder essen keine Schokolade, andere gucken kein Fernsehen und wieder andere drehen den Spieß um: Sie verzichten auf nichts, sondern nehmen sich etwas Besonderes vor, z.B. jeden Tag eine Viertelstunde Sport zu treiben oder in der Bibel zu lesen, vielleicht sogar beides.

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