Laetare

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Wie gewonnen, so zeronnen – zumindest, was den Schlafrhythmus betrifft. Da ich den Großteil meiner Termine selbst festlegen kann, schlafe ich zur Zeitumstellung immer auf einen frühen Zu-Bett-Rhythmus hin. Doch kaum hat die Umstellung samt ein paar unvermeidlichen Frühterminen stattgefunden, ist alles wieder perdu und meine innere Zurechtschlafung verhindert nur noch das Schlimmste. Ich möchte daher gerne dauerhaft zur normalen Winterzeit zurückkehren, mit der ich viel besser klarkomme. An der Entscheidung für die ewige Sommerzeit fürchte ich außerdem das Gejammere derer, die sie wegen der abendlichen Helligkeit unbedingt haben wollen, bis sie merken, dass sie dafür regelmäßig im Winter morgens bis halb zehn im Dunkeln hocken.

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Oculi

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So langsam habe ich ausgeschlafen. Mittagsschlaf halte ich im Moment gar nicht mehr, außer wenn ich mit den Gottesdiensten dran war, aber das mache ich traditionell immer, das ist etwas Anderes. Nachts bin ich jetzt wieder bei plus/minus sieben Stunden Schlaf angekommen, zum Ende der Woche waren es acht. Wobei „ausgeschlafen“ nur meinem körperlichen Empfinden gilt. Mein Wesen bleibt bei einem Schlafbedürfnis von mindestens acht, bisweilen sogar neun Stunden so wie früher. Ich weiß von Leuten in meinem Alter, die aufstehen, wenn sie nicht mehr weiter schlafen können. Für mich ist das nichts, ich brauche acht Stunden Ruhe. Wenn ich eher aufwache, döse ich noch im Dunkeln. Und da ich als Morgenmuffel ohnehin eine ziemlich lange Anlaufphase habe, bin ich beim Aufstehen meistens schon zwei Stunden wach.

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Aus dem Fenster und ins Internet geguckt

Das war’s, was ich heute den ganzen Nachmittag gemacht habe: Aus dem Fenster und ins Internet geguckt. Es war so herrlich wenig los, außerdem träumte ich vom Geschmack meiner ersten Virgin Colada, die ich zum Mittagessen trank. Wäre das nicht in der großen Stadt nebenan gewesen, ich hätte später noch eine genommen. Jetzt beginnt langsam die blaue Stunde. Damit ich trotzdem beschäftigt bin, verblogge ich endlich die gelesenen und gehörten Bücher der letzten Monate:

Martensteins „Jeder lügt, so gut er kann“ (Komma von mir) las ich bereits im Oktober. martenAber das macht nichts, weil ich mir ein paar Marker ins Buch geklebt hatte. Den Anfang fand ich schleppend, danach war es martensteinig wie immer: Lustig, ein bisschen böse und oft sehr klug. Die Geschichte über die Busfahrt des Zehnjährigen ist auf beklemmende Weise berührend. So muss man Ambivalenzen erst einmal beschreiben können. Oder wie es ist, wenn Kinder groß werden und welches Bild von ihnen in den Köpfen der Eltern weiterlebt. Das so schnörkellos in einer Zeitungskolumne in Worte zu fassen, empfinde ich als Kunst. Und die mag ich besonders gern, wenn ich sie irgendwo im Alltag finde.

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Reminiscere

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Die zweite Sonntagsspeise: Es gab Berner Würstchen mit geschmorten Äpfeln und Kartoffelpüree. Die Würstchen kamen wegen des Wetters zwar wieder aus dem Backofen, waren aber trotzdem so lecker, dass ich überlege, sie demnächst noch einmal zu machen.

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Invocavit

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Die Woche begann mit der ersten Sonntagsspeise. Ich entschied mich für Pizza, die, solange selbstgemacht, in meinem Ernährungskanon gar nicht zum Fastfood gehört. Ich hatte einfach Appetit darauf und wollte den Grill endlich wieder anwerfen. Das hat mir das Wetter zwar buchstäblich verhagelt, aber gegen eine selbstgeklöppelte Pizza vom Stein aus dem Backofen gab es auch nichts einzuwenden.

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Esto mihi

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Die Fastenzeit hat angefangen! Seit Aschermittwoch geht es wieder rund oder auch nicht, denn ich habe mir von mir selbst mehr Ruhe gewünscht und so früh ins Bett zu gehen, wie ich möchte. Das klingt für eine Eule ziemlich merkwürdig, aber tatsächlich bin ich aus Gründen im Augenblick ziemlich rückzugsbedürftig.

Gleichwohl startete ich in die Passionszeit nach ausführlicher Vorbereitung: Ich schaffte meine Lieblingssorten an alkoholfreien Bieren an, einen kleineren Dutch Oven (ft3) sowie alkoholfreien Gin plus Tonic ohne Zucker zum Ausprobieren und natürlich den aktuellen Fastenkalender.

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