Bücher mit Musik

Ich wollte schon länger die letzthin gelesenen Bücher verbloggen, doch man kommt ja zu nichts. Aber jetzt endlich. Politisch wie immer aus allen Richtungen:

Dekorativ durcheinander auf den Tisch gelegt: Caroline Fourest, Generation beleidigt; Bob Dylan, Ich bin immer nur ich selbst (Interviewsammlung); Mithu Sanyal, Identitti; Elisabeth Steinkellner und Anna Gusella, Papierklavier; Hamed Abdel-Samad, Schlacht der Identitäten (eBook auf dem iPad mini)

Hamed Abdel-Samad: Schlacht der Identitäten (eBook),

Bob Dylan: Ich bin immer nur ich selbst (Interviewsammlung),

Caroline Fourest: Generation beleidigt

Anna Gusella und Elisabeth Steinkellner: Papierklavier

Mithu Sanyal: Identitti.

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Florilegium

Benedikt über das Sterben der Kirche und Tomáš Halík.

Titiat Scriptor zeigt, wie man die Denkmodelle der Geschlechterdualität und -vielfalt miteinander aussöhnen könnte (Thread).

Das älteste Radiohörspiel (1928): Hallo! Hier Welle Erdball!
Claudia hat’s gefunden und noch zwei weitere aus der Weimarer Republik: Weekend und ein Zusammenschnitt für die Funkausstellung 1931.

Welle Erdball und der Zusammenschnitt wurden durch die Schlesische Funkstunde ausgestrahlt. Der Sender Gleiwitz wird später für den Beginn des Zweiten Weltkriegs ganz anders von Bedeutung sein.

Er hatte außerdem den Anfang des Steigerlieds als Pausenzeichen. Das übernahm nach dem Krieg der Saarländische Rundfunk, allerdings nicht die ersten Takte wie damals in Oberschlesien, sondern die Stelle mit dem „hellen Licht bei der Nacht“. Das noch nebenbei.

Bob Dylan jodelt und nimmt den Jewish Folk auf die Schippe (via Pietkingkong).

Frau Scheuer hat Twitter anvertraut, dass sie keinen Samt anfassen mag, weil das für sie wie die quietschende Gabel auf dem Teller ist und Tom van Orten hat ein bisschen was dazuerfunden und ein großartiges Lied daraus gemacht:

Twitterfavs

Die Pfingstausgabe

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Florilegium

Podiumsdiskussion über Identitätspolitik beim Exzellenzcluster Religion und Politik. Ich fand’s entlarvend, dahingestellt für wen.

Knut erklärt den Stand der Dinge in Sachen digital-analoge Kirche.

Bei Herrn Buddenbohm ist nichts los, außer Twitter.

Frauen im Wald.

Johanna betet:

Was bisher geschah

Identitti von Mithu Sanyal; Generation beleidigt von Caroline Fourest und Demokratie. Eine deutsche Affäre von Hedwig Richter vor Pfingstrosen und Osterkerze.

Bisher war das Wetter im Mai eine völlige Katastrophe, mit dem Sonntag Rogate als einzige Ausnahme. Auch an Himmelfahrt, als ich Geburtstag hatte, blieb es kalt, nass und wischiwaschigrau. Mich nervt das kolossal und so langsam schlägt es mir auch aufs Gemüt. Seit Herbst sind die Schwimmbäder geschlossen, Anfang des Jahres war ich eingeschneit und jetzt ist es immer noch so kalt, dass an einen Abend auf dem Balkon nicht zu denken ist.

Eigentlich wäre ich an diesem Wochenende zum Ökumenischen Kirchentag (ÖKT) nach Frankfurt am Main gefahren, wenigstens für ein, zwei Tage, um mich mit Leuten zu treffen. Doch der wurde wegen Corona ins Internet verlegt. Was mich betrifft, ist er dort auch geblieben. Ich habe mich einfach nicht angesprochen gefühlt.
Auf Twitter und bei der Jahrestagung Öffentlichkeitsarbeit als einzigen Berührungsorten glänzte nur, wer mit Insiderwissen punkten konnte. Was daran inhaltlich interessant sein sollte, war für mich aber nicht selbsterklärend und bei der Lektüre des Programms erschloss es sich mir ebenfalls nicht. Ich stornierte folglich am Mittwoch das dienstfreie, lange Wochenende.

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Bis in den Himmel

Gelobt sei Gott, 
der mein Gebet nicht verwirft 
noch seine Güte von mir wendet.

Psalm 66,20

Rogate, betet! So lautet der Name des Sonntags und der ganzen Woche, die am 9. Mai beginnt. Denn jedes Gebet, da ist sich Jesus Sirach sicher (Jes Sir 35,16-22a), reicht bis in die Wolken, ja durchdringt sie sogar, bis es schließlich bei Gott ankommt.

Jesus Sirach stellt sich Gott also im Himmel vor. Der ist bekanntlich überall und Gott damit auch. Das war im alten Israel keine Selbstverständlichkeit. Wenn man dort nach oben blickte, um Gott zu suchen, schaute man meistens zum nächsten Berg. Dort, so glaubte man, wohnt ein Gott auf dem Gipfel, kümmert sich ums Wetter, manchmal auch um die Leute und schleudert Blitze.

Wolken über Kloster und Kirche

Es waren die Juden, die damit aufräumten und erklärten, dass Gott mehr als ein Götze auf dem Hügel ist, sondern Himmel und Erde aus dem nichts geschaffen hat und damit gleichsam über allem steht.

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