Florilegium

Die Boxerin Zeina Nassar im Interview.

Auch außerhalb das Boxrings gibt es starke muslimische Frauen.
Aber das wussten Sie sicher schon.

Manche raffen es hingegen nie, Religion egal:
Das #FrauenFührungsFloskel-Bingo.

Vom Spinnboden zum Digitalen Deutschen Frauenarchiv.

Wie Daten uns berechenbar machen: Im Raster.

Wenn Karsten Sachen auf den Punkt bringt: Glauben können.

Charles Aznavour (1924-2018) singt das Alleluia:

Florilegium

Fangen wir mit drei Fernsehfilmen an,
so lange sie noch in den Mediatheken zu finden sind:

Eine ausführliche Reportage über die Zschäpe-Anwälte, Wolfgang Heer, Wolfgang Stahl und Anja Sturm. Erst ist man fasziniert und dann stinksauer. Spoiler: Anstand macht sich nicht bezahlt.

Nur noch fünf Tage online, als wäre Kultur eine Ramschware: Kulenkampffs Schuhe, ein Dokumentarfilm über die Showmaster Hans-Joachim Kulenkampff, Peter Alexander und Hans Rosenthal und die Welt in den Häusern und Wohnzimmern der 60-er und 70-er Jahre, wo man ihnen zusah.

Nachtrag: Passend zu Kulis Schuhen hat das Archivradio von SWR2 auf ein Radiointerview mit Hans Rosenthal und vielen Hörerinnenfragen aufmerksam gemacht. Das ist nicht genug zu loben, aber hinzu auch dies: Ich hatte gar nicht in Erinnerung, was für eine schöne Sprache Hans Rosenthal hat. Einfach, ausdrucksstark, fein gesetzt, ich könnte ihm allein deswegen stundenlang zuhören.

Lachen, um zu überleben. Da geht’s um Ephraim Kishon, den Link habe ich heute erst bekommen und muss den Film selbst noch gucken. [Auch das ist mittlerweile geschehen, was für eine großartige Dokumentation und wie bewegend!]

Zwei Fragen: Wer war Maria Magdalena?
Und: Ist die Netzgemeinde eine Gemeinde?

Lene nimmt Abschied und diktierte,
was darüber im Internet stehen soll.

Was Art Garfunkel las.

Florilegium

In der großen Stadt nebenan gibt es einen Dom, der 950 Jahre alt ist. Anlässlich dieses Jubiläums haben ihn sieben Jungendliche des Domchores nachgebaut: Aus Lego.

Ich lese ja ganz gerne die Kolumnen von Harald Martenstein. Seit dem Interview mit Stefan Niggemeier weiß ich wieder warum.

Antje Schrupp erläutert den Unterschied zwischen Sexarbeit und Prostitution, also zwischen freier Entscheidung und Zwang.

Die Krankenschwester Margaret Sanger setzte sich in den 50-er Jahren für die Entwicklung der Pille ein.

James Corden und Paul McCartney fahren Auto und singen dabei:

Florilegium

Eine Reportage über das Für und Wider zum Wiederaufbau der Garnisonkirche in Potsdam: Symbol des Kriegs oder des Friedens? Oder die Sehnsucht nach der alten, preußischen Ordnung? Tertium datur, aber was weiß ich schon. Auf jeden Fall ein Lesevergnügen und zum Nachdenken. [Z+ kostenlos via Mail-LogIn]

Die Predigt von Bischof Michael Curry bei der Hochzeit von Harry und Meghan über die Kraft der Liebe hat hohe Wellen geschlagen, soviel geistliche Action hatte niemand bei der Trauung erwartet. Zum Nachlesen hier und zum Anschauen hier.

Der Pfarralltag meiner Kollegin Annette Lapp:
Was macht eigentlich eine Pastorin?

Das Deutsche Technikmuseum sammelt Fahrkarten, vom Beginn der Eisenbahnnetze bis zur Charlestonzeit und die Crowd macht mit.

Agnetha Fältskog von ABBA singt „Geh mit Gott“ (1972):

 

Florilegium

Ein Wahl-O-Mat für die Wahl der Nationalversammlung der Weimarer Republik am 19. Januar 1919.

Jens Scholz erläutert, was Fußgängerzonen nicht mit Online-Handel zu tun haben.

Ein liberales Schwerpunktheft über Ralf Dahrendorf (1929-2009)
(und ein goldenes Klo für Trump).

DSGVO: Jede_r sagt etwas Anderes, aber fast alle,
dass man bei den Bayern gute Infos findet.

Die Biographie der Protestantin, Ministerin und Familienrechtlerin
Dr. Elisabeth Schwarzhaupt (1901-1986).

Fräulein Read On erklärt, wer für Juden Verantwortung übernimmt.

Johanna lackiert sich die Nägel und kauft einen Korkenzieher.

Und schließlich Nonnen mit Klebstoff:

Florilegium

Heute vor einem Jahr, also vor einem Kirchenjahr, nämlich am Sonntag Lätare, hielt ich meine Bewerbungspredigt und den Bewerbungsunterricht in der hiesigen Gemeinde. Auf der Rückfahrt im Zug ließ ich mein iPad liegen, das ein syrischer Geflüchteter fand und mir zurückgab, ohne Finderlohn nehmen zu wollen. Heute habe ich das in der Predigt erzählt, wie ich damals zurückfuhr und „was dann geschah“: Gelebtes Evangelium, erklärt sich von selbst.

In China fangen sie jetzt an, mit Sozialkreditpunkten zu experimentieren, um das systemkonforme und moralische Verhalten der Menschen zu steuern. Es ist ein Albtraum.

Thomas Hirsch-Hüffell hat noch einmal in einem ausführlichen Blogpost zusammengestellt, was man beim Predigen beachten sollte.

Ende Februar ist der Mathematiker Andrew Ranicki, Sohn von Teofila und Marcel Reich-Ranicki, gestorben. literaturkritik.de veröffentlicht ihm zum Gedenken einen Text Ranickis, in dem er aus seiner Familiengeschichte nach der Schoah erzählt.

Bei ZDF History gibt es noch bis Ende September eine Dokumentation über Udo Jürgens.

Das heutige Florilegium begann mit Lätare und endet auch damit, denn heute ist Kardinal Karl Lehmann gestorben. Ich mochte ihn sehr, weil er über die Erstarrung der katholischen Kirche hinweg wieder auf die Menschen geblickt hat. Christiane Florin beschreibt dies in einem Nachruf.

Florilegium

Kurz nach Epiphanias und noch reichlich hin bis Lichtmess ist Gelegenheit für die weihnachtliche Nachlese:

Zu den lieb gewordenen Traditionen gehört für mich seit einigen Jahren die satirische Weihnachtskolumne (!) von Rabbiner Walter Rothschild in der Jüdischen Allgemeinen. Da möchte ich gar nichts vorwegnehmen, das muss man einfach gelesen haben.

Im Jahr 1965, einen Tag nach Lichtmess, feierten die Kölner Türken das Fastenbrechen zu Ramadan im Kölner Dom. Hier der damalige Zeitungsbericht aus der Zeit. (Ich kann ihn mal mit und mal ohne Passwort lesen, ohne dass ich wüsste warum.)

Anlässlich der unseligen Poschardt-„Diskussion“ über Weihnachtspredigten dekliniert der Werwohlf den Zusammenhang von Moral, Politik und Glaubensgewissheit durch, allerdings nicht aus linker Perspektive.

Heribert Prantl schreibt über Maria und das Magnifikat:
„Wie gut, dass es Maria gibt.“

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