Florilegium

In der großen Stadt nebenan gibt es einen Dom, der 950 Jahre alt ist. Anlässlich dieses Jubiläums haben ihn sieben Jungendliche des Domchores nachgebaut: Aus Lego.

Ich lese ja ganz gerne die Kolumnen von Harald Martenstein. Seit dem Interview mit Stefan Niggemeier weiß ich wieder warum.

Antje Schrupp erläutert den Unterschied zwischen Sexarbeit und Prostitution, also zwischen freier Entscheidung und Zwang.

Die Krankenschwester Margaret Sanger setzte sich in den 50-er Jahren für die Entwicklung der Pille ein.

Wie Frau Juna und ich vor fünf Jahren ein Gespräch begannen, das hoffentlich noch lange nicht zu Ende ist.

James Corden und Paul McCartney fahren Auto und singen dabei:

Florilegium

Eine Reportage über das Für und Wider zum Wiederaufbau der Garnisonkirche in Potsdam: Symbol des Kriegs oder des Friedens? Oder die Sehnsucht nach der alten, preußischen Ordnung? Tertium datur, aber was weiß ich schon. Auf jeden Fall ein Lesevergnügen und zum Nachdenken. [Z+ kostenlos via Mail-LogIn]

Die Predigt von Bischof Michael Curry bei der Hochzeit von Harry und Meghan über die Kraft der Liebe hat hohe Wellen geschlagen, soviel geistliche Action hatte niemand bei der Trauung erwartet. Zum Nachlesen hier und zum Anschauen hier.

Der Pfarralltag meiner Kollegin Annette Lapp:
Was macht eigentlich eine Pastorin?

Das Deutsche Technikmuseum sammelt Fahrkarten, vom Beginn der Eisenbahnnetze bis zur Charlestonzeit und die Crowd macht mit.

Agnetha Fältskog von ABBA singt „Geh mit Gott“ (1972):

 

Florilegium

Ein Wahl-O-Mat für die Wahl der Nationalversammlung der Weimarer Republik am 19. Januar 1919.

Jens Scholz erläutert, was Fußgängerzonen nicht mit Online-Handel zu tun haben.

Ein liberales Schwerpunktheft über Ralf Dahrendorf (1929-2009)
(und ein goldenes Klo für Trump).

DSGVO: Jede_r sagt etwas Anderes, aber fast alle,
dass man bei den Bayern gute Infos findet.

Die Biographie der Protestantin, Ministerin und Familienrechtlerin
Dr. Elisabeth Schwarzhaupt (1901-1986).

Fräulein Read On erklärt, wer für Juden Verantwortung übernimmt.

Johanna lackiert sich die Nägel und kauft einen Korkenzieher.

Und schließlich Nonnen mit Klebstoff:

Florilegium

Heute vor einem Jahr, also vor einem Kirchenjahr, nämlich am Sonntag Lätare, hielt ich meine Bewerbungspredigt und den Bewerbungsunterricht in der hiesigen Gemeinde. Auf der Rückfahrt im Zug ließ ich mein iPad liegen, das ein syrischer Geflüchteter fand und mir zurückgab, ohne Finderlohn nehmen zu wollen. Heute habe ich das in der Predigt erzählt, wie ich damals zurückfuhr und „was dann geschah“: Gelebtes Evangelium, erklärt sich von selbst.

In China fangen sie jetzt an, mit Sozialkreditpunkten zu experimentieren, um das systemkonforme und moralische Verhalten der Menschen zu steuern. Es ist ein Albtraum.

Thomas Hirsch-Hüffell hat noch einmal in einem ausführlichen Blogpost zusammengestellt, was man beim Predigen beachten sollte.

Ende Februar ist der Mathematiker Andrew Ranicki, Sohn von Teofila und Marcel Reich-Ranicki, gestorben. literaturkritik.de veröffentlicht ihm zum Gedenken einen Text Ranickis, in dem er aus seiner Familiengeschichte nach der Schoah erzählt.

Bei ZDF History gibt es noch bis Ende September eine Dokumentation über Udo Jürgens.

Das heutige Florilegium begann mit Lätare und endet auch damit, denn heute ist Kardinal Karl Lehmann gestorben. Ich mochte ihn sehr, weil er über die Erstarrung der katholischen Kirche hinweg wieder auf die Menschen geblickt hat. Christiane Florin beschreibt dies in einem Nachruf.

Florilegium

Kurz nach Epiphanias und noch reichlich hin bis Lichtmess ist Gelegenheit für die weihnachtliche Nachlese:

Zu den lieb gewordenen Traditionen gehört für mich seit einigen Jahren die satirische Weihnachtskolumne (!) von Rabbiner Walter Rothschild in der Jüdischen Allgemeinen. Da möchte ich gar nichts vorwegnehmen, das muss man einfach gelesen haben.

Im Jahr 1965, einen Tag nach Lichtmess, feierten die Kölner Türken das Fastenbrechen zu Ramadan im Kölner Dom. Hier der damalige Zeitungsbericht aus der Zeit. (Ich kann ihn mal mit und mal ohne Passwort lesen, ohne dass ich wüsste warum.)

Anlässlich der unseligen Poschardt-„Diskussion“ über Weihnachtspredigten dekliniert der Werwohlf den Zusammenhang von Moral, Politik und Glaubensgewissheit durch, allerdings nicht aus linker Perspektive.

Heribert Prantl schreibt über Maria und das Magnifikat:
„Wie gut, dass es Maria gibt.“

Weiterlesen

Florilegium

Letztes und vorletztes Jahr war ich zu Advent und Weihnachten als Gemeindepfarrerin ohne Internet und Telefon, Vodafone hatte das damals verbockt und dafür schließlich die fristlose Kündigung bekommen. Ich will’s nicht beschreien, aber mit der Telekom sieht es bisher wesentlich besser aus. Das darf so bleiben, so insgesamt, aber auch für die gesammelten Links:

Nächstes Jahr feiern, bedenken, haareraufen wir 50 Jahre 1968-er Bewegung. Da können wir langsam anfangen uns warmzulaufen. Zuerst mit dem Gedenken an Petra Kelly und Gerd Bastian, deren Tod mittlerweile auch schon 25 Jahre her ist. Ulrike Winkelmann erinnert im Deutschlandfunk daran. Und falls jemand vergessen haben sollte (oder gar nicht wusste), was für ein zweifelhafter Held Che Guevara war, hilft ihm Peter Gaupp in der NZZ auf die Sprünge.

Weiterlesen

Florilegium

Jetzt hauen alle ihr Resümee zum Reformationsjubiläum raus. Ich nicht, keine Lust. Es ist ja alles gesagt, mittlerweile sogar von jedem. Außerdem geht mir diese versnobte Larmoyanz auf den Wecker, als wären es tatsächlich die Kulturangebote, die in der Lutherdekade zu kurz gekommen wären. Darum hier lieber die Links, die ich besonders mochte. Das hebt die Stimmung und spiegelt meinen Punkt:

Einen großartigen Text schrieb Hanna Jacobs über das „betuliche Frauenbild der alten Reformatoren“, das bis heute wirkt.

Philipp Greifenstein zieht in der Eule Bilanz zum Reformationsjubiläum, wie gewohnt aus linker Perspektive, mit vielen weiteren Links, dezent bösartig und sehr klug.

Klug ist auch, was Schibulska in ihrem Blog historisch entfaltete: „Jede Epoche bekommt das Reformationsfest, das sie verdient.“ Wie wahr.

Mir selbst lag das Thema Luther und der Antisemitismus besonders am Herzen. Rafael Korenzecher hat die Judenfeindlichkeit der evangelischen Kirche von ihrer Gründung an bis heute aufgereiht.

Hannes Leitlein bekommt eine Ahnung, was jenseits dünkeliger Klagegesänge beim Reformationsjubiläum zu entdecken gewesen wäre.

Der Film über Katharina Luther steht noch bis zum 4. November 2017 in der ARD-Mediathek.

Auch Gotthilf Fischer mit seinen Chören kann man gar nicht genug für sein Lutherlied (Auszug) danken. Volksmusik nannte man das früher.

Und weil es mich so berührt hat, noch einmal das in sich gekrümmte Herz.

Update vom 30.10.2017: Offenbar liegen die Texte von Hanna Jacobs und Hannes Leitlein hinter einer Paywall, was mir nicht klar war. Ich bedanke mich daher für den Hinweis von Frank H.-G., denn ich möchte hier (künftig) keine Artikel verlinken, die man nicht frei lesen kann.