Florilegium

Mevlüde Genç ist gestorben. Im Gedenken an sie hat die Zeit ein Interview mit ihr von 1996 freigeschaltet.

Die KiMuBiLi hat ein Heft mit Porträts von Komponistinnen aus mehreren Jahrhunderten herausgebracht. Man kann es frei herunterladen.

Differenzfeminismus als kritische Ideengeschichte bei Antje.

Frau Auge über die „ungeordnete Liebe“ (Hld 8,6b-7).

Die Retro Audiothek der ARD, darin lauter Schätze wie dieses Interview mit Louis Armstrong aus dem Jahr 1955, der von seiner Frau via Intervallfasten auf Diät gesetzt worden war.

Material gegen Mobbing in Schulen. Ich finde, die Grundlagen passen auch anderswo.

„Sing meinen Song“, die australische Variante (2019):

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Erst diese entsetzliche documenta, jetzt trifft sich auch noch der ÖRK in Karlsruhe. Der Deutschlandfunk erläutert, was das Problem daran ist, wenn es um Israel geht.

In einem schon etwas älteren Text beschreibt Nkululeko Nkosi aus südafrikanischer Perspektive, warum Israel kein Apartheidsstaat ist; übersetzt von Swetlana Hildebrandt.

Im Podcast „Alben für die Ewigkeit“ ist „The Freewheelin‘ Bob Dylan“ dran. Das ist die Platte mit „Blowin‘ in the Wind“.

Frau Auge und der Turm Maria.

Bob Dylan und Maria Magdalena gleich noch einmal, naja fast: Bob Dylan würdigt in seiner Radiosendung Marlene Dietrich [Folge: Nothing, 3/87 (2009)].

Nachruf auf zwei engagierte Frauen: Die Eine hochbetagt und zu Unrecht fast vergessen, die Andere floh als junge Ärztin vor Terror und Morddrohungen in den Tod: Trude Unruh (1925-2021) und Dr. Lisa-Maria Kellermayr (1985-2022).

Außerdem ist Eva-Maria Hagen (1934-2022) gestorben:

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Es begann aber die Krankheit, wie man behauptet, zuerst in demjenigen Aethiopien, das jenseits Egypten’s liegt. […] Die Andern, die gesund waren, ergriff ohne eine äussere Veranlassung plötzlich zuerst heftige Hitze im Kopfe. […]
Denn die Gewalt dieser Gattung von Krankheit […] raffte alle ohne Unterschiede hin, nach welcher Heilart man sie auch behandelte. […] Denn wollte man aus Furcht sich einander nicht nähern, so starben die Kranken ohne Beistand, […] kam man aber mit den Kranken in Berührung, so war man verloren. […] So starb alles durcheinander weg.
Sterbende lagen übereinander, und so blieben die Leichname liegen. So überließen sie sich, überwältigt von dem Unglücke, der Geringschätzung alles Göttlichen und Menschlichen ohne Unterschied. […] Denn ungescheuter wagte man nun, was man sonst, ohne seine Gelüste offen zu befriedigen, verheimlicht hatte […]. Keine Furcht vor den Göttern, kein menschliches Gesetz gab eine Schranke.

Thukydides: Die Pest in Athen (Ende 4. Jh. v. Chr.),
in: Thukydides. Geschichte des Peloponnesischen Krieges, übersetzt von Christian Nathanael Osiander, Bd. 1.2, Stuttgart 1826, S. 184-190.

Gefunden von Frau von Grün.

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Benedikt hat die Weihnachtsreliquien aufs Korn genommen: Erst hier, dann hier.

Feministische Christmas carols, himmlisch böse: Hyrrs statt Hymns.

Sandra Kreisler (ja, genau) unterhält einen Podcast.

An Silvester ist Betty White gestorben, zwei Wochen vor ihrem 100. Geburtstag:
Thank you for being an friend.“

Auch Bettina Gaus ist tot. Zum Gedenken ein großes Interview mit ihr.

Über Angela Merkels Abschied wurde viel geschrieben. Hier ein Artikel über
den Zapfenstreich im Allgemeinen und einer über das Te Deum im Besonderen.

Kloster Barsinghausen hat eine neue Äbtissin.

Christiane Florin feiert 50 Jahre Pastoralreferentinnen samt damaliger Klamotte.

Miles Davis veröffentlichte 1986 das Album Tutu, das er Bischof Desmond Tutu
(1931-2021) widmete. Es begann so:

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Die Frömmigkeit des Menschen wohnt im zentralen Höhlengrau. Der zugehörige Forschungsbereich heißt Neurospiritualität.

Die Juristin Karoline Preisler ist liberal, evangelisch und hat aufgeschrieben, warum „Kirche für eine gelingende Demokratie unverzichtbar“ ist.

Helen Knauf und Susanne Mierau haben Mutter-Kind-Bilder auf Instagram analysiert: „Like a virgin.

„In der Mitte der Erwerbsbiographie sind nur 39 % der Frauen im Alter von 30 bis 50 Jahren Vollzeit erwerbstätig – aber 88 % der Männer“, aus: Lebenswirklichkeiten von Frauen zwischen 30 und 50 Jahren.

Lieblingsinterview mit Loriot.

„Wie wir uns an Musik erinnern“, Radiofeature mit vielen schönen Beispielen.

Wenn du so berühmt bist, dass es zu deinen Songtexten ein Exegese-Magazin gibt: Key West.

„Ace of Spades“ als Glockenspiel:

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Benedikt über das Sterben der Kirche und Tomáš Halík.

Titiat Scriptor zeigt, wie man die Denkmodelle der Geschlechterdualität und -vielfalt miteinander aussöhnen könnte (Thread).

Das älteste Radiohörspiel (1928): Hallo! Hier Welle Erdball!
Claudia hat’s gefunden und noch zwei weitere aus der Weimarer Republik: Weekend und ein Zusammenschnitt für die Funkausstellung 1931.

Welle Erdball und der Zusammenschnitt wurden durch die Schlesische Funkstunde ausgestrahlt. Der Sender Gleiwitz wird später für den Beginn des Zweiten Weltkriegs ganz anders von Bedeutung sein.

Er hatte außerdem den Anfang des Steigerlieds als Pausenzeichen. Das übernahm nach dem Krieg der Saarländische Rundfunk, allerdings nicht die ersten Takte wie damals in Oberschlesien, sondern die Stelle mit dem „hellen Licht bei der Nacht“. Das noch nebenbei.

Bob Dylan jodelt und nimmt den Jewish Folk auf die Schippe (via Pietkingkong).

Frau Scheuer hat Twitter anvertraut, dass sie keinen Samt anfassen mag, weil das für sie wie die quietschende Gabel auf dem Teller ist und Tom van Orten hat ein bisschen was dazuerfunden und ein großartiges Lied daraus gemacht: