Florilegium

Es begann aber die Krankheit, wie man behauptet, zuerst in demjenigen Aethiopien, das jenseits Egypten’s liegt. […] Die Andern, die gesund waren, ergriff ohne eine äussere Veranlassung plötzlich zuerst heftige Hitze im Kopfe. […]
Denn die Gewalt dieser Gattung von Krankheit […] raffte alle ohne Unterschiede hin, nach welcher Heilart man sie auch behandelte. […] Denn wollte man aus Furcht sich einander nicht nähern, so starben die Kranken ohne Beistand, […] kam man aber mit den Kranken in Berührung, so war man verloren. […] So starb alles durcheinander weg.
Sterbende lagen übereinander, und so blieben die Leichname liegen. So überließen sie sich, überwältigt von dem Unglücke, der Geringschätzung alles Göttlichen und Menschlichen ohne Unterschied. […] Denn ungescheuter wagte man nun, was man sonst, ohne seine Gelüste offen zu befriedigen, verheimlicht hatte […]. Keine Furcht vor den Göttern, kein menschliches Gesetz gab eine Schranke.

Thukydides: Die Pest in Athen (Ende 4. Jh. v. Chr.),
in: Thukydides. Geschichte des Peloponnesischen Krieges, übersetzt von Christian Nathanael Osiander, Bd. 1.2, Stuttgart 1826, S. 184-190.

Gefunden von Frau von Grün.

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Benedikt hat die Weihnachtsreliquien aufs Korn genommen: Erst hier, dann hier.

Feministische Christmas carols, himmlisch böse: Hyrrs statt Hymns.

Sandra Kreisler (ja, genau) unterhält einen Podcast.

An Silvester ist Betty White gestorben, zwei Wochen vor ihrem 100. Geburtstag:
Thank you for being an friend.“

Auch Bettina Gaus ist tot. Zum Gedenken ein großes Interview mit ihr.

Über Angela Merkels Abschied wurde viel geschrieben. Hier ein Artikel über
den Zapfenstreich im Allgemeinen und einer über das Te Deum im Besonderen.

Kloster Barsinghausen hat eine neue Äbtissin.

Christiane Florin feiert 50 Jahre Pastoralreferentinnen samt damaliger Klamotte.

Miles Davis veröffentlichte 1986 das Album Tutu, das er Bischof Desmond Tutu
(1931-2021) widmete. Es begann so:

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Die Frömmigkeit des Menschen wohnt im zentralen Höhlengrau. Der zugehörige Forschungsbereich heißt Neurospiritualität.

Die Juristin Karoline Preisler ist liberal, evangelisch und hat aufgeschrieben, warum „Kirche für eine gelingende Demokratie unverzichtbar“ ist.

Helen Knauf und Susanne Mierau haben Mutter-Kind-Bilder auf Instagram analysiert: „Like a virgin.

„In der Mitte der Erwerbsbiographie sind nur 39 % der Frauen im Alter von 30 bis 50 Jahren Vollzeit erwerbstätig – aber 88 % der Männer“, aus: Lebenswirklichkeiten von Frauen zwischen 30 und 50 Jahren.

Lieblingsinterview mit Loriot.

„Wie wir uns an Musik erinnern“, Radiofeature mit vielen schönen Beispielen.

Wenn du so berühmt bist, dass es zu deinen Songtexten ein Exegese-Magazin gibt: Key West.

„Ace of Spades“ als Glockenspiel:

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Benedikt über das Sterben der Kirche und Tomáš Halík.

Titiat Scriptor zeigt, wie man die Denkmodelle der Geschlechterdualität und -vielfalt miteinander aussöhnen könnte (Thread).

Das älteste Radiohörspiel (1928): Hallo! Hier Welle Erdball!
Claudia hat’s gefunden und noch zwei weitere aus der Weimarer Republik: Weekend und ein Zusammenschnitt für die Funkausstellung 1931.

Welle Erdball und der Zusammenschnitt wurden durch die Schlesische Funkstunde ausgestrahlt. Der Sender Gleiwitz wird später für den Beginn des Zweiten Weltkriegs ganz anders von Bedeutung sein.

Er hatte außerdem den Anfang des Steigerlieds als Pausenzeichen. Das übernahm nach dem Krieg der Saarländische Rundfunk, allerdings nicht die ersten Takte wie damals in Oberschlesien, sondern die Stelle mit dem „hellen Licht bei der Nacht“. Das noch nebenbei.

Bob Dylan jodelt und nimmt den Jewish Folk auf die Schippe (via Pietkingkong).

Frau Scheuer hat Twitter anvertraut, dass sie keinen Samt anfassen mag, weil das für sie wie die quietschende Gabel auf dem Teller ist und Tom van Orten hat ein bisschen was dazuerfunden und ein großartiges Lied daraus gemacht:

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Podiumsdiskussion über Identitätspolitik beim Exzellenzcluster Religion und Politik. Ich fand’s entlarvend, dahingestellt für wen.

Knut erklärt den Stand der Dinge in Sachen digital-analoge Kirche.

Bei Herrn Buddenbohm ist nichts los, außer Twitter.

Frauen im Wald.

Johanna betet:

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Thomas Hirsch-Hüffells flammende Liebeserklärung für das Abendmahl.

Magdalena Smentana über digitale Gemeinschaft und Frau Juna spinnt den Faden weiter: Digitale Teilhabe.

„Es wird Ostern. So oder so.“ Ja, liebe Inke, das wird es:
Der Herr ist auferstanden. Halleluja!

Wenn Frauen sterben und es im Trauergespräch angeblich nichts Besonderes über sie zu erzählen gibt. Eine Erfahrung, die ich selbst häufig mache: Die Frau ohne Eigenschaften.

Edda schrieb ein großartiges Porträt über die Bäckermeisterin und Unternehmerin Maren Andresen.

Dass Frauen singen, ist gefährlich. Darum wird es in Afghanistan verboten.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Meisten gar nicht wissen wollen, wie es wirklich in den schwierigen Stadtteilen läuft. Wie hier in der Schule, während Corona.

Der neue Weltempfänger, Radiosender aus der ganzen Welt: