Ich komme mit Friedrich Merz klar. Das war für mich die größte Überraschung nach seiner Wahl zum Bundeskanzler. Ich habe mich über die gebrochenen Wahlversprechen geärgert, mit denen er sich bei der SPD unterhakte, aber auch den Pragmatismus dahinter gesehen, selbst wenn ich die Rekordschulden so irre wie größtenteils unnütz finde. Es war Johanna, die mir irgendwann ein Licht aufsetzte, als sie sinngemäß sagte, dass ihr Merz wie der Seniorchef eines Familienunternehmens vorkäme, der etwas aus der Zeit gefallen wäre. Vielleicht ist es das, was ich in ihm sehe. Ich bin als Tochter aus dem Mittelstand des Sauerlandes mit diesen Typen aufgewachsen. Ich kenne ihre Kantigkeit, die Posen und die bornierten Sprüche. Ich weiß aber auch um die Verantwortungsbereitschaft für Land und Leute, das Pflichtgefühl und das Herz dahinter, das man nicht auf der Zunge trägt.
Weiterlesen „Merz und die Landtagswahlen“Kategorie: Pressepfarrerin
Laut, stark, kein Opfer!

„Was ich anhatte…“ – die Wanderausstellung über die Erfahrungen von Frauen, die vergewaltigt wurden, gastiert zurzeit im Historischen Museum Bielefeld. Zwölf Stationen sind es, die man abschreiten kann. Jede zeigt die Kleidung, die die betreffende Frau, das betreffende Mädchen trug, als der Übergriff geschah. Normale Kleidung, die die Frauen nicht geschützt hat, aber auch zu nichts verleitet.
Weiterlesen „Laut, stark, kein Opfer!“Menschliches

Als die talarfarbene Pfarrkatze noch lebte, wusste sie, dass ich aufgrund meines Menschseins im Dunkeln nicht gut sehen konnte. Ich erinnere mich daran, wenn ich nachts raus musste, wie sie kurz gurrte, sobald ich mich näherte. Damit zeigte sie sicherheitshalber an, wo sie sich befand, damit dieses tollpatschige Menschenwesen sie nicht touchierte. Denn das wäre völlig unter ihrem Niveau gewesen.
Weiterlesen „Menschliches“Vorgestern

Der us-amerikanische National Archiv Catalog hat die Parteimitgliedschaften der NSDAP veröffentlicht. Man kann sich auf die Suche machen und Namen eingeben. Ich fand meinen Großvater väterlicherseits. Wir wohnten bei den Großeltern im Haus und er starb, als ich 17 Jahre alt war. Er trat 1940 in die Partei ein. Neben den Geschichten von der Front und aus dem Krieg erinnere ich mich daran, wie er sagte: „Ich war kein Nazi, sondern Monarchist.“
Weiterlesen „Vorgestern“10 belanglose Fakten über mich

Vorhin kam ich an diesem Stöckchen von Thomas Gigold vorbei und weil heute Tag des Bloggens ist, nahm ich es mit. Außerdem war es eine willkommene Motivation, als ich mich am Nachmittag zum zweiten Teil der Aufgaben des Tages aufraffen musste. Wenn ich damit fertig bin, darf ich das Stöckchen verbloggen, so der Plan. Es lese und nehme es mit, wer mag.
Weiterlesen „10 belanglose Fakten über mich“Alle fünf

Mammographie fünf von fünf liegt hinter mir. Heute Mittag war es so weit. Ich musste los, als Donald Trump seine Rede in der Knesset begann. Den ganzen Morgen hatte ich vor dem Fernseher Richtung Israel geschaut. Auch jetzt sitze ich davor, während ich schreibe. Was Trump genau gesagt hat, suche ich mir später raus.
Weiterlesen „Alle fünf“Stöckchen #Blogfragen
Ein Stöckchen kreist. Ich hab’s schon an mehreren Stellen gefunden,
geworfen hat es Jansens Pott. Sie sammeln auch die einzelnen Beiträge.
Warum hast Du ursprünglich mit dem Bloggen angefangen?
Zuerst aus Neugier, dann aus fachlichem Interesse, dann aus beidem und immer auf der Suche nach Alternativen zur analogen Gemengelage.
Welche Plattform nutzt Du für Deinen Blog und warum hast Du Dich dafür entschieden?
Ich nutze WordPress, weil es unter den herkömmlichen Plattformen die meisten Features hatte und noch hat, soweit ich das vom Layout anderer Blogs auf anderen Systemen ableiten kann. Außerdem sah WordPress für meinen Geschmack am professionellsten aus.