Merz und die Landtagswahlen

Ich komme mit Friedrich Merz klar. Das war für mich die größte Überraschung nach seiner Wahl zum Bundeskanzler. Ich habe mich über die gebrochenen Wahlversprechen geärgert, mit denen er sich bei der SPD unterhakte, aber auch den Pragmatismus dahinter gesehen, selbst wenn ich die Rekordschulden so irre wie größtenteils unnütz finde. Es war Johanna, die mir irgendwann ein Licht aufsetzte, als sie sinngemäß sagte, dass ihr Merz wie der Seniorchef eines Familienunternehmens vorkäme, der etwas aus der Zeit gefallen wäre. Vielleicht ist es das, was ich in ihm sehe. Ich bin als Tochter aus dem Mittelstand des Sauerlandes mit diesen Typen aufgewachsen. Ich kenne ihre Kantigkeit, die Posen und die bornierten Sprüche. Ich weiß aber auch um die Verantwortungsbereitschaft für Land und Leute, das Pflichtgefühl und das Herz dahinter, das man nicht auf der Zunge trägt.

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Laut, stark, kein Opfer!

Gotisches Maßwerk, dahinter schemenhaft erkennbar die Ausstellungshalle mit ein paar verschwommenen Hosen, wobei ,an nicht sagen kann, ob das Ausstellungsstücke oder Beine von Besucherinnen sind.

„Was ich anhatte…“ – die Wanderausstellung über die Erfahrungen von Frauen, die vergewaltigt wurden, gastiert zurzeit im Historischen Museum Bielefeld. Zwölf Stationen sind es, die man abschreiten kann. Jede zeigt die Kleidung, die die betreffende Frau, das betreffende Mädchen trug, als der Übergriff geschah. Normale Kleidung, die die Frauen nicht geschützt hat, aber auch zu nichts verleitet.

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Menschliches

eine rabenschwarze, stolze Katze im Profil.
Die talarfarbene Pfarrkatze

Als die talarfarbene Pfarrkatze noch lebte, wusste sie, dass ich aufgrund meines Menschseins im Dunkeln nicht gut sehen konnte. Ich erinnere mich daran, wenn ich nachts raus musste, wie sie kurz gurrte, sobald ich mich näherte. Damit zeigte sie sicherheitshalber an, wo sie sich befand, damit dieses tollpatschige Menschenwesen sie nicht touchierte. Denn das wäre völlig unter ihrem Niveau gewesen.

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Vorgestern

Obere Hälfte der Mitgliedskarte meines Urgroßvaters Albert, geb. 22.7.'81, Ort: Pl., Stand: Arb., eingertr. 1.5.33. Ausgetr: lt. We. Sd. V/35/51. Den Nachnamen außer dem Anfangsbuchstaben B und die letzten Zahlen der Mitgliedsnr. habe ich verpixelt. Die Karte ist diagonal handschriftlich durchgestrichen.

Der us-amerikanische National Archiv Catalog hat die Parteimitgliedschaften der NSDAP veröffentlicht. Man kann sich auf die Suche machen und Namen eingeben. Ich fand meinen Großvater väterlicherseits. Wir wohnten bei den Großeltern im Haus und er starb, als ich 17 Jahre alt war. Er trat 1940 in die Partei ein. Neben den Geschichten von der Front und aus dem Krieg erinnere ich mich daran, wie er sagte: „Ich war kein Nazi, sondern Monarchist.“

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10 belanglose Fakten über mich

Das alte, abgetragene und das neue, unbenutzte Paar Schuhe. Es sind schwarze Glattlederschuhe zum Reinschlüpfen. Auf dem Spann haben sie eine Wildlederpasse, in der ein Silberstift steckt. Oben an diesem Stift, also Richtung Bein, ist am rechten Schuh eine silberne Sonne und am linken ein silberner Halbmond (durch einen Silberrand geschlossen zu einer kreisrunden Spange), beide mit Gesicht.

Vorhin kam ich an diesem Stöckchen von Thomas Gigold vorbei und weil heute Tag des Bloggens ist, nahm ich es mit. Außerdem war es eine willkommene Motivation, als ich mich am Nachmittag zum zweiten Teil der Aufgaben des Tages aufraffen musste. Wenn ich damit fertig bin, darf ich das Stöckchen verbloggen, so der Plan. Es lese und nehme es mit, wer mag.

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Stöckchen #Blogfragen

Ein Stöckchen kreist. Ich hab’s schon an mehreren Stellen gefunden,
geworfen hat es Jansens Pott. Sie sammeln auch die einzelnen Beiträge.

Warum hast Du ursprünglich mit dem Bloggen angefangen?
Zuerst aus Neugier, dann aus fachlichem Interesse, dann aus beidem und immer auf der Suche nach Alternativen zur analogen Gemengelage.

Welche Plattform nutzt Du für Deinen Blog und warum hast Du Dich dafür entschieden?
Ich nutze WordPress, weil es unter den herkömmlichen Plattformen die meisten Features hatte und noch hat, soweit ich das vom Layout anderer Blogs auf anderen Systemen ableiten kann. Außerdem sah WordPress für meinen Geschmack am professionellsten aus.

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