Wie ich wieder mit Handy bin

Sieben Jahre, vier Monate und fünf Tage bin ich ohne Handy ausgekommen oder wie es heute heißt, ohne Smartphone. Meine ständige Erreichbarkeit endete im Frühling 2011 nach 19 verpassten Anrufen in zwei Stunden, einem Zusammenbruch und diversen Hammerschlägen auf das Display des kleinen, schwarzen LGs mit der Ritschratschoptik, auf das ich doch so stolz war.

DoxTnzQWwAAgnYe.jpg-large

Zwei Jahre dauerte es, bis sich mein Umfeld an mich ohne Handy gewöhnt hatte, weitere zwei, bis ich mich souverän genug fühlte, meine Erfahrungen damit aufzuschreiben und noch einmal gut drei, bis ich es mir wieder anders überlegte.

Weiterlesen

Die Apfelernte

Als wir uns kennenlernten, war sofort klar, apfelbdass mit ihm nicht zu spaßen sein würde. Aufgeschossen, dürr, die vielfachen Arme nach oben gestreckt, stand er an der hintersten Ecke des Pfarrhauses, jeden zur Halsstarrigkeit verdammend, der seine Krone betrachten wollte.

Mit der Apfelmamsell im Pfarrgarten hatte er nichts zu schaffen. Diese unterhielt ein Tête-à-Tête mit einem Jelängerjelieber, der soviel kleiner war als sie, dass sie ihn unter ihre Achsel klemmte, während er vor Wollust duftete wie ein Pfingstochse.
Ob der junge Stutzer auf der gegenüberliegenden Seite ein Abkömmling dieser Liaison war, wusste man nicht und der Knabe selbst war noch nicht reif genug, seine Herkunft durch Blüten oder Früchte auszuweisen.

Weiterlesen

Palmarum

Der Sonntag verlief ziemlich ruhig, auch wenn ich das Adrenalin der letzten Wochen noch deutlich spüren konnte. Also ging ich aquajoggen, um meine Energien zu loszuwerden und anschließend in die katholische Messe, einen neuen Palmzweig für mein Kruzifix besorgen. Danach holte ich die Sonntagsspeise beim Vietnamesen und verschlief den ganzen Nachmittag, volle vier Stunden lang.

xXSNZO37

Im ersten Teil der Woche war ich dann mit den zwei weiteren Aufgaben beschäftigt, die ich mir für die Fastenzeit gestellt hatte.

Weiterlesen

Lätare

k8q7xMph

Der Sonntag verlief ereignisreich. Nach einer Dienstreise, Gottesdienst und was mit den Konfis hatte ich mein iPad mini im Zug liegen lassen. Ich bemerkte den Verlust, als ich am Bahnhof bei KFC meine Sonntagsspeise fotografieren wollte.

Weiterlesen

Okuli

Der Sonntag verlief ohne besondere Vorkommnisse. Zuerst hielt ich Gottesdienst, danach war ich mit der Wanderfreundin aquajoggen und anschließend aß ich die Sonntagsspeise, die ich mir dazwischen geholt hatte: Hähnchenfilet mit Krautsalat von KFC.

51ZMpVpA

Ich stehe ja auf dem Standpunkt, dass es kein Fastfood ist, solange keine Pommes dabei sind. Also bestellte ich statt dessen Kartoffelpüree mit Sauce, was mir sonst fremd wäre. Allerdings muss ich zugeben, dass der Püree sehr bekömmlich war. Man ist nicht so pappsatt wie nach Fritten.

Weiterlesen