Die Höllenmaschine

"Ein gewaltiger Jäger vor dem Herrn."Der #NeoKater wohnte knapp einen Monat hier und war immer noch dabei, die Wohnung auszuprobieren. Besonders ein Gebilde im Wohnzimmer hatte es ihm angetan. Es bestand aus einem alten Fernseher auf einem wackeligen Glastischchen. Wenn er vom nebenstehenden Schränkchen da drauf sprang, schaukelte der Fernseher hin und her. Das fand der #NeoKater großartig, bis er das ganze Ding eines Tages umwarf: Der alte Röhrenfernseher war dahin.

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Wie ich seit vier Jahren ohne Handy bin

Seit vier Jahren bin ich jetzt ohne Handy, hier hatte ich die Entscheidung damals aufgeschrieben. Die Tatortsache können Sie vergessen, den gucke ich wieder, aber das Handy ist immer noch weg.

Ich bin ein Handyjunkie gewesen. Nur das neuste Modell war gut genug, ich hatte einen angesagten Klingelton und als gute Pfarrerin – Öffentlichkeitsreferentin – Alleinerziehende – Freundin war ich immer, immer, immer erreichbar. Ja, zwischendurch versuchte ich ein paar Spielregeln einzubauen, z.B. dass es genügt, weniger Dringliches auf meinen Festnetz-AB zu sprechen, ich würde mich schon melden, aber genützt hat es nichts. Kein Einsehen, weder beruflich noch privat. Zum Schluss war ich bei 19 Anrufen in zwei Stunden.

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Zwischendeck

Alles, was unter diesem Post steht, ist vier bis fünf Jahre alt, solange war der Blog nämlich geschlossen. Alles, was über diesem Post steht, ist neu. Stand: Ab Juni 2015. Drei Dinge sollten Sie wissen:

  1. Keine Ahnung, wie lange ich den Blog dieses Mal geöffnet lasse, ging nie lange gut.
  2. Der Blog. Weil ist meiner.
  3. Die talarfarbene Pfarrkatze ist leider seit vier Jahren tot. Hier gibt es jetzt die #ZweiHerren, den #DiätKater und den #NeoKater:

   

Der Barbie-Girl-Vogel

Als Gott die Schöpfung so gut wie fertig hatte, kam ein kleines Vögelchen zu Ihm geflogen, das ganz traurig war: „Herr, ich bin so unscheinbar geraten, kannst Du da nicht noch etwas machen?“
Gott wühlte auf seiner Werkbank herum. Alles war aufgebraucht, die Farben leer und die Federn verteilt. Nur ein wenig Gold war in einem Töpfchen übrig geblieben. Da kam Ihm eine Idee: „Sperr mal den Schnabel auf“, sagte Er zu dem Vögelchen. Als das Vögelchen seinen Schnabel geöffnet hatte, nahm Gott einen Pinsel und tupfte ihm den letzten Tropfen Gold in die Kehle. So entstand die Nachtigall.

Ich komme deswegen darauf, weil bei uns im Garten eine Amsel wohnt, die die Melodie von „I’m a Barbie Girl“ in ihrem Repertoire hat. Also nicht das ganze Lied, sondern den Beginn des Refrains und zwar in erstaunlicher Lautstärke (wenn man bedenkt, wie klein so eine Amsel ist).

Herr, kannst Du bitte noch einmal nachsehen, ob Du noch etwas findest? Irgendwas?

Fotos: Nachtigall von insecta62, Amsel von Malene

Die Schlange im Kopf

Dieses Gefühl, wenn man soooo einen Hals auf jemanden hat und sich im Stillen ausmalt, wie der oder die auf einsamer Straße nachts im Dunkeln eine Autopanne hat, an der man eiskalt und mit großer Genugtuung vorbeifährt – wohlwissend

  • dass diese Chance vermutlich niemals eintritt
  • und wenn doch, dass man trotzdem anhielte.

Bild von Hans Baldung

Schnullipups

Manche Sachen habe ich noch als Erstausstrahlung gesehen: Heidi, Biene Maja, Til Schweiger (als Jo Zenker in der Lindenstraße) und die Schwarzwaldklinik. Nur ein Jahr nach „Das Schweigen der Lämmer“ und kurz vor einer verspiegelten Sonnenbrille fing ich außerdem an, mich in die Trends der nachfolgenden Generation einzuarbeiten: Zuerst der Maxi Cosi, dann die Gummibärchenbande und diverse Pokemons. Letzten Sommer ging es um das hier und wir sind immer noch nicht fertig.

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Ich ess‘ Suppe

Im Allgemeinen habe ich ja nichts dagegen, dass Luther, angeregt durch die Lektüre des Römerbriefs, das Leistungsprinzip im Glauben abgeschafft hat. Außer wenn ich Zahnschmerzen habe. Dann hadere ich mit Gott: Ich habe eine dicke Backe, obwohl ich meinen Teller leer gegessen/vor dem Essen gebetet/meine Arbeit gemacht habe? Pah, wenn Jesus mir nicht helfen will,
muss es eben ein Zahnarzt tun.

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