Radio Zeit in Köln

Im Museum für Angewandte Kunst in Köln (MAKK) läuft gerade die Ausstellung „Radio Zeit. Röhrengeräte, Design-Ikonen, Internetradios“ und ich wäre nicht die Tochter meines seligen Vaters, wenn ich da nicht hingefahren wäre.

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Auf zwei Etagen sind Radiogeräte zu sehen, die seit Mitte der zwanziger Jahre bis heute genutzt werden.
Die designerischen Schwerpunkte der einzelnen Epochen wurden herausgearbeitet und stehen im Gegensatz zur Technik im Vordergrund.

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Warum eigentlich Uhura?

Das war natürlich abzusehen, dass jetzt vermutet wird, ich wäre ein Fan von Raumschiff Enterprise, weil ich die Uhura als Avatar trage und im letzten Post sagte, SciFi wäre nur ausnahmsweise meins.

Ja, Raumschiff Enterprise, das haben Sie richtig gelesen. In meiner Kindheit hieß das so und eine Treki bin ich nie geworden. Auch dieses Konkurrenzdenken zwischen Star Trek und Star Wars ist mir fremd. Ich bin Schalkefan und habe genug damit zu tun, mich über den BVB aufzuregen. Also kommen Sie mir nicht auch noch damit.

Für Uhura entschied ich mich, als ich einen Ava suchte; irgendwas mit Menschen, der zu einer Pfarrerin mit PR-Ausbildung passt. Und Lieutenant Uhura ist eben Kommunikationsoffizierin in einem Raumschiff irgendwo im Weltall inmitten lauter Planeten und Galaxien. Der Blick aus der Superintendentur (wo ich als Öffentlichkeitsreferentin angesiedelt war) auf den Kirchenkreis und später der einer Gemeindepfarrerin auf die ganzen Gruppen und Leute in der Kirche scheint mir mit dem Blick aus dem Raumschiff vergleichbar. Außerdem findet Uhura Spock toll und Martin Luther King, was mir ähnlich geht, und das Pic ist gemeinfrei. Das ist das ganze Geheimnis. Änderungen nicht ausgeschlossen.

Mein erstes Mal

Der Kinderfilmblog fragt, wann und wie man oder vor allem frau das erste Mal Star Wars gesehen hat. Kiki von e13 brachte mich drauf und hey, es gibt etwas zu gewinnen! 10641273_10203040382556476_4886339862688983815_n

Das allererste Mal war buchstäblich eine Nullnummer: Mit 13
(Episode VI), am Wochenende im Kino, mir war langweilig. Außerdem saß ich neben dem Klassenschwarm, der auch alleine da war. Wir hielten während des ganzen Films Händchen, aber das erzählen Sie bitte nicht weiter. Es geht nur darum, dass Sie verstehen, warum von der Handlung in meinem Kopf nur rosa Wölkchen übriggeblieben sind.

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Die Höllenmaschine

"Ein gewaltiger Jäger vor dem Herrn."Der #NeoKater wohnte knapp einen Monat hier und war immer noch dabei, die Wohnung auszuprobieren. Besonders ein Gebilde im Wohnzimmer hatte es ihm angetan. Es bestand aus einem alten Fernseher auf einem wackeligen Glastischchen. Wenn er vom nebenstehenden Schränkchen da drauf sprang, schaukelte der Fernseher hin und her. Das fand der #NeoKater großartig, bis er das ganze Ding eines Tages umwarf: Der alte Röhrenfernseher war dahin.

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Wie ich seit vier Jahren ohne Handy bin

Seit vier Jahren bin ich jetzt ohne Handy, hier hatte ich die Entscheidung damals aufgeschrieben. Die Tatortsache können Sie vergessen, den gucke ich wieder, aber das Handy ist immer noch weg.

Ich bin ein Handyjunkie gewesen. Nur das neuste Modell war gut genug, ich hatte einen angesagten Klingelton und als gute Pfarrerin – Öffentlichkeitsreferentin – Alleinerziehende – Freundin war ich immer, immer, immer erreichbar. Ja, zwischendurch versuchte ich ein paar Spielregeln einzubauen, z.B. dass es genügt, weniger Dringliches auf meinen Festnetz-AB zu sprechen, ich würde mich schon melden, aber genützt hat es nichts. Kein Einsehen, weder beruflich noch privat. Zum Schluss war ich bei 19 Anrufen in zwei Stunden.

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Zwischendeck

Alles, was unter diesem Post steht, ist vier bis fünf Jahre alt, solange war der Blog nämlich geschlossen. Alles, was über diesem Post steht, ist neu. Stand: Ab Juni 2015. Drei Dinge sollten Sie wissen:

  1. Keine Ahnung, wie lange ich den Blog dieses Mal geöffnet lasse, ging nie lange gut.
  2. Der Blog. Weil ist meiner.
  3. Die talarfarbene Pfarrkatze ist leider seit vier Jahren tot. Hier gibt es jetzt die #ZweiHerren, den #DiätKater und den #NeoKater:

   

Der Barbie-Girl-Vogel

Als Gott die Schöpfung so gut wie fertig hatte, kam ein kleines Vögelchen zu Ihm geflogen, das ganz traurig war: „Herr, ich bin so unscheinbar geraten, kannst Du da nicht noch etwas machen?“
Gott wühlte auf seiner Werkbank herum. Alles war aufgebraucht, die Farben leer und die Federn verteilt. Nur ein wenig Gold war in einem Töpfchen übrig geblieben. Da kam Ihm eine Idee: „Sperr mal den Schnabel auf“, sagte Er zu dem Vögelchen. Als das Vögelchen seinen Schnabel geöffnet hatte, nahm Gott einen Pinsel und tupfte ihm den letzten Tropfen Gold in die Kehle. So entstand die Nachtigall.

Ich komme deswegen darauf, weil bei uns im Garten eine Amsel wohnt, die die Melodie von „I’m a Barbie Girl“ in ihrem Repertoire hat. Also nicht das ganze Lied, sondern den Beginn des Refrains und zwar in erstaunlicher Lautstärke (wenn man bedenkt, wie klein so eine Amsel ist).

Herr, kannst Du bitte noch einmal nachsehen, ob Du noch etwas findest? Irgendwas?

Fotos: Nachtigall von insecta62, Amsel von Malene