Murgh Korma

Ich bin hin und wieder auf TikTok. Die Plattform ist ja ziemlich umstritten, doch ich kann mich bisher nicht beklagen. Mein Schwerpunkt dort ist das Angucken von Kochvideos, doch zwischendurch bekomme ich immer mal wieder andere Sachen reingespült, von denen es heißt, TikTok würde sie ausbremsen. Aber vielleicht habe ich bei Big Data mittlerweile so viele Sozialcookies gesammelt, dass sie mir extra solche Sachen zeigen, keine Ahnung. Was ich jedenfalls gut finde, ist, dass man bei TikTok in sehr kurzen, auf den Punkt gebrachten Sequenzen internationale Küche in riesiger Vielfalt gezeigt kriegt. So kann man den Mechanismus hinter den Rezepten lernen, weil die meisten Gerichte einer Region oder eines Landes häufig eine immer gleiche Basis haben, man denke an Oma: „1 gewürfelte Zwiebel mit 1 Stich Margarine langsam in der Pfanne schmoren, dann 1 Brühwürfel…“ Aber ich schweife ab.

Ich wollte nämlich eigentlich Richtung Indien oder Pakistan. Denn dank „Salt to taste“ (hier bei TikTok oder Instagram) habe ich mich zum ersten Mal an ein indisches Rezept gewagt, nachdem ich Salt auf TikTok mehrfach dabei zugesehen hatte, wie er bis auf wenige Varianten die immer gleiche Würzpaste schmorte, in die dann alles Weitere hineinkam, statt umgekehrt wie bei uns. Und so brachte ich ein wirklich leckeres Hühnchen Korma zu Stande. Für drei Personen:

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Ragù di Salsiccia

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Ich bin nicht so gewürzig. Meistens komme ich mit Salz, Pfeffer, Paprika und ein paar Kräutern aus. Das hat auch damit zu tun, dass ich großes Vertrauen in den Eigengeschmack guter Lebensmittel lege. Außerdem verwende ich nicht gerne Kräuter, aus denen so oder ähnlich Hustensaft gemacht wird. Doch in der letzten Zeit bin ich in Bewegung geraten; es sind einige Aromen und Rezepte hinzugekommen, meist aus der asiatischen Küche.
Dieses hier stammt allerdings aus Italien. Neu für mich ist darin das Abschmecken mit Noilly Prat und die asiatisch erkochte Erkenntnis, dass ich Chili nicht fermentiert mag. Also kein Tabasco im Ragù, sondern Chili-Paste. Und Fenchelsaat, außerhalb von Tee oder Salami! Alles Weitere steht hier:

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Rotkohl

Der Adventswahnsinn ist noch nicht ganz rum, pelleaber ich konnte mir anderthalb Tage freischaufeln, um Luft zu holen und dabei Rotkohl zu kochen. Den esse ich (nicht nur) im Winter ganz gern. Außerdem habe ich herausgefunden, dass man ihn gut im Dutch Oven zubereiten kann, was ich unbedingt ausprobieren musste. Das Ergebnis ist so lecker, dass ich sicherheitshalber direkt aufschreibe, wie ich das gemacht habe. Zumal da für meine Verhältnisse ziemlich viele Gewürze drin sind. Für meinen Sechser-Dutch:

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Waffelteig

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Ich habe beim Umzug mein Rezeptbuch verklüngelt.
Bis es wieder auftaucht, lege ich das Waffelrezept hier ab:

3 Eier
1 TL Backpulver
125 g Zucker
125 g zerlassene Butter
250 g Mehl
250 g Milch

Etwas Vanillezucker, eine Prise Salz
und eine Speckschwarte, um das Waffeleisen zu fetten.

Käsesuppe, keine Messer und die Dose

Es ist im Augenblick zu heiß für irgendwas. lauchAbgesehen davon, dass 25°C meine persönliche Erträglichkeitsgrenze ist, wurde es in diesen Sommerferien bisher dienstlich nicht ruhiger. Das Tagesgeschäft lief einfach weiter und alles, was ich für das Herbsthalbjahr vorbereiten wollte, blieb liegen und wird auch vor dem Urlaub nichts mehr. Mittlerweile stellte ich außerdem das Grillen ein, mir ist das bei der Trockenheit einfach zu blümerant.

Essen muss ich natürlich trotzdem, also kochte ich mir eine Käse-Lauch-Suppe, da hatte ich Appetit drauf. Ich dachte immer, mit Käsesuppe ist es wie mit Tomatensauce oder Kartoffelsalat: Kann jeder und es kennt auch jeder ein Rezept. Aber dann wurde doch unerwartet häufig nachgefragt. Darum hier nochmal für alle:

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Schwedische One-Pot-Pasta

Fünf Gottesdienste in drei Tagen: Zwei Mal in den Grundschulen am Freitag, Samstag Vorabendgottesdienst im Nachbardorf und Sonntag die üblichen zwei.
„Ist Trost der Liebe bei euch“ (Phil 2,1b) schreibt Paulus im aktuellen Predigttext. Ich sehe die Gemeinde in Philippi direkt vor mir, wie sie rufen: „Ja, guck, wir haben Pasta!“

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Hier in der schwedischen One-Pot-Variante, wahrscheinlich wegen Fleischklößchen und Rahmsauce. Schnell gemacht und sehr lecker.

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Bohnen, Kirschen und ein Pott

Die Zeiten in meinem privaten Umfeld sind gerade nicht ganz einfach. So hangelte ich mich durch die Woche und wenn es gut lief, carpe diem! Dazu gehörte, dass ich heute, an meinem dienstfreien Wochenende, den Dutch Oven einweihen wollte, den ich mir kürzlich bestellt hatte.

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Der Plan sah Baked Beans mit Hähnchenkeulchen vor: Baked Beans, weil die wie ein Eintopf funktionieren und der verzeiht vieles, ist also für den Anfang ideal; Hähnchenkeulchen, weil ich Lust darauf hatte. Zum Nachtisch gab es Quarkspeise.

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