Ein verhangener Sonntag

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Der Sonntag war in mehreren Hinsichten verhangen. Also ging ich raus, um mich ein wenig umzusehen und zu bewegen. Zuerst fuhr ich zum Jüdischen Friedhof von Bad Driburg, der ruhig und malerisch neben der örtlichen Jugendherberge liegt. Auf dem Denkmal zur Schoah sind sämtliche ermordeten Juden der Stadt genannt und auf der Rückseite entschuldigen sich die Erbauer: „Dahingeschiedene – verzeihet, dass Brüche eurer Grabsteine hier Verwendung fanden“.
Anschließend sah ich mir die ehemalige Synagoge an, auf die mich ein Schild am Friedhof aufmerksam gemacht hatte. Man erkennt an den drei großen Toren, dass sie 1941 in ein Spritzenhaus umgewandelt worden war. Ein Schaukasten dort zeigt Fotos der Ermordeten und nennt ebenfalls ihre Namen. Sowohl auf dem Friedhof als auch an der Synagoge bin ich zum ersten Mal gewesen.

In Paderborn aß ich beim Spanier einen Salat Caesar zu Mittag. Auf dem Rückweg besuchte ich die Gaukirche St. Ulrich, eine romanische Pfeilerbasilika mit barocker Westfassade, direkt neben dem Dom gelegen und von nahezu protestantischer Schlichtheit. Wieder zu Hause setzte ich Essig mit Johannisbeeren aus dem Pfarrgarten an.

Barcamp Ökumene

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Ich fuhr zum Katholikentag nach Münster, zumindest für einen Nachmittag! Das war in mehreren Hinsichten eine gute Idee. Denn nach den vorausgegangenen Erfahrungen auf dem Kirchentag und der re:publica in Berlin ist jetzt klar: Gezielt zu überschaubaren Veranstaltungen ja, Massenansammlungen und Themenhopping nein. Das Barcamp Ökumene am Samstag Nachmittag war für diese Erkenntnis genau richtig.

Als guter Plan erwies sich auch, in Münster viele Bekannte zu treffen. Das hat super geklappt. Außerdem waren die Katholiken unglaublich herzlich und gastfreundlich. Sind wir eigentlich auch so? Ich hoffe es sehr.

Dann lief es inhaltlich auch noch klasse. In der ersten Runde hatte ich für #twomplet und #twaudes zusammen mit Leuten von #twalm und Offene Bibel eine Session angeboten, die man im Stream angucken kann. Material zur #twomplet gibt es kurz zum Nachlesen hier oder ausführlicher hier.

In der zweiten Runde nahm ich an einer Session über ökumenisches Grenzgängertum teil, die mich sehr ins Nachdenken brachte. Der Umgang der jeweiligen Konfessionen mit ihren Kirchenleitungen ist sehr unterschiedlich, was ein Einfallstor für Missverständnisse ist und dafür, in einer Rechtfertigungsmühle zu landen. Ich habe jedenfalls besser verstanden, was ich nicht verstanden habe, so kommt man weiter.

Also rundherum eine tolle Sache. Entsprechend gut gelaunt fasste ich den Tag in einem Twitterthread und in der Fotocollage zusammen:

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re:publica 2018

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So, zurück von der re:publica. Was soll ich sagen? Meine Erholungsbedürftigkeit in den ersten Urlaubstagen war größer als der Event. Falls Sie also in der nachfolgenden Fotocollage Struktur vermissen, seien Sie unbesorgt, es gibt keine. Die Begegnungen mit Freunden und Bekannten, die mein Highlight waren, habe ich nicht fotografiert. (Außerdem hätte ich inhaltlich einiges zu meckern. Mal gucken, ob ich das noch ausführlicher verblogge.) Jetzt bin ich erstmal wieder zu Hause, sitze auf der Terrasse und die Wäsche von der Reise ist auch schon gewaschen.

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Bob Dylan in Krefeld

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Dass ich Donnerstag bei Bob Dylan war, kann man hier ausführlich nachlesen, jetzt kommen noch die Bilder hinterher:

Im Zug zum ersten Mal die neuen Kopfhörer dabei und den kleinen Vogel, den mir die Wanderfreundin aus ihrer Werkstatt zu Weihnachten gab. Der hat nämlich einen Druckknopf unter dem Flügel, sodass man Kopfhörer- oder Ladekabel um ihn herum wickeln kann, damit sie nicht verheddern. Angekommen im Hotelzimmer und gleich ein Dylan-T-Shirt angezogen. Am Merchandisingstand gab es noch mehr davon, außerdem hatten sie im Krefelder KönigPalast Benediktiner Weißbier im Ausschank. Spätes Foto von den Zugaben, wenn die Ordner nicht mehr so streng sind, anschließend draußen von der Veranstaltungstafel. Ein neues T-Shirt, ein Kopftuch und ein Programmheft erbeutet. Hotelfrühstück am nächsten Morgen mit Rührei, Speck, Tee und O-Saft.

Angrillen mit dem neuen Grill

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Die erste Woche Arbeit nach zwei Wochen krank liegt hinter mir. Ich bin noch nicht ganz wieder fit und fing langsam an, wo möglich. Vor einigen Wochen hatte ich mir einen Weber-Grill samt Pizzastein gekauft. Wenn ich am Sonntag halbwegs zurecht bin, so der Plan, wollte ich den endlich einweihen. Also habe ich Samstag nach dem Vorabendgottesdienst einen Hefeteig angesetzt und über Nacht im Kühlschrank verstaut. Am Sonntag ging es dann weiter:

Morgens im Schlafanzug zusammen mit dem #NeoKater auf der Couch, erstmal wachwerden. Zwei Gottesdienste mit Abendmahl standen an, einer hier, ein weiterer im anderen Gemeindebezirk. Dann war es endlich so weit: Der ganz neue Anzündkamin auf dem ganz neuen Webergrill. (Eins kann ich jetzt schon sagen: Anzündkamine sind geil, die gehen ab wie Schmidts Katze.) In der Küche hatte ich bereits eine Pizzastation aufgebaut mit allem, was ich so gebrauchen könnte und draußen auf der Terrasse hatte ich es mir zusammen mit dem #DiätKater ebenfalls nett gemacht. Dann kam Pizza I: Schinken, Salami, Pilze, Zwiebeln und ein Ei, bei Pizza II statt Ei diverse Oliven und Kapern, beide Male dazu Salat. Ich hab’s mir ja nicht vorstellen können, aber die Pizzen vom Grill sind der Hammer: Kross, fluffig, auf den Punkt, da spielen zwei Minuten rauf oder runter keine Rolle. Nächstes Mal noch ein bisschen am Feintuning arbeiten (mehr Salz, weniger Teig), alles tutti, ich bin wirklich begeistert. Zum Schluss eine Ersatzpizza gebacken für später und weil zu viel Teig übrig war, Füße hoch, Buch dazu, fertig.

Digging Deep

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Im Heinz Nixdorf MuseumsForum wurde vorgestern die Sonderausstellung „Digging Deep. Depotschätze in Szene gesetzt“ eröffnet. In sechs thematischen Räumen werden alte Schätzchen für Büro und Computer gezeigt, die sonst in der Dauerausstellung nicht zu sehen sind – das Ganze in einem künstlerischen Setting, das mir nicht nur gut gefiel, sondern dessen warme Ausleuchtung bei dunklem Hintergrund meine Augen sehr entspannte. Die Themenräume sind eher klein und darum außerdem angenehm zu betrachten, genau richtig, nicht zu viel. Meine Highlights waren die Flops der IT und die Computerspiele von früher, die man auf den zugehörigen zeitgenössischen Geräten tatsächlich spielen konnte.

Der Tag begann mit einem späten Frühstück aus Schmalzbroten, Pfefferbeißern und Gewürzgurken. Erst am frühen Nachmittag kam ich am Museum an, das über dem Eingang auf einem Banner für die Sonderausstellung warb. Der Ausstellungsflur wirkte zuerst wie ein dunkler futuristischer Tunnel, von dem die einzelnen Themenräume links und rechts abgingen. Drei Exponate fotografierte ich: Einen Nixdorf Beistelldrucker, das ist ein Nadeldrucker aus dem Jahr 1976, groß wie eine Flurkommode und ausgelegt für zwei parallele, aber unterschiedliche Formulararten. Dann ein Nixdorf Digifon, eine Art Festnetzsmartphone von 1987, und schließlich ein Computerspiel, das ich noch als Kind gespielt habe: Man ist eine Art Panzer in Form einer Tellermine und beschießt sich mit einer Phalanx unterschiedlicher Monster oder Wesen (kann sein, es ist Galaga, ich vergaß zu fragen). Das vierte Bild aus dem Museum bin ich am Schreibtisch der historischen Selfiewand, wo mich freundlicherweise ein junger Mann fotografierte. Auf der Rückfahrt beleuchtete die untergehende Sonne den Großen Viadukt. Wieder zu Hause gab es Maishähnchen mit Drillingen aus dem Römertopf, dazu Feldsalat.

Die Ausstellung Digging Deep geht noch bis zum 5. August 2018. 

Wanderfreundin zu Besuch

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Die Wanderfreundin kam dieses Wochenende zum ersten Mal seit meiner Einführung zu Besuch. Wir hatten das eigentlich für meinen Urlaub Anfang Januar geplant, mussten es aber verschieben, bis es jetzt endlich geklappt hat, inklusive Weihnachtsgeschenken und Wunderkerzen gestern Abend und dem gewünschten Ausflug zu den Externsteinen heute:

Morgens gab es im Pfarrhouse ein spätes Frühstück mit Schnittkäse und Knappwurst von den umliegenden Höfen, anschließend wurde ein Konzertbesuch bei Joan Baez in Köln geplant. Danach fuhren wir los zu den Externsteinen, wo auf dem Fußweg kurz vor dem Ziel ein Drachen aus einem Baumstamm am Wegesrand lauert. Mit einem kleinen Schlenker über den Wanderweg spazierten wir auf der Seeseite einmal um die Felsen herum, laut Tracker der Wanderfreundin bis wieder zum Parkplatz ziemlich genau vier Kilometer. Auf dem Rückweg schauten wir noch im Leonardo Outlet vorbei und nahmen uns dort Torte aus dem Café nebenan mit. Wieder zu Hause gab es dazu eine Tasse Tee.

Die Fotos in der Collage sind von uns gemeinsam
und die Wanderfreundin lässt schön grüßen.