Unleserlich

An die Methode, mich über Bücher g_niqSu5aufzuregen, die ich gar nicht oder nur mit Mühe gelesen habe, könnte ich mich gewöhnen und habe darum „Unleserlich“ als neue Kategorie meines Blogs eingerichtet. Zumal ich wieder mein Bestes gegeben und mich an der Lektüre wirklich versucht habe, doch leider war kein Durchkommen. Der daraus folgende Verriss bleibt anonym, so mutig wie Kiki, die Ross und Reiter nennt, bin ich nicht und manche Namen will ich hier auch gar nicht haben.

Wie die von den Autor_innen des einen Buches, denen ein Gendergapzeichen per Tiefstrich zu verpassen, mir eine innere, hellleuchtende Altarkerze ist: Ich hatte das Buch gekauft, weil es versprach, aus konservativer Perspektive wider den linken Stachel zu löcken. Die etwas krassere Variante und nicht so konvertitenhaft wie das Opus von Fleischhauer (das ich ansonsten sehr mag), hatte ich gedacht. Statt dessen bin ich bei den wirklich Rechten gelandet. Ich merkte das beim Lesen schnell, sprang ans Ende zum Resümee und bin immer noch fassungslos über soviel dummdreiste Bösartigkeit.

Das zweite Buch, ein Roman und frei von politischen Absichten, war nicht minder ekelig, jedenfalls so weit ich gekommen bin. Letzten Sommer gab es eine Autorin, die mit der nahezu endlosen Beschreibung von Neid und Habgier einstieg; dieses Mal erwischte ich eine, die mit ekeligen Liebhabern eröffnete. Spätestens ab Seite 50 sollte man mich dann aber von der Notwendigkeit für die Handlung oder der schriftstellerischen Kunstfertigkeit der Darbietung überzeugt haben. Wenn nicht, kann der Schinken weg.

Twitterfavs

Weiterlesen

Florilegium

Die Boxerin Zeina Nassar im Interview.

Auch außerhalb das Boxrings gibt es starke muslimische Frauen.
Aber das wussten Sie sicher schon.

Manche raffen es hingegen nie, Religion egal:
Das #FrauenFührungsFloskel-Bingo.

Vom Spinnboden zum Digitalen Deutschen Frauenarchiv.

Wie Daten uns berechenbar machen: Im Raster.

Wenn Karsten Sachen auf den Punkt bringt: Glauben können.

Charles Aznavour (1924-2018) singt das Alleluia:

Waffelteig

cucmE31F

Ich habe beim Umzug mein Rezeptbuch verklüngelt.
Bis es wieder auftaucht, lege ich das Waffelrezept hier ab:

3 Eier
1 TL Backpulver
125 g Zucker
125 g zerlassene Butter
250 g Mehl
250 g Milch

Etwas Vanillezucker, eine Prise Salz
und eine Speckschwarte, um das Waffeleisen zu fetten.

I don’t know how to love him

„I don’t know how to love him“ aus dem Musical Jesus Christ Superstar und zwar gesungen von Yvonne Elliman. (Gehen Sie mir weg mit neueren Fassungen, es kann nur eine geben.) Das muss in meinen Blog, weil es mein Lieblingsliebeslied ist. So Lieblingsliebeslied, dass es mein Klingelton war, als ich noch ein Handy hatte. Zuerst in diesem piepsigen Dudelton, wir hatten ja damals nichts, und dann als original Liedausschnitt, sobald man das runterladen konnte. À propos Handy, darüber wird bei Gelegenheit auch noch zu reden sein.

Twitterfavs

Weiterlesen

Herzblut

KktTCfQv

Eigentlich wollte ich auf dem Rückweg vom Urlaub bei meinem Inker vorbeigefahren sein. Doch als ich auf dem gedanklichen Weg dorthin durch seine Internetseiten schmökerte, bestätigte sich, was ich schon länger vermutete: Dass er Nazimotive sticht und das gelinde gesagt auch nicht schlimm findet. Aber ich find’s schlimm und traurig bin ich auch. Im Gegensatz zu dem, was Friseure und Nagelstudios fabrizieren, wächst ein Tattoo nämlich nicht wieder raus. Deswegen ist es wichtig, dass nicht nur der Stil, sondern auch die Chemie mit dem Inker stimmt, zumindest ist das bei mir so. Ich habe darum einiges Herzblut vergossen, denn natürlich gehe ich zu dem nicht mehr hin und wie kann das überhaupt sein?!

Es gibt aber auch Tattoostudios, die „Herzblut“ heißen, allerdings keins, das heute auf der Tattoo Tattaa in Bielefeld war. Dorthin hatte ich einen Ausflug gemacht, um mich ein wenig umzusehen und ein paar neue Ideen zu sammeln. Das war ganz schön, aber leider zu voll; nicht nur weil so viele Leute da waren, sondern die Halle war zu klein, die Gänge zu schmal, der Eingang wie ein Nadelöhr. Mein Highlight war der Stand einer Masseurin, wo sich die Besucher und die von der Arbeit verspannten Inker_innen durchkneten lassen konnten. Ich buchte 20 Min. für meine verkrampften Schultern. Das war richtig gut, aber danach war ich fix und fertig und fuhr bald heim.

Weiterlesen