Pho Ga und Glasnudelsalat

Am Dienstag habe ich eine Pho Ga gemacht, eine vietnamesische Hühnersuppe. Wobei vietnamesisch vermutlich nur sehr entfernt stimmt. Ich bemühe mich ja, immer so zu kochen, dass Otto-Normal-Heinzeline, also ich, das Gericht entspannt zubereiten kann, ohne sich mit unzähligen Spezialzutaten oder Gewürzen auseinandersetzen zu müssen (Ottolenghi, geh mir weg). Das Ergebnis schmeckte trotzdem sehr nach der Pho, die ich früher gern in Bochum beim Vietnamesen aß. Alle dafür benötigten Zutaten konnte ich im Edeka kaufen.

Die PhoGa

Im selben Restaurant gab es außerdem einen Glasnudelsalat, den ich mittlerweile richtig gut nachbauen kann. Es ist nämlich bei Pho und Sommerrollen gleichermaßen so, dass ich trotz ausreichend Zutaten am nächsten Tag nicht noch einmal Lust darauf habe. Dabei koche ich sonst immer für zwei Tage, das wäre für mich also völlig normal. Statt dessen gibt es hier aus der übrigen Hälfte jedesmal einen Glasnudelsalat. Also schicke ich den auch noch hinterher, damit alles komplett ist. Los geht’s aber mit der Pho:

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Was bisher geschah

Ich hatte mir immer vorgenommen, wenn ich alt werde, gesprächsbereit gegenüber Jüngeren zu bleiben. Als ich jung erwachsen war, war das bei den Älteren häufig nicht so. Wobei es auch großartige Ausnahmen gab, an die ich mich bis heute erinnere. Doch die Meisten empfand ich als engstirnig und kaum zum Austausch bereit. Das würde ich später anders machen, so wie die erinnerten Vorbilder aus früherer Zeit. Ich würde zwar meine eigene Meinung haben, bestimmt auch mal daneben liegen, aber offen und zugwandt bleiben, damit es die jungen Leute ebenfalls sind. Aber was soll ich sagen? They don’t give a fuck, wie das heutzutage heißt.
Immerhin haben sie noch soviel Respekt, dass sie mich (wie in einem Fall) sicherheitshalber nahezu anschreien, wenn sie finden, dass ich falsch liege. Gleichzeitig bin ich ihnen aber schon so egal, dass sie meine Bestürzung darüber nicht mehr mitkriegen, weil sie sich bereits abgewandt haben.
In theoretischen Diskursen, in die ich persönlich gar nicht einbezogen bin, zeigt sich das außerdem: Ich bin jetzt in einem Alter, dessen Abstand zur erwachsenen Jugend so groß ist, dass sie zunehmend wie selbstverständlich davon ausgeht, dass ich von ihren Anliegen keine Ahnung habe. In mehreren Vorträgen und Büchern junger Autorinnen ist mir das aufgefallen.
Ich habe darum im vergangenen Jahr viel nachgedacht, um zu begreifen, was gerade in der Welt und in meinem Kopf geschieht. Seit einigen Wochen zeigt sich das Ergebnis: Soweit es mich betrifft, ist es OK.

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Florilegium

Die Frömmigkeit des Menschen wohnt im zentralen Höhlengrau. Der zugehörige Forschungsbereich heißt Neurospiritualität.

Die Juristin Karoline Preisler ist liberal, evangelisch und hat aufgeschrieben, warum „Kirche für eine gelingende Demokratie unverzichtbar“ ist.

Helen Knauf und Susanne Mierau haben Mutter-Kind-Bilder auf Instagram analysiert: „Like a virgin.

„In der Mitte der Erwerbsbiographie sind nur 39 % der Frauen im Alter von 30 bis 50 Jahren Vollzeit erwerbstätig – aber 88 % der Männer“, aus: Lebenswirklichkeiten von Frauen zwischen 30 und 50 Jahren.

Lieblingsinterview mit Loriot.

„Wie wir uns an Musik erinnern“, Radiofeature mit vielen schönen Beispielen.

Wenn du so berühmt bist, dass es zu deinen Songtexten ein Exegese-Magazin gibt: Key West.

„Ace of Spades“ als Glockenspiel:

Pfeile und Zeug

Mein erster Ausflug seit ich in der neuen Stadt wohne, überhaupt der erste seit einer gefühlten Ewigkeit.

Es ging nach Münster zur Hood Archery, wo ich mich mit einem der Leute dort verabredet hatte. Bereits im Juni war ich anlässlich einer Fortbildung in der Hood gewesen. Damals hatten wir ausgemacht, dass wir die Sachen, für die mein Kopf vor lauter Input zu voll war, später in Ruhe besprechen.
Ich stelle mich mit Pfeil und Bogen nicht ungeschickt an, da ich aber nicht so häufig trainiere, komme ich trotzdem eher langsam voran. Als ich jetzt neue Pfeile brauchte, war es endlich auch für die anderen Themen so weit.

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Bücher mit Musik

Ich wollte schon länger die letzthin gelesenen Bücher verbloggen, doch man kommt ja zu nichts. Aber jetzt endlich. Politisch wie immer aus allen Richtungen:

Dekorativ durcheinander auf den Tisch gelegt: Caroline Fourest, Generation beleidigt; Bob Dylan, Ich bin immer nur ich selbst (Interviewsammlung); Mithu Sanyal, Identitti; Elisabeth Steinkellner und Anna Gusella, Papierklavier; Hamed Abdel-Samad, Schlacht der Identitäten (eBook auf dem iPad mini)

Hamed Abdel-Samad: Schlacht der Identitäten (eBook),

Bob Dylan: Ich bin immer nur ich selbst (Interviewsammlung),

Caroline Fourest: Generation beleidigt

Anna Gusella und Elisabeth Steinkellner: Papierklavier

Mithu Sanyal: Identitti.

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