Twitterfavs

Die Pfingstausgabe

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Florilegium

Podiumsdiskussion über Identitätspolitik beim Exzellenzcluster Religion und Politik. Ich fand’s entlarvend, dahingestellt für wen.

Knut erklärt den Stand der Dinge in Sachen digital-analoge Kirche.

Bei Herrn Buddenbohm ist nichts los, außer Twitter.

Frauen im Wald.

Johanna betet:

Was bisher geschah

Identitti von Mithu Sanyal; Generation beleidigt von Caroline Fourest und Demokratie. Eine deutsche Affäre von Hedwig Richter vor Pfingstrosen und Osterkerze.

Bisher war das Wetter im Mai eine völlige Katastrophe, mit dem Sonntag Rogate als einzige Ausnahme. Auch an Himmelfahrt, als ich Geburtstag hatte, blieb es kalt, nass und wischiwaschigrau. Mich nervt das kolossal und so langsam schlägt es mir auch aufs Gemüt. Seit Herbst sind die Schwimmbäder geschlossen, Anfang des Jahres war ich eingeschneit und jetzt ist es immer noch so kalt, dass an einen Abend auf dem Balkon nicht zu denken ist.

Eigentlich wäre ich an diesem Wochenende zum Ökumenischen Kirchentag (ÖKT) nach Frankfurt am Main gefahren, wenigstens für ein, zwei Tage, um mich mit Leuten zu treffen. Doch der wurde wegen Corona ins Internet verlegt. Was mich betrifft, ist er dort auch geblieben. Ich habe mich einfach nicht angesprochen gefühlt.
Auf Twitter und bei der Jahrestagung Öffentlichkeitsarbeit als einzigen Berührungsorten glänzte nur, wer mit Insiderwissen punkten konnte. Was daran inhaltlich interessant sein sollte, war für mich aber nicht selbsterklärend und bei der Lektüre des Programms erschloss es sich mir ebenfalls nicht. Ich stornierte folglich am Mittwoch das dienstfreie, lange Wochenende.

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Bis in den Himmel

Gelobt sei Gott, 
der mein Gebet nicht verwirft 
noch seine Güte von mir wendet.

Psalm 66,20

Rogate, betet! So lautet der Name des Sonntags und der ganzen Woche, die am 9. Mai beginnt. Denn jedes Gebet, da ist sich Jesus Sirach sicher (Jes Sir 35,16-22a), reicht bis in die Wolken, ja durchdringt sie sogar, bis es schließlich bei Gott ankommt.

Jesus Sirach stellt sich Gott also im Himmel vor. Der ist bekanntlich überall und Gott damit auch. Das war im alten Israel keine Selbstverständlichkeit. Wenn man dort nach oben blickte, um Gott zu suchen, schaute man meistens zum nächsten Berg. Dort, so glaubte man, wohnt ein Gott auf dem Gipfel, kümmert sich ums Wetter, manchmal auch um die Leute und schleudert Blitze.

Wolken über Kloster und Kirche

Es waren die Juden, die damit aufräumten und erklärten, dass Gott mehr als ein Götze auf dem Hügel ist, sondern Himmel und Erde aus dem nichts geschaffen hat und damit gleichsam über allem steht.

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Fischweiber

Das Buch mit Pfingstrosen und Osterkerze.

Fischweiber – so hätte man früher eine feministische Zeitschrift nennen können. Unsere hieß damals Schlangenbrut, das ging vom Sound in eine ähnliche Richtung. Fischweiber stehen für laute, dreiste und dabei sehr gewöhnliche Frauen. „Frech wie ein Fischweib“ sagte Ben Tipton über seine Frau Minna Tipton im „kleinen Lord“, als er sie enttarnte.

Aber erst, seit ich das Buch „Demokratie. Eine deutsche Affäre“ von Hedwig Richter las, weiß ich, dass es die Fischweiber zu Zeiten der Französischen Revolution wirklich gab. Sie waren Marktfrauen ‚aus den Pariser Arbeitervierteln, die nach Versailles zogen, um die Senkung der Brotpreise zu fordern‘.

Doch nicht nur diese Damen hatte Richter im Blick, als sie über die Demokratiegeschichte in Deutschland vom 18. Jahrhundert bis heute schrieb. Sie schaute auf Frauen in allen Epochen und zwar sowohl auf die, deren Leben Richter in ihrem Buch nachzeichnete und einordnete, als auch auf die, deren Forschung sie dabei heranzog. Noch nie ist es mir so aufgefallen, dass Frauen ganz selbstverständlich genannt und beteiligt waren und zwar ohne jedes Tamtam. Es las sich ganz anders als sonst.

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Rindfleisch mit Zwiebeln

Rindfleisch mit Zwiebeln, Vollkornreis und Trümmergurkensalat

Ich bin sonst nicht so rindfleischig. Ab und zu ein Filetsteak (zu Ostern gab’s Wagyu) oder gemischtes Gulasch mit Nudeln und Apfelmus, das war’s eigentlich. Selbst beim Chinesen bestelle ich kein Rind. Darum weiß ich auch nicht, was mich geritten hat, als ich Rindfleisch mit Zwiebeln ausprobieren musste. Das Ganze ist eine Mischung aus mehreren Rezepten, die ich mir im Internet angesehen hatte und ging schließlich so:

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