Florilegium

Den Frühling beschließen und Ostern gleich mit: Das Osterparadox.

Sexuelle Gewalt (CW!) während der Kreuzigung Jesu und den Martyrien der Heiligen; man ist diese Geschichten so gewohnt, dass es einem gar nicht (mehr) auffällt.

Margarete Stokowski hat die wichtigsten Basics zusammengetragen: Wie können Männer Feministen sein?

Esther erinnert sich an Notre Dame.

Joana kann super spucken, findet das aber ekelig oder sexy oder beides.

Worauf wir in der Passionszeit warten oder wo „Blowin‘ in the Wind“ herkommt:

Iudica

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Der Start in den Sonntag begann morgens im Schwimmbad. Das ist für mich ziemlich ungewöhnlich, weil ich dann normalerweise Gottesdienst halte oder froh bin, nicht vor die Tür zu müssen. Aber ich wollte während des Fastens noch das Hallenbad im Nachbarbezirk ausprobieren und konnte mir um diese Uhrzeit sicher sein, niemanden zu treffen, den ich dabei nicht treffen wollte. Die Schwimmhalle ist sehr klein und freundlich, nur die schmalen Drehkreuze am Eingang und die Waschräume finde ich ziemlich unüberlegt. Es gibt keine Verbindungstür vom Duschraum zu den Waschbecken und Toiletten, was geradezu herausfordert, unter der Dusche zu bleiben, obwohl man eigentlich woanders hin müsste.

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Laetare

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Wie gewonnen, so zeronnen – zumindest, was den Schlafrhythmus betrifft. Da ich den Großteil meiner Termine selbst festlegen kann, schlafe ich zur Zeitumstellung immer auf einen frühen Zu-Bett-Rhythmus hin. Doch kaum hat die Umstellung samt ein paar unvermeidlichen Frühterminen stattgefunden, ist alles wieder perdu und meine innere Zurechtschlafung verhindert nur noch das Schlimmste. Ich möchte daher gerne dauerhaft zur normalen Winterzeit zurückkehren, mit der ich viel besser klarkomme. An der Entscheidung für die ewige Sommerzeit fürchte ich außerdem das Gejammere derer, die sie wegen der abendlichen Helligkeit unbedingt haben wollen, bis sie merken, dass sie dafür regelmäßig im Winter morgens bis halb zehn im Dunkeln hocken.

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Oculi

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So langsam habe ich ausgeschlafen. Mittagsschlaf halte ich im Moment gar nicht mehr, außer wenn ich mit den Gottesdiensten dran war, aber das mache ich traditionell immer, das ist etwas Anderes. Nachts bin ich jetzt wieder bei plus/minus sieben Stunden Schlaf angekommen, zum Ende der Woche waren es acht. Wobei „ausgeschlafen“ nur meinem körperlichen Empfinden gilt. Mein Wesen bleibt bei einem Schlafbedürfnis von mindestens acht, bisweilen sogar neun Stunden so wie früher. Ich weiß von Leuten in meinem Alter, die aufstehen, wenn sie nicht mehr weiter schlafen können. Für mich ist das nichts, ich brauche acht Stunden Ruhe. Wenn ich eher aufwache, döse ich noch im Dunkeln. Und da ich als Morgenmuffel ohnehin eine ziemlich lange Anlaufphase habe, bin ich beim Aufstehen meistens schon zwei Stunden wach.

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Aus dem Fenster und ins Internet geguckt

Das war’s, was ich heute den ganzen Nachmittag gemacht habe: Aus dem Fenster und ins Internet geguckt. Es war so herrlich wenig los, außerdem träumte ich vom Geschmack meiner ersten Virgin Colada, die ich zum Mittagessen trank. Wäre das nicht in der großen Stadt nebenan gewesen, ich hätte später noch eine genommen. Jetzt beginnt langsam die blaue Stunde. Damit ich trotzdem beschäftigt bin, verblogge ich endlich die gelesenen und gehörten Bücher der letzten Monate:

Martensteins „Jeder lügt, so gut er kann“ (Komma von mir) las ich bereits im Oktober. martenAber das macht nichts, weil ich mir ein paar Marker ins Buch geklebt hatte. Den Anfang fand ich schleppend, danach war es martensteinig wie immer: Lustig, ein bisschen böse und oft sehr klug. Die Geschichte über die Busfahrt des Zehnjährigen ist auf beklemmende Weise berührend. So muss man Ambivalenzen erst einmal beschreiben können. Oder wie es ist, wenn Kinder groß werden und welches Bild von ihnen in den Köpfen der Eltern weiterlebt. Das so schnörkellos in einer Zeitungskolumne in Worte zu fassen, empfinde ich als Kunst. Und die mag ich besonders gern, wenn ich sie irgendwo im Alltag finde.

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Reminiscere

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Die zweite Sonntagsspeise: Es gab Berner Würstchen mit geschmorten Äpfeln und Kartoffelpüree. Die Würstchen kamen wegen des Wetters zwar wieder aus dem Backofen, waren aber trotzdem so lecker, dass ich überlege, sie demnächst noch einmal zu machen.

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