Ein Dienstag im Dezember #WmdedgT

Jeden Dienstag findet auf Teams das Dienstgespräch des Referates für Kommunikation und Fundraising (K+F) statt, in dem ich eine Viertelstelle habe. Das ist gut, weil wir im K+F eine nette Truppe sind. Aber es ist auch schlecht, weil die Sitzung schon um 9 Uhr beginnt. Ich muss also bis dahin gewaschen, angezogen und Mails gecheckt sein. Die erste Tasse Tee trinke ich, wenn das Dienstgespräch bereits läuft. Wobei ich um diese Uhrzeit sonst auch schon arbeite. Aber in Ruhe und in meinem Rhythmus und vor allem ohne Publikum.

Die Schalen mit dem Mittagessen und das Limoglas stehen mit Besteck auf einem Plastiktablett, das wiederum auf einem Bistrotisch mit shcwarzer Marmortischplatte steht. Daneben ein Dekosträußchen mit Tannengrün und roten Zierbeeren, dahinter eine hölzerne Sitzbank mit Kissen zum Anlehnen.

Das Teamgespräch dauerte heute nur eine halbe Stunde. Danach frühstückte ich ein halbes Brötchen mit Frischwurst, erledigte einigen Kleinkram am Schreibtisch und warf schließlich noch einmal einen Blick in die Unterlagen für den Konfirmandenunterricht am Spätnachmittag. Als ich damit fertig war, schlug es gerade halb zwölf. Auch insgesamt liege ich gut in der Zeit. Momentan wird wenig gestorben und ich fange wie immer bereits im Oktober mit den ersten Vorbereitungen für die Gottesdienste von Advent bis ins neue Jahr an. Das nutzte ich jetzt, verwarf spontan die Planung für den Mittag und machte mich auf zum Store an den Lavendelfeldern (ausführlicher Sommerpost hier), Geschenke kaufen und im Bistro Mittag essen. Es gab Graupenrisotto mit Champignonrahm, Romanasalat und Orangendressing als Tagesgericht, dazu hausgemachte Zitronenlimonade für gesamt nur 8,70 Euro. Köstlich und sehr sättigend.

Auf dem Weg zurück fuhr ich an der Tankstelle vorbei, kaufte Frostschutzmittel und füllte damit das Scheibenwischwasser auf. Wieder zu Hause kochte ich frischen Tee, checkte meine Mails und hatte noch ein bisschen Pause. Dann fuhr ich los Richtung Gemeinde. Unterwegs machte ich einen Schlenker zu meinem Hausarzt, wo ich ein Rezept abholte und wie gewünscht schonmal meinen Impfausweis für die Grippe-Corona-Impfungen nächste Woche reinreichte. Von dort aus schlenkerte ich weiter zum Gemeindebüro, um die Post zu sichten und eine Quittung abzugeben. Dann war Konfi.

Hier standen die Auswahl der Konfirmationssprüche und das Einsammeln der Anmeldungen und des Geldes für die Konfifreizeit auf dem Programm. Hinterher hatte ich noch ein kurzes Gespräch mit dem Jugendreferenten, da ich anlässlich einer Operation nicht mitfahren kann und gerade Stück für Stück dabei bin, ihm den Unterricht ab Januar zu übergeben.

Anschließend fuhr ich heim. Dort angekommen kochte ich zum dritten Mal Tee, bereitete den Nachmittag in der Gemeinde nach und machte die Katzenklos sauber. Zwischendrin backte ich zum Abendbrot zwei Brötchen auf, die ich mit Frischwurst und Käse belegte, begleitet von ein paar Gewürzgurken.

Heute geht die Synode der EKD per Stream weiter, die wegen des Bahnstreiks unterbrochen worden war. Der Unterbrechung folgte wenige Tage später der Rücktritt der Ratsvorsitzenden, unserer westfälischen Präses Annette Kurschus, von allen Ämtern. Es war angekündigt, dass darüber bei der Fortsetzung der EKD-Synode gesprochen werden sollte. Damit am Dienstag um 16 Uhr zu starten, wenn der Großteil der westfälischen Pfarrschaft Konfirmandenunterricht gibt, fand bestimmt nicht nur ich blöd. Dabei weiß ich natürlich, dass die westfälischen Regelungen nicht bundesweit gelten. Aber ungelegen kommen sie manch höherer Ebene in dem Fall sicher trotzdem nicht. Jedenfalls werde ich mir gleich anschauen, was es bisher geben hat und in den Stream reinzappen bzw. noch etwas im Internet bleiben. Dazu gehört auch, diesen Post über den Tag zu bloggen, wozu Frau Brüllen an jedem Fünften des Monats einlädt.


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