Ein Freitag im Juli #WmdedgT

Ich hatte mir den Wecker in der Nacht eine halbe Stunde später gestellt, denn ich schlief unruhig (Wechseljahre, diesdas), musste aber um 10 Uhr zu einer Sitzung in die Gemeinde. Zwar wurde ich wie fast immer vor dem Klingeln wach, doch die lange Anlaufphase, die ich morgens brauche, fiel deutlich kürzer aus.

Sharepic zum Konzert in dunkel türkis und im Pop Style (keine Ahnung, wie das richtig heißt, eine Mischung aus Comic und Graffiti).
© Philharmoniker

Kaum hatte ich meine Mails gecheckt und ein paar Minuten im Internet gelesen, ging es auch schon weiter, waschen, anziehen, fertig machen. Zwischendurch frühstückte ich ein halbes Brötchen mit Kasseler Aufschnitt und ein paar Schlucke Tee. Dann fuhr ich los.

Ich traf bereits eine Viertelstunde vorher ein. Als Gastgeberin wollte ich ggf. noch durchlüften und einen Gruppentisch zusammenschieben. Beides war nicht nötig, da wir wegen der Putzfrau in einen anderen Raum ausweichen mussten. Ich nahm gleich Mineralwasser, Gläser und zwei Schälchen aus der Gemeindeküche mit. Ich hatte Mini-Tomaten und Schokokekse zum Naschen mitgebracht, die ich umfüllte. Nur wenig später fingen wir auch schon an. Es wurden zwei Stunden intensiver Arbeit.

Das kleinere Becken mit den Sprungtürmen in dem Hallenbad, in das ich heute und lieber gehe.

Anschließend fuhr ich wieder nach Hause. Als ich angekommen war, traf der #DiätKater ebenfalls wieder ein. Er war heute Morgen abgehauen und auch nicht zurückgekehrt, als ich ihn gerufen und mit dem Glöckchen geklingelt hatte. Ich vermute, dass das an der Magenverstimmung lag, an der er gerade laboriert. Das Spezialfutter, das er seit fünf Wochen bekommt, schlägt zwar gut an; Schilddrüsen-, Nierenwerte und Gewicht sind einwandfrei. Aber er scheint es nicht sonderlich gut zu vertragen, wobei Magenprobleme auch ein Symptom der Schilddrüsenüberfunktion sein können. Jedenfalls brach er sein Futter in den letzten Tagen fast ganz wieder aus. Bei der Kontrolluntersuchung am Dienstag gab ihm der Tierarzt deswegen einen Magenschoner mit, den der #DiätKater 1-2 Mal täglich eingeträufelt bekommt. Das passt ihm verständlicherweise überhaupt nicht. Wenn er mich sieht, ergreift er sofort die Flucht. Ich werde ihm darum heute weder Medis noch Futter geben und erst morgen langsam wieder damit anfangen.

Hähnchen und Salat wie beschrieben und mit zwei Vierteln hartgekochtes Ei und zwei halbierten Mini-Tomaten dekoriert.

Statt dessen setzte ich mich direkt ins Homeoffice, bis ich mit den Aufgaben des Tages fertig war. Dann richtete ich mir ein Butterbrot mit dem Rest Kasseler Aufschnitt und eine große Tasse Tee. Damit läutete ich den Beginn eines predigtfreien Wochenendes und den Anfang der Sommerferien ein. Beim Endspurt in den letzten Wochen war einiges zu tun gewesen, dazu kamen viele Beerdigungen. Mir geht gerade ein bisschen die Puste aus.

Die Mittagspause währte nicht sonderlich lang. Ich wollte nämlich zu einer Stunde Aquajoggen ins Hallenbad. Das mache ich freitags ohnehin gerne, um den Stress der Woche hinter mir zu lassen. Hinzu kam, dass das Schwimmbad ab Montag bis Mitte Oktober wegen Renovierung geschlossen wird. Es war also ein kleiner Abschiedsschwumm. Bis Herbst werde ich auf das näher gelegene Hallenbad ausweichen, in das ich auch zur Aquagymnastik gehe. Aber dort gibt es nur kurze Bahnen und den Schwerpunkt Familienschwimmen, kreuz und quer in allen Becken. An Freibädern habe ich kein Interesse.

Der tanzende Mann vor der Bühne, das Orchester im Hintergrund. Er ist groß, schwarz gekleidet, mit Cappy und einem roten und einem weißen Turnschuh.

Wieder zu Hause stellte ich den Römertopf in den Ofen. Für heute und morgen hatte ich Hähnchenkeulchen mit pinkem Kartoffel-Beete-Salat geplant. Den bereite ich normalerweise vegan zu. Aber da ich noch reichlich Mayonnaise mit Ei sowie Sauermilchprodukte im Kühlschrank hatte und es ohnehin Geflügel gab, machte ich den Salat gestern Abend schon vegetarisch an. Bis die Keulchen fertig waren und danach, las ich im Internet und trank Tee. Endlich hatte ich eine ganze Kanne gekocht.

Gegen 18 Uhr checkte ich noch einmal das Telefon; das Radio hatte ich schon etwas eher eingeschaltet. Ich interessiere mich nur rudimentär für Fußball und steige in große Turniere frühstens zum Viertelfinale ein. Auch heute hörte ich die erste Halbzeit nur nebenbei. Lieber fuhr ich gegen 19 Uhr in die Stadt. Die hiesige Philharmonie gab ein freies Open-Air-Konzert mit Zeichentrickfilm-Musik. Es war großartig! Melodien der Zeichentrickserien von früher erkannte ich sofort, die Stücke aus den neueren Disney-Filmen wurden angesagt. Vor der Bühne tanzte dazu ein Mann mit abgetretenen, zweifarbigen Schuhen. Er hatte allerhand Requisiten dabei: Eine kleine Grillzange als Querflöte, einen Strohbesen als Gitarre, ein Staubsaugerrohr, einen Schal, eine Plastikflasche. Wunderbar. Das Bild, das ich von dem Konzert einfügte, zeigt ihn beim Tanz am Rand der Bühne. Ein Foto mitzubringen, hatte bei meinem Opernbesuch im Mai schon gut geklappt. Der fand ebenfalls am Fünften des Monats statt, wenn Frau Brüllen wie üblich zum Verbloggen der Tagesereignisse einlädt, so wie heute wieder.


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