Der Ereignisse, die zum Rücktritt der vormaligen Präses und Ratsvorsitzenden der EKD Annette Kurschus geführt hatten, wurden im Auftrag der westfälischen Landeskirche von der Unternehmensberatung Deloitte untersucht. Bereits im Mai wurden die Ergebnisse mit Rekonstruktion der Abläufe sowie Handlungsempfehlungen in einem 70seitigem Bericht als Pdf auf der Website der Landeskirche veröffentlicht. Das fand ich respektabel, soweit man das in Zusammenhängen von mutmaßlichem sexuellem Mißbrauch überhaupt so bezeichnen kann.
In diesem Sommer nehme ich wohl alles mit. So ziemlich jede:r, der mir das Leben schwermachen kann, hat auf meine Knöpfe gedrückt. Und jedes Mal, wenn ich dachte, jetzt bin ich mit allem durch, kam der Nächste an. Leider kann ich nicht ins Detail gehen, aber was hier aktuell geschieht, ist abgefahren. Zusammen mit weiteren Betroffenen hoffe ich auf einen glücklichen Ausgang und werde irgendwann berichten.
Gestern Mittag holte ich ein Paket beim Nachbarn ab. DHL hatte es dort abgegeben, obwohl ich in der App vermerkt hatte, Lieferungen nur an mich zuzustellen. Danach fuhr ich schwimmen. Das hatte am Wochenende nicht geklappt, weil am Schwimmbad ein Rohrbruch war. Als ich zurückkam, stand der Amazon-Transporter noch vor der Tür, zusammen mit der Polizei und weiteren Leuten. Der Fahrer hatte auf dem Parkplatz einen der Parkbügel umgenietet. Das wiederum war deswegen von Vorteil, weil er das Buch, das ich bestellt hatte, so fest in den Briefkasten gestopft hatte, dass ich es nicht mehr herausbekam. Also bat ich ihn, es herausziehen, wobei er Verpackung und Buch ebenfalls beschädigte.
Ich habe eine schreckliche Woche hinter mir. Sie dauerte zwölf lange, bescheuerte Tage, strikt nach Murphys Gesetz, dienstlich, privat, überall. Jetzt ist sie vorbei und ich hoffe, dass vorerst keine neuen Schrecklichkeiten folgen. Zum Glück hatte ich heute keine Termine. Zwar checkte ich meine Mails und kann via App sehen, falls jemand dienstlich auf Band spricht, aber ansonsten nahm ich den Tag frei.