
Um 6 Uhr wachte ich auf, versuchte, mich noch einmal umzudrehen, vergeblich. Also glitt ich langsam in den Tag. Guckte ins Internet, wo Instagram auf dem iPad plötzlich aussah wie TikTok (schade) und checkte meine Mails. Dann kochte ich Tee und aß zwei frühe Toasts, mit Mayo bestrichen und mit Bratenaufschnitt belegt. Später kam noch ein kleines Mettwürstchen hinzu. Weil ich halb müde, halb wach nichts anfangen konnte, fuhr ich für eine Stunde ins Schwimmbad. Danach ging es besser, aber ich fühlte mich immer noch schlapp.
Zum Glück war es ruhig. Diese Woche kam zu der Beerdigung gestern keine weitere herein und der Schreibtisch sah auch gut aus. Möglicherweise könnte ich bereits am Mittag den Anrufbeantworter zu einem dienstfreien Wochenende einschalten. Eine Pfarrerin muss, vor allem wegen der Trauerfälle, täglich erreichbar sein. Ohne Urlaub darf sie sich in Westfalen nur ein Mal im Monat für 48 Stunden am Stück aus dem Dienst entfernen. Das muss genehmigt werden und sie braucht eine Vertretung. Sonst hätte man zwar frei, müsste aber mindestens morgens und abends auf den AB gucken und bei Bedarf zeitnah verfügbar sein. Unser Springer übernimmt dieses Wochenende die Jubelkonfirmation, weil wir in der Gemeinde bei der Jahresplanung dachten, dass ich da schon Urlaub hätte. Das ist anders gekommen, mein Urlaub beginnt erst in 14 Tagen. Wir ließen das Wochenende trotzdem, wie es ist. Dafür fliege ich an Erntedank zu Gottesdienst und Gemeindefest aus dem Frei ein. Das passte uns allen besser. Und wenn der Kollege schonmal da ist, kann ich auch den Anrufbeantworter einschalten. Wahrscheinlich bin ich deswegen so KO, nach den strammen Wochen, die hinter mir liegen.

Aus dem Schwimmbad zurück kramte ich noch ein bisschen herum, räumte die Spülmaschine aus und fütterte den #DiätKater. Als dienstlich nichts weiter eingetrudelt war, schaltete ich am Mittag die Voicemail auf Ansage um. Das hatte ich natürlich mit dem Springer vorher abgesprochen. Danach zog ich mich an, um zu Bento San zu fahren. Dort gibt es leckere Menus, die nicht so wuchtig sind. Ich mag am liebsten Chicken Teriyaki mit Reis und Salat. Dazu wurde ein Schälchen Tomatensuppe als Vorspeise und ein Gläschen Schokoladenpudding zum Nachtisch gereicht. Neben dem Restaurant ist ein Bäcker, von dem ich noch einen Pflaumendatschi und ein halbes Bauernbrot mitnahm. Im Edeka holte ich außerdem ein Schälchen Mett. Damit wäre der Speiseplan für heute vollständig.
Zu Hause setzte ich eine frische Kanne Tee auf und warf mich in Schlumpfklamotten. Den Nachmittag vergammelte ich komplett. Erst am Abend hatte ich wieder etwas vor: Michael Mittermeier ist mit seiner Tour „Flashback – Die Rückkehr der Zukunft“ unterwegs und kommt heute in Bünde vorbei. Laut Programm reist er mit der Zeitmaschine seines Opas und verspricht: „Ich weiß, was Du nächsten Sommer getan haben wirst…“ Als ich die Eintrittskarte kaufte, hatte ich im Gegensatz dazu gar nicht an mein freies Wochenende gedacht. So passte es jetzt doppelt gut. Michael Mittermeier (Foto) live zu sehen, stand schon ganz lange auf meiner Liste. Vorher veröffentlichte ich noch diesen Post über meinen Tageslauf, den zu verbloggen Frau Brüllen an jedem Fünften des Monats einlädt. Bald darauf fuhr ich los. Voller Vorfreude!
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