
Die letzte Semesterwoche habe ich in Ruhe hinter mich gebracht. Ich glaube, das lag auch an der RSV-Impfung. Ich war die ganze Woche leicht schädelig und habe sehr fest und sehr viel geschlafen. Dann war Urlaub. Der verlief genau so ruhig. Wobei ich die erste Woche brauchte, bis ich mit Albträumen durch war und auch tagsüber das Hirn ein bisschen freier wurde. Erst nach zehn Tagen war es endlich so weit, dass ich ein Buch zur Hand nehmen und zu Ende lesen konnte.
Ansonsten habe ich vorbereitet, was vorzubereiten war: Absprachen, Verfügungen, Hörgeräte-Check-up, Apotheke, Mani- und Pediküre, Einkäufe, heute Rewe-Lieferung und Friseurin. Ich schleppte alles ran bzw. ließ alles liefern, was ich regelmäßig brauche. Als die eine Operation schief ging und ich drei Monate das Bett hüten musste, hat sich das sehr bezahlt gemacht; nach der Folge-OP zum wieder Reinkommen ebenfalls. So oder so muss ich mir um das ganze Geraffel erstmal keine Gedanken machen und wie es mit Heben ist, weiß ich auch noch nicht. Alles auf Termin zu besorgen, war trotzdem nervig. Dafür habe ich jetzt 18 Kartons Katzenstreu und 144 Dosen Schilddrüsenfutter in der Hütte. Das reicht für vier Monate.
Laut dem Professor liegt die Erfolgsquote für die OP nur bei 50 %, aber der Eingriff selbst sei „überhaupt kein Problem“. Es bleibt abzuwarten, wie es wird. Verschlechtern kann ich mich durch die Aktion jedenfalls nicht. Nur auf der Station gab es eine Pflegerin, die mich in den drei Tagen, als ich nach OP 2 nicht aufstehen durfte, ständig schikaniert hat: Unter Druck gesetzt, Nebenwirkungen auszuhalten, meine Nachthemden auf die Erde geworfen, freche Antworten gegeben usw. Ich hatte damals beim Entlassgespräch mit einem Pfleger und Frau K. schon einiges dazu gesagt, aber es kommt trotzdem wieder hoch. Also Telefonat mit Frau K., weitere Stories berichtet. Es geht jetzt so weiter, dass es völlig OK ist, wenn ich mich von dieser Pflegerin nicht mehr anfassen lassen will und dass ich Frau K. sofort anrufen soll, wenn wieder irgendetwas passiert. Frau K. ist ja ihrerseits Krankenpflegerin und stellvertretende Stationsleitung. Das wird im Fall der Fälle nicht witzig und hätte mir meinerseits eine Ansage verschafft, wenn ich mit der Pflege nicht angemessen umgegangen wäre. Aber das war eben nicht der Fall.
Beim Hörgeräte-Check-up erfuhr ich, dass man nicht nur einzelne Frequenzen leiser oder lauter stellen, sondern auch die verschiedenen Lautstärken „laut, mittel, leise“ anpassen kann. Der Verlust des Wallets bei Max Raabe war nicht das einzige Mal, wo ich merkte, dass ich auf der kurzen Strecke schlechter höre, obwohl ich sonst das Gefühl habe, dass die Hörgeräte gut eingestellt sind. Deswegen hat der Akustiker die Ebene „leise“ um 2 dB angehoben. Ich soll ausprobieren, wie ich damit zurecht komme. Nun habe ich zu Hause wenig akustische Abwechslung, doch zu viel sind diese 2 dB bisher nicht.
Dann rief noch die Suptur an. Weil ich offiziell im Frei bin, ist der Anrufbeantworter eingeschaltet. Aber ich sah die Nummer und da ich vor dem Krankenhaus nächste Woche alles in Ordnung haben möchte, meldete ich mich zurück. Es handelte sich um eine Angelegenheit in der Kommunikation und das Planungsgespräch nach dem Kontaktstudium. Mir ging dazu meinerseits einiges durch den Kopf, für das ich jetzt einen festen Termin habe. Bis dahin kann ich es abhaken.
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