Ein Donnerstag im März #WmdedgT

Ein großer, dunkler Baum, dahinter der See und dahinter das hügelige Ufer mit Laubwald noch ohne Laub. Das Alles im milden, warmen Licht der Abendsonne.

Im letzten Monat ging es darum, dass ich auf den Klempner wartete, weil meine Klobrille kaputt gegangen war. Heute sollte er endlich die neue bringen. Wieder hatte ich sicherheitshalber den Wecker auf 7:30 Uhr gestellt. Wie beim letzten Mal wäre das nicht nötig gewesen, denn ich wurde viel früher wach. Ich stand also rechtzeitig auf, putzte noch einmal das Klo, zog mich an, setzte Tee auf und stellte mir die Kanne um Punkt 8 Uhr auf den Schreibtisch. Tatsächlich traf der Klempner dieses Mal schon um 8:25 Uhr ein. Eine halbe Stunde später war er wieder weg und ich frühstückte ein Brot mit Geflügel-Paprika-Lyoner und später ein Stückchen Mettwurst.

Das Kontaktstudium liegt mittlerweile hinter mir und ich befinde mich gerade zwischen zwei geplanten Operationen. Diese Woche bin ich zum ersten Mal seit September regulär im Dienst, bis es nächste Woche mit dem Krankenhaus weitergeht. Ich nutze die Zeit, um für den alten und den neuen Jahrgang in der Konfirmandenarbeit einiges zu organisieren und mich um den Predigtplan bis zum Ende der Sommerferien zu kümmern. Das kam in den letzten Tagen durch die Bälle, die mir zwei Frauen aus dem Presbyterium zuspielten, gut in Schwung, sodass ich nur noch auf einige Rückmeldungen warten muss. Dann bereitete ich ein Dienstgespräch vor, zu dem ich morgen mit dem Kollegen aus der Nachbargemeinde verabredet bin. Wir bieten einige Gottesdienste und seit letztem Jahr die Konfirmandenarbeit mit den Nachbarn gemeinsam an. Darum möchten wir zum ersten Mal eine gemeinsame Abschlussstunde für den Konfi und die ebenfalls erste gemeinsame Konfirmation vorbereiten. Außerdem wären die abwechselnden Gottesdienste in den Sommerferien zu besprechen. Dafür hatte ich den Predigtplan gestern schon aktualisiert. Jetzt ging es darum, Abläufe und Material für Abschluss und Konfirmation herauszusuchen und mir Gedanken zu machen, was ich mir vorstelle bzw. einbringen könnte.

Nachdem ich das erledigt hatte, kümmerte ich mich um eine Zeugenaussage, die die Kripo anlässlich der Situation im Haus angefragt hatte. Für die nächste OP waren noch einige Dinge aufzuschreiben und der Rewe-Lieferservice zu bestellen, um die Vorräte aufzufüllen. Danach ging es um ein paar Kleinigkeiten, den Dienstrucksack für morgen packen und ich war mit den Aufgaben für den Tag fertig. In einer Zwischenwoche nach so langer Zeit sammelt sich nicht viel an.

Der Teller mit Suppe, Würstchen und Brotstück auf dem Balkontisch. Im Hintergrund verschwommen der Blick auf Gebüsch, Wiese und Straße. Man erahnt einige Maulwurfshügel.

Ich fütterte den #DiätKater und wärmte mir einen Teller Erbsensuppe auf. Davon hatte ich über Nacht zwei Portionen für heute und morgen aufgetaut. Da sie recht klein waren, streckte ich sie mit einem Schuss Wasser, einem Rest Fladenbrot und je einem Bockwürstchen von der Fleischtheke. Als ich gerade auftischen wollte, trudelte eine der erwarteten Rückmeldungen ein, mit der ich mich sofort befasste. Zum Mittagessen wäre es sonst für meine Verhältnisse arg früh gewesen. So wurde es 13 Uhr, das passte besser. Ich ging mit meiner Suppe raus auf den Balkon. Anschließend legte ich mich mit einer frischen Kanne Tee aufs Sofa. Ich scrollte ein wenig durchs Internet, bis ich mich, in eine Wolldecke gewickelt, zurück nach draußen setzte.

Ich las ein bisschen, klickte mich nebenbei durchs Internet und trank weiter Tee. Zwischendurch zappte ich immer mal wieder in meine Dienstmails, doch dort war nichts los. Auch das Telefon blieb still. Vom Mittagessen waren noch etwas Suppe und die halbe Bockwurst übrig. Die mussten jetzt dran glauben, mit einigen Löffeln Heidelbeerquark hinterher. Am Spätnachmittag ging ich eine kleine Runde am See spazieren.

Wieder zu Hause kochte ich die dritte Kanne Tee. Dann veröffentliche ich diesen Post, um mich in die Schar derer einzureihen, die sich heute wieder bei Frau Brüllen zum Tagebuchbloggen versammeln. Irgendetwas zum Abendessen wird sich auch noch finden und ich gehe heute mit Buch und Podcast früh ins Bett.


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