Fast ein Jahr ist seit meinem Klagegesang vergangen. Ich war mir damals nicht sicher, ob es gut ist, meine sozialmedialen Befindlichkeiten so ungeschminkt niederzuschreiben. Aber was soll ich sagen – mir hat’s geholfen! Endlich konnte ich mit Twitter abschließen, auch wenn ich weiterhin gelegentlich reinzappe. Mich hauptsächlich in meinem Blog aufzuhalten und damit einhergehend auf Bluesky nur noch wenig Politik und schon gar keine Diskussionsbeiträge mehr zu posten, war außerdem richtig. Dann verabschiedete ich mich im September von Instagram. Die Fotos teilte ich zwischen Pixelfed fürs Schöne und Foodporn hier im Blog auf; Inhaltliches holte ich über Mastodon wieder zurück. Openvibe führt meine dortige Timeline mit der von Bluesky zusammen. Wie X behalte ich Instagram für alle Fälle. Bisher geschah es drei Mal, dass ich es aus gegebenem Anlass zum Nachlesen oder für eine Direktnachricht nutzte.
Weiterlesen „Nummer 6“Kategorie: Internet
BarCamp Kirche Online West

Elaine Rudolphi (@cathsocmedia) und ich hatten uns ewig nicht gesehen. Schnell waren wir uns einig, dass das an dem durch Elon Musk verschrotteten Twitter lag. Selbst wenn man sich nicht folgte, kam man durch Retweets und Threads immer mal wieder aneinander vorbei. Heute lautet die Frage statt dessen: „Wo bist du denn jetzt?“ Als Antwort gibt es eine Auswahl. Bei Rudolphi waren das Mastodon und Instagram. Ich entschied mich für Mastodon und folgte ihr, ohne zu zögern. Sicher ist sicher.
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Wo es in der digitalen Kirche dienstlich und/oder „contentkreativ“ zugeht, hat man sich in den letzten Jahren unausgesprochen auf Instagram als hauptsächliche Social-Media-Drehscheibe geeinigt. Dienstlich werden dort kurze Nachrichten und Veranstaltungsankündigungen auf einer Art Website light veröffentlicht. In der Content Creation gibt man sich erbaulicher und vermeintlich nahbarer, wozu auch gern der wiederkehrende Schlusssatz gehört: „Schreibt mal in die Kommentare, wie ihr das findet.“ Wie billig kann man kaufen. Hinzu kommt, dass Instagram seine Startseite auf dem iPad im Stil von TikTok umgestaltet hat: Dort sieht man jetzt nur noch Reels, darüber weiterhin die Storys im Header. Unbewegte Pics finden sich nur noch auf der zweiten Seite, die dafür gezielt angeklickt werden muss. Das Tablet ist vermutlich der Einstieg zum Testen. Auf dem Smartphone rollen sie das bestimmt bald ebenfalls aus.
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Ein Rant, zumindest wünschte ich, der Post finge an wie einer. Statt dessen geht es los mit einem Klagegesang. Das ist jetzt der vierte Beitrag zum Thema Social Media, seit Elon Musk Twitter zerlegt hat. Immer noch gucke ich mir an, wie es seit dem weitergeht. Ich versuche, im Getümmel meinen Platz zu finden und bin mit der Trauer um Twitter noch nicht fertig. Andere scheinen sich mit den neuen Umständen längst arrangiert zu haben, manche erstaunlich schnell und viele sind zufriedener als vorher. Bei mir ist das nicht so. Ich, die immer zwischen allen Stühlen sitzt, war auf Twitter zu Hause mit allem, was mich ausmacht, von zart bis hart, von fromm bis liberal, von witzig bis feinfühlig. Ich gehörte dazu, ohne dass es mir zu eng wurde oder ich jemals einsam war. Jetzt ist das nicht mehr so. Im Internet zu Hause – keine Ahnung, wo das gerade ist.
Weiterlesen „Nummer 4“BarCamp Kirche Online West

Am 24. August fand das BarCamp Kirche Online West in Bonn im Haus der Kirche statt. Wer wollte, konnte schon am Vorabend zum Meet and Greet ins John Barleycorn kommen. Ich war dafür zu müde und ging lieber früh ins Bett, um am nächsten Morgen startklar für die Ereignisse des Tages zu sein.
Weiterlesen „BarCamp Kirche Online West“Auch das noch
Jetzt ist Threads also in Europa angekommen und damit die nächste Alternative zu Twitter am Start. Zur Erinnerung: Twitter gibt es nicht mehr. Murks hat es kaputt gemacht und was X sein soll, wie er das Verbliebene jetzt nennt, weiß ich immer noch nicht. Am Anfang versuchte ich noch, es mittels blauem Haken herauszufinden. Doch der Mehrwert war minimal: Lesezeichen nach selbstgewählten Themen sortierbar, aber nicht verschiebbar; Korrekturfunktion nur bei regulären Posts und mit deutlichem Hinweis; dazu die Performance genau so ramponiert wie vorher. Das war mir auf Dauer keine 11 Euro im Monat wert. Wenn ich den Haken zurückwollte, wären es mittlerweile sogar 25 Euro. Zum Vergleich: Für das monatliche Abo der Welt-App zahle ich 10 Euro und muss noch nicht einmal selber Content liefern.
Auch mit Instagram konnte ich mich nie richtig anfreunden. Ich finde es dienstlich ganz praktisch und privat nutze ich es als Gadget für Foodporn, das war’s auch schon. Instagram ist für mich immer „Twitter für Mädchen“ (m/w/d) geblieben. Hochglänzend, oberflächlich, bisweilen fies, eben die Pferdeschwester unter den Plattformen. Wobei ein Großteil der Accounts selbst gar nichts postet, sondern nur wohlfeil mitliest.
Weiterlesen „Auch das noch“One Step beyond
Dieses Wochenende verbrachte ich zum ersten Mal länger auf Bluesky als auf TwitX. Für mich ist oder war TwitX (Twitter) meine Hauptplattform, während ich mich gleichzeitig auf Mastodon, Instagram, hier im Blog und seit neuestem auf Bluesky rumtrieb, um zu gucken, was sich dort oder bei mir entwickelt.

Doch mittlerweile geht es mir wie vielen Hochfrequenz-Twitterern: Ich würde ja weitermachen wie bisher, aber es ist fast niemand mehr da. Übrig geblieben ist meine Politbubble, allerdings ohne woke Dramaqueens und allzu linken Unsinn, was auf den ersten Blick erfreulich ist, aber meinem Interesse an einem breiten Horizont völlig zuwiderläuft. Dazu kommt ein kleiner Rest der Theobubble, von denen die Meisten ebenfalls schon länger mehrgleisig fahren.
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