Semesterende

Blick auf den Winkel des Treppenhauses, an dem zwei Wände zusammentreffen. Von der Treppe sieht man dabei nichts. Die linke Wand ist kpmplett knallrot gestrichen und verfügt über zwei quadratische Fenster mit Milchglasscheiben. An der rechten Wand hängt ein modernes, abstraktes Kunstwerk in hellen Blautönen, von dem man hier einen Ausschnitt sieht. Darunter, ebenfalls als Auschnitt, ein Schild zur Orientierung. Das Wort "Kirchengeschichte "ist ganz, die Wörter "Systematische Theologie" und "Philosophie" sind in Teilen zu lesen.
Treppenhaus zum Hörsaal der Sozietät

Die letzte Semesterwoche des Kontaktstudiums ist angebrochen und die letzten Veranstaltungen stehen an. Die Sozietät fand bereits von Freitag auf Samstag statt. Fachlich war sie streckenweise recht interessant, aber das Zeitmanagement ist nicht gut gelaufen. Das fand ich auch deswegen doof, weil es mir gesundheitlich nicht sonderlich ging, sodass ich auf regelmäßige Pausen angewiesen war und am Freitag Abend sogar eher gehen musste. Zumindest am Samstag klappte das Timing besser, aber die Schlussrunde endete für mich trotzdem mit einem Spurt zum Bus, statt mit ein paar persönlichen Worten zum Ausklang in der Gruppe.

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Da capo

Blick auf die Bühne, wo die Plätze des Orchesters aufgebaut sind. Man sieht drei Sitzplätze. Davor die üblichen Bigband-Schilder in weiß, mit dem Namen "Palast Orchester" samt Emblem in schwarz darauf. Das ganze ist vor dunklen Hintergrund in warmes Licht getaucht. Farbfotografie.

Am Mittwoch bin ich bei Max Raabe und dem Palast Orchester in der Stadthalle gewesen. Ich war gespannt, wie es verlaufen würde, ohne das Publikum zwei Stunden lang mit der ganzen Big Band zu beschallen und nicht nur Klassiker aneinanderzureihen. Aber was soll ich sagen, es war sehr, sehr gut gemacht! Leise und laute Töne, Combos und Gesamtorchester, neues Repertoire und Klassiker wechselten sich ab. Dazwischen kurze Bonmots von Max Raabe, Vorstellung der Musiker:innen, Komponist:innen, Texter:innen. Alles sehr exakt und punktgenau, ohne unterkühlt zu sein, sondern einfach gut und elegant. Auch Max Raabe live zu hören, hat mir gefallen. Die Stimme über alle Oktaven hinweg entspannt und mühelos.

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Ein Montag im Januar #WmdedgT

Blick auf meinen Schreibtisch mit Lampe, Büchern, Texten, Macbook, Tee (Schalke-Tasse und Kanne), Stiften usw. Dahinter die Fenster mit Blick Richtung Straße, Nachbarhecke und -haus.

Zum Wachwerden hatte ich heute Morgen überhaupt keine Lust. Ich blieb im Dunkeln liegen und hörte mir die Nachrichten zu Berlin und Venezuela auf Table Today an. Danach fand ich, dass im Bett bleiben eigentlich eine super Sache ist. Das sah der #DiätKater anders. Fröhlich holte er sich seine morgendlichen Streicheleinheiten ab. Sein kleiner Körper vibrierte richtig vor Glück und Zufriedenheit. Na gut, wenn das so ist. Vibrieren werde ich aber nicht, dachte ich und stand auf.

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Geschafft

"Der literarische Katzenkalender" von 2025 und der von 2026 mit einem Katzenfoto auf dem Deckblatt.

Gott Lob, die Feiertage liegen hinter mir! Die Geister der Weihnacht waren dieses Mal ziemlich präsent, das ist in den vergangenen Jahren besser gelaufen. Da war es gut, dass ich mich nach dem 4. Advent bis Silvester freiwillig zum Dienst gemeldet hatte. Die Gemeinde und ich freuten sich über das Wiedersehen. Gleichzeitig war es, als wäre ich nicht weg gewesen. Zu Heiligabend hielt ich eine besinnliche Predigt, derweil mich ein eigenartiges Gefühl überkam. Verlorengegangene Gewissheiten über Krieg und Frieden. An Silvester redete ich in Sentenzen über die alte und die neue Jahreslosung, in der „Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!“ (Offb 21,5). Neu und glänzend wie Gold, dachte ich mir. Die Lektorin und ich luden daher am Ende des Gottesdienstes noch einmal in einen großen Kreis am Altar ein. Dort bekam jede:r ein „Goldstück“, das ich mitgebracht hatte sowie einen Segen zugesprochen und überreicht, den die Lektorin auf kleine Zettel geschrieben hatte.

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Letzte Tage

Blick durch den wirklich kleinen Teeladen Richtung Schaufenster. Draußen sieht man eine Bretterwand und eine Leiter, irgendwas mit Weihnachtsmarkt. Drinnen auf der Fensterbank und links auf einem Regal Teeschalen, -kannen, gerätschaften. Oft Einzelstücke und eher im Töpferstil, also keine Porzellantassen. Davor ein Tisch mit zwei Stühlen und ebenfalls mit Teeschalen auf der Tischdecke. An der Wand ein weiteres Regal mit großen, grün-silbernen, rechteckigen Teedosen, darin der lose Tee zum Verkauf.

Als ich letzte Woche in der Stadt war, ging ich auch in den Teeladen am Klosterplatz. Da wollte ich schon seit Jahren hin, endlich gelang es. Den Vanille-Tee, den ich eigentlich kaufen wollte, gab es dort nicht. Dafür jede Menge andere weiße, grüne und schwarze Tees. Die wenigen, die aromatisiert waren, hatte die Inhaberin selbst angemischt und zwar ohne künstliche Zusatzstoffe. Statt des einen, der folglich nicht da war, nahm ich vier andere Sorten mit: Einen Assam mit zarter Malznote, einen Schwarztee aus Ruanda, der frisch aufgebrüht nach Erdbeeren schmeckt, einen Orangentee, dessen natürliches Öl ihm eine deutliche Öko-Note gibt und schließlich einen Weihnachtstee, dem einzig zerkleinerte Tonkabohnen untergemischt waren. Ich werde dort noch oft hinfahren und mich durch weitere Sorten trinken.

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Ein Freitag im Dezember #WmdedgT

Blick auf ein historisches Radio in meinem Arbeitszimmer (Philips Bi-Ampli). Links daneben drei Bücher und ein kleines, historisches Kofferradio (Teddy 4, Schaub-Lorenz). Auf dem großen Radio ein paar Blätter in einer Plastikhülle und ein Leitzordner. Rechts daneben stapeln sich ein dutzend Bücher.

Gestern am späten Nachmittag schluckte ich die letzte Tablette des Antibiotikums. Ich hatte es eine Woche lang genommen. Nach einer Erkältung plagten mich eine Kehlkopfentzündung und eine Seitenstrangangina mit schlimmem Husten und Halsweh. Das muss zwar noch weiter ausheilen, aber die Halsschmerzen sind abgeklungen und der Husten sitzt locker. Entsprechend gut habe ich endlich wieder geschlafen, bis ich heute Morgen gegen sieben erwachte. Ich kochte Tee, den ich mir wie üblich ans Bett stellte und riss die Balkontür auf. Bereits gestern hatte ich Müesli in heißem Wasser eingeweicht und einen Sojaghurt mit Heidelbeeren angerührt. Beides musste ich nur noch miteinander vermischen.

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