Ein Donnerstag im März #WmdedgT

Ein großer, dunkler Baum, dahinter der See und dahinter das hügelige Ufer mit Laubwald noch ohne Laub. Das Alles im milden, warmen Licht der Abendsonne.

Im letzten Monat ging es darum, dass ich auf den Klempner wartete, weil meine Klobrille kaputt gegangen war. Heute sollte er endlich die neue bringen. Wieder hatte ich sicherheitshalber den Wecker auf 7:30 Uhr gestellt. Wie beim letzten Mal wäre das nicht nötig gewesen, denn ich wurde viel früher wach. Ich stand also rechtzeitig auf, putzte noch einmal das Klo, zog mich an, setzte Tee auf und stellte mir die Kanne um Punkt 8 Uhr auf den Schreibtisch. Tatsächlich traf der Klempner dieses Mal schon um 8:25 Uhr ein. Eine halbe Stunde später war er wieder weg und ich frühstückte ein Brot mit Geflügel-Paprika-Lyoner und später ein Stückchen Mettwurst.

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Vorbereitungen

Bei der Friseurin vor mir auf der Ablage ein kleiner Werbe-Aufsteller mit dem Bild einer langhaarigen Frau, meine Autoschlüssel, mein Oberkörper mit schwarzem Umhang, davor halte ich das Handy.

Die letzte Semesterwoche habe ich in Ruhe hinter mich gebracht. Ich glaube, das lag auch an der RSV-Impfung. Ich war die ganze Woche leicht schädelig und habe sehr fest und sehr viel geschlafen. Dann war Urlaub. Der verlief genau so ruhig. Wobei ich die erste Woche brauchte, bis ich mit Albträumen durch war und auch tagsüber das Hirn ein bisschen freier wurde. Erst nach zehn Tagen war es endlich so weit, dass ich ein Buch zur Hand nehmen und zu Ende lesen konnte.

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Ein Donnerstag im Februar #WmdedgT

Eine Portion Suppe in einer cremefarbenen Schale auf einer Leinenserviette. Auf der Schale liegen ein blautürkises und ein rotes Ess-Stäbchen. Neben der Schale liegt ein chinesischer Suppenlöffel, ebenfalls in türkisblau, in dessen Laffe eine schwarze Winkekatze mit roten Ohren aufgedruckt ist.

Sicherheitshalber hatte ich den Wecker auf 7:30 Uhr gestellt und die Waschmaschine so programmiert, dass sie etwa eine Viertelstunde vorher ansprang. Meine Klobrille ist nämlich schon wieder kaputt, was dieses Mal nicht an mir lag. Der eine Druckknopf hat sich verklemmt, worauf auf der anderen Seite die Brille abgeplatzt ist. Da war wohl irgendwie Zug drauf, warum auch immer. Jedenfalls sollte zwischen 8:30 Uhr und 12:30 Uhr ein Klempner aus der Handwerksabteilung der Vermieterin erscheinen. Ich machte die Wohnung bereits gestern klar Schiff, damit ich mich heute früh nur besuchsfertig herrichten und die Toilette noch einmal putzen musste. Bereits um 6 Uhr wurde ich wach und drehte meine übliche Reihenfolge um:

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Semesterende

Blick auf den Winkel des Treppenhauses, an dem zwei Wände zusammentreffen. Von der Treppe sieht man dabei nichts. Die linke Wand ist kpmplett knallrot gestrichen und verfügt über zwei quadratische Fenster mit Milchglasscheiben. An der rechten Wand hängt ein modernes, abstraktes Kunstwerk in hellen Blautönen, von dem man hier einen Ausschnitt sieht. Darunter, ebenfalls als Auschnitt, ein Schild zur Orientierung. Das Wort "Kirchengeschichte "ist ganz, die Wörter "Systematische Theologie" und "Philosophie" sind in Teilen zu lesen.
Treppenhaus zum Hörsaal der Sozietät

Die letzte Semesterwoche des Kontaktstudiums ist angebrochen und die letzten Veranstaltungen stehen an. Die Sozietät fand bereits von Freitag auf Samstag statt. Fachlich war sie streckenweise recht interessant, aber das Zeitmanagement ist nicht gut gelaufen. Das fand ich auch deswegen doof, weil es mir gesundheitlich nicht sonderlich ging, sodass ich auf regelmäßige Pausen angewiesen war und am Freitag Abend sogar eher gehen musste. Zumindest am Samstag klappte das Timing besser, aber die Schlussrunde endete für mich trotzdem mit einem Spurt zum Bus, statt mit ein paar persönlichen Worten zum Ausklang in der Gruppe.

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Da capo

Blick auf die Bühne, wo die Plätze des Orchesters aufgebaut sind. Man sieht drei Sitzplätze. Davor die üblichen Bigband-Schilder in weiß, mit dem Namen "Palast Orchester" samt Emblem in schwarz darauf. Das ganze ist vor dunklen Hintergrund in warmes Licht getaucht. Farbfotografie.

Am Mittwoch bin ich bei Max Raabe und dem Palast Orchester in der Stadthalle gewesen. Ich war gespannt, wie es verlaufen würde, ohne das Publikum zwei Stunden lang mit der ganzen Big Band zu beschallen und nicht nur Klassiker aneinanderzureihen. Aber was soll ich sagen, es war sehr, sehr gut gemacht! Leise und laute Töne, Combos und Gesamtorchester, neues Repertoire und Klassiker wechselten sich ab. Dazwischen kurze Bonmots von Max Raabe, Vorstellung der Musiker:innen, Komponist:innen, Texter:innen. Alles sehr exakt und punktgenau, ohne unterkühlt zu sein, sondern einfach gut und elegant. Auch Max Raabe live zu hören, hat mir gefallen. Die Stimme über alle Oktaven hinweg entspannt und mühelos.

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Ein Montag im Januar #WmdedgT

Blick auf meinen Schreibtisch mit Lampe, Büchern, Texten, Macbook, Tee (Schalke-Tasse und Kanne), Stiften usw. Dahinter die Fenster mit Blick Richtung Straße, Nachbarhecke und -haus.

Zum Wachwerden hatte ich heute Morgen überhaupt keine Lust. Ich blieb im Dunkeln liegen und hörte mir die Nachrichten zu Berlin und Venezuela auf Table Today an. Danach fand ich, dass im Bett bleiben eigentlich eine super Sache ist. Das sah der #DiätKater anders. Fröhlich holte er sich seine morgendlichen Streicheleinheiten ab. Sein kleiner Körper vibrierte richtig vor Glück und Zufriedenheit. Na gut, wenn das so ist. Vibrieren werde ich aber nicht, dachte ich und stand auf.

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Geschafft

"Der literarische Katzenkalender" von 2025 und der von 2026 mit einem Katzenfoto auf dem Deckblatt.

Gott Lob, die Feiertage liegen hinter mir! Die Geister der Weihnacht waren dieses Mal ziemlich präsent, das ist in den vergangenen Jahren besser gelaufen. Da war es gut, dass ich mich nach dem 4. Advent bis Silvester freiwillig zum Dienst gemeldet hatte. Die Gemeinde und ich freuten sich über das Wiedersehen. Gleichzeitig war es, als wäre ich nicht weg gewesen. Zu Heiligabend hielt ich eine besinnliche Predigt, derweil mich ein eigenartiges Gefühl überkam. Verlorengegangene Gewissheiten über Krieg und Frieden. An Silvester redete ich in Sentenzen über die alte und die neue Jahreslosung, in der „Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!“ (Offb 21,5). Neu und glänzend wie Gold, dachte ich mir. Die Lektorin und ich luden daher am Ende des Gottesdienstes noch einmal in einen großen Kreis am Altar ein. Dort bekam jede:r ein „Goldstück“, das ich mitgebracht hatte sowie einen Segen zugesprochen und überreicht, den die Lektorin auf kleine Zettel geschrieben hatte.

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