Reminiscere

Vor mir auf dem Tisch ein ovaler Teller mit Emblem: Hofbräu am Alten Rathaus Bielefeld. Darauf zwei Scheiben Schweinebraten, drei Stück geröstete, krosse Schwarte, zwei Knödel auf Sauerkraut. Dahinter auf dem Tisch der Fastenkalender, am Sonntag Reminiscere aufgeschlagen und fürs Foto mitgeschleppt; ein Schälchen Krautsalat aus gehobeltem Kraut; ein Glas Assamtee; ein Bierhumpen mit Servietten und Besteck. Im Hintergrund der Blick ins Lokal: Leute an Tischen.

Der Sonntag begann mit Gottesdienst und Kirchkaffee, wo ich zwei Gläser Milch trank und den Kuchen wegließ. Danach brachte ich meine Sachen nach Hause und fuhr in die Stadt zum Hofbräuhaus im Ratskeller, um die Sonntagsspeise einzunehmen. Es gab Krustenbraten mit zweifach Kraut, dazu ein Glas Assamtee. Das bestelle ich dort auch ohne Fastenzeit nach der Kirche öfter. Allerdings ist die Portion Krautsalat seit Jahresanfang kleiner, um Geld zu sparen, wie die Bedienung zugab. Speckwürfel sind auch keine mehr drauf, weil das dem Ostwestfalen nicht schmeckt. Schade.

Weiterlesen „Reminiscere“

Invocavit

Das Spaghettieis mit den runden Waffeln zum Abdecken oben drauf auf meinem Wohnzimmertisch, mit einem Teelöffel, einem Buch, dem Fastenkalender und einer Vase mit Tulpen drumherum. Im Hintergrund mein Sekretär und das Kruzifix an der Wand.

Der erste Passionssonntag begann als predigtfreier Wochenanfang, begleitet von der Frage: Was soll ich essen? Weil jeder Sonntag ein kleines Osterfest ist, ist da nämlich Fastenpause. Zwar bleibe ich beim Verzicht, gestehe mir aber eine maßvolle Ausnahme zu, solange sie nicht Alkohol oder Pommes enthält. Passend zum Sonnenschein, während ich gleichzeitig zu faul war, irgendwo einzukehren, entschied ich mich für ein Spaghettieis mit Sahne als erstem Eis des Jahres aus der Eisdiele.

Weiterlesen „Invocavit“

Aschermittwoch im März #WmdedgT

Drei sehr bunte gotische Fenster in der Apsis. Davor hängt ein goldenes Kruzifix.

Heute ist Aschermittwoch, der Beginn der Fastenzeit. Den hatte ich mir nach der zweiten Operation als Stichtag gesetzt. Ich begann im Januar wieder zu arbeiten und ließ es ansonsten langsam angehen. Über genug zu tun hatte ich schon mehrfach berichtet. Nun wird es außerdem Zeit, den inneren Schweinehund wieder anzuleinen. Ich habe zwar keine Ahnung, ob oder wie mir das gelingt, aber anfangen möchte ich.

Weiterlesen „Aschermittwoch im März #WmdedgT“

Der erste Batzen

Der erste Batzen des Jahres liegt hinter mir. Das war vor allem die Rückkehr auf die Arbeit vor sechs Wochen, wo gleich viel los war. Nachdem wir den letzten Jahrgang ausfallen lassen mussten, gehörte dazu auch, dass wir im vergangenen Jahr ein neues Konzept für die Konfirmandenarbeit erstellt hatten: Zusammen mit der Nachbargemeinde; nur noch für ein Jahr, statt wie früher für zwei und stärker angedockt an die gemeindliche Jugendarbeit des CVJM.

Der Ambo (das Lesepult) im Gemeindesaal mit meinen Sachen drauf: Papiere, Stifte. Ein Teil der Papiere ist leuchtend gelb (ich hatte die noch im Drucker). Im Hintergrund die noch leeren Stühle in Reihen.

Letzte Woche Dienstag fand schließlich der Info-Abend mit Anmeldung für Jugendliche und Eltern statt und wurde zum Erfolg. Der neue Jahrgang startet im Mai mit zwölf jungen Leuten aus elf Familien. Das ist für zwei recht kleine, großstädtische Innenstadtgemeinden ein ordentlicher Rücklauf.

Weiterlesen „Der erste Batzen“