Seit drei Wochen ist die Enkelin ein Schulkind und gestern fand ein Tag der offenen Tür statt. So konnte sich Oma Pressepfarrerin abseits ihres großmütterlichen Lampenfiebers bei der Einschulung alles noch einmal in Ruhe angucken und zeigen lassen.
Die Enkelin hat sich gut in die Schule eingefunden. Die Kinder haben jetzt nicht mehr „Sprache“, sondern von Anfang an „Deutsch“; der Religionsunterricht ist per se ökumenisch (was ich befürworte) und die Klassenzimmer sind so schön und ideenreich gestaltet, dass es eine Freude ist.
Die Hoffnung beim letzten Mal, dass ich schnell genesen würde, weil ich den Zenit der Coronainfektion bereits überschritten hätte, erfüllte sich nicht. Statt dessen bekam ich am nächsten Morgen hohes Fieber und mein Hausarzt schrieb mich für zwei Wochen krank.
Als die verstrichen waren, fuhr ich ein paar Tage zu je einem lange geplanten privaten und kirchlichem Termin und zack, waren drei Wochen um. Zu der Hochzeit, auf die ich mich so gefreut hatte, konnte ich leider nicht.
Am 24. August fand das BarCamp Kirche Online West in Bonn im Haus der Kirche statt. Wer wollte, konnte schon am Vorabend zum Meet and Greet ins John Barleycorn kommen. Ich war dafür zu müde und ging lieber früh ins Bett, um am nächsten Morgen startklar für die Ereignisse des Tages zu sein.
Seit letzten Herbst hat sich einiges angehäuft: Bücher, CDs, eine DVD und sogar ein Bob-Dylan-Quiz. Ich habe noch gar nicht alles gelesen, geschweige denn das Quiz ausprobiert. Anderes wiederum ist bereits durchgenommen, aber Lust es zu verbloggen, hatte ich aus unterschiedlichen Gründen trotzdem nicht. Immerhin kann ich festhalten, dass ich mich nicht nur dem Internet und den Aktenordnern zuwende, sondern auch anderen Informationsträgern. Zwei Bücher und zwei Mal Musik mochte ich besonders:
Als ich erwachte, war es fast 9 Uhr. Das erstaunte mich, denn ich hatte vor Mitternacht Licht ausgemacht und gestern Spätnachmittag ein Schläfchen gehalten. Trotzdem fühlte ich mich bleischwer und hatte wieder Kopfschmerzen, wie die letzten Tage schon. Doch ich rappelte mich auf, begann den Tag, kochte Tee und setzte mich mit einem Käsebrot und einem Mettwürstchen fürs Frühstück an den Schreibtisch. Aber so richtig geheuer war mir das nicht; der Rachen so kratzig, die Füße so kalt und immer noch der Kopf.
Also machte ich einen Coronatest und legte ihn irgendwo auf den Schreibtisch, wo ich ihn erstmal vergaß, weil sich eine Bestatterin meldete. Doch als er mir wieder ins Auge fiel, war er mit leichtem Strich positiv. Verdammte Axt. Beim zweiten Test war es sogar noch deutlicher. Das passte zwar zu meinem Krankheitsgefühl, trotzdem waren die Kits schon länger abgelaufen. Darum rief ich in der Apotheke an, hörte, dass sie frische Tests vorrätig hätten, stülpte mir eine Maske über, fuhr hin und brachte von dort gleich Nasenspray mit. Natürlich war auch der dritte Abstrich positiv.