Was bisher geschah

Die zwei Wochen Urlaub Anfang November waren dringend nötig. Ich vergammelte sie nahezu vollständig im Bett, immerhin las ich ein gutes Buch dabei und fing in der zweiten Woche selbst wieder an zu schreiben.

Das ausgebürstete Katzenfell zu Füßen der Hundefriseurin, die es mit dem Gummibesen zusammenfegt.

Eine Ausnahme machte ich für Marie-Agnes Strack-Zimmermann, die zu einem Vortrag nach Bielefeld gekommen war und eine weitere für den #NeoKater, der zur Hundefriseurin musste. Die bürstete fast eine ganze weitere Katze aus ihm heraus, was der #NeoKater zugedröhnt und darum in stoischer Genervtheit über sich ergehen ließ.

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Ein Dienstag im Dezember #WmdedgT

Jeden Dienstag findet auf Teams das Dienstgespräch des Referates für Kommunikation und Fundraising (K+F) statt, in dem ich eine Viertelstelle habe. Das ist gut, weil wir im K+F eine nette Truppe sind. Aber es ist auch schlecht, weil die Sitzung schon um 9 Uhr beginnt. Ich muss also bis dahin gewaschen, angezogen und Mails gecheckt sein. Die erste Tasse Tee trinke ich, wenn das Dienstgespräch bereits läuft. Wobei ich um diese Uhrzeit sonst auch schon arbeite. Aber in Ruhe und in meinem Rhythmus und vor allem ohne Publikum.

Die Schalen mit dem Mittagessen und das Limoglas stehen mit Besteck auf einem Plastiktablett, das wiederum auf einem Bistrotisch mit shcwarzer Marmortischplatte steht. Daneben ein Dekosträußchen mit Tannengrün und roten Zierbeeren, dahinter eine hölzerne Sitzbank mit Kissen zum Anlehnen.
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Da draußen sind Leute

Der kirchliche Irrglaube, dass die Dinge wie gewünscht funktionieren, wenn man nur auf der innerkirchlichen Marschroute mit ihren Sitten, Gebräuchen und Sprachregelungen bleibt, hält sich in Westfalen immer noch hartnäckig. Legendär, wie man damals einer Mahnwache mit einem Verwaltungsbeschluss kam und sich wunderte, dass das nichts fruchtete, im Gegenteil. Das ist zugegeben lange her, die Fortbildungen in Krisen-PR, die das nach sich zog, aber offenkundig auch. „Da draußen sind Leute, denen euer Ringelpiez egal ist“, möchte man aufs Neue rufen. Doch zu spät. Der vormaligen Präses Annette Kurschus wurde das zum Verhängnis.

„Die Evangelische Kirche von Westfalen und die Evangelische Kirche in Deutschland sind seit Jahren der Mittelpunkt meines Lebens. Nicht nur meine Tage, auch mein ganzes Denken und Handeln sind davon bestimmt.“ So begann Kurschus ihre Abschiedserklärung. Als Pfarrerstochter wurde sie in diesen Mittelpunkt direkt hineingeboren, ihren Dienst versah sie vom Vikariat bis zur Präseswahl einzig in Siegen. Wohlgemerkt, die Kirche, nicht Gott oder Jesus ist es, der Kurschus ihr „ganzes Denken und Handeln“ widmet. Wobei es im gegebenen Anlass auch nicht um göttliches Heilshandeln, sondern um den eigenen Wirkungskreis ging. Eine Menge Pfarrer:innen in fortgeschrittener Amtszeit denken irgendwann, dass sich die Erde nicht um die Sonne, sondern um sie und ihren Dienstsitz dreht. Nur sind da draußen eben Leute und die sehen die Welt ganz anders.

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Blumenkönigin

Das hätte ich nie gedacht, dass mir mal ein ganzer Asterix gewidmet wird. Aber nun ist es doch so gekommen. Schön ist er geworden und lustig dazu. Schon klar, natürlich nicht so wie die ersten zwei dutzend Bände, aber von den neueren auf jeden Fall einer der richtig guten. Nur dass männliche Wildschweine Keiler, nicht Eber heißen, hätte ich anzumerken. So viel Jägerlatein sollte man können. Ansonsten lehne ich mich glücklich zurück: „Die weiße Iris“ – alles erreicht im Leben.

Die drei Bücher (das Hörbuch von Feldmann auf dem iPad pro) auf meinem Wohnzimmertisch fürs Foto drapiert.

Auch Birgit Schönau scheint das mit den Keilern nicht gewusst zu haben. Dafür kennt sie sich mit dem Tiber in Rom umso besser aus, sodass sie ein ganzes Buch über ihn schrieb. Darin kommt über die Jahrhunderte hinweg alles vor, was man als Fluss so mitmacht:

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