Verflogene Links

Foto auf meinen Balkontisch, aber nicht vom Stuhl, sondern von der anderen Seite aus. Man sieht beim aufgeklappten Macbook also von der Rückseite Richtung Schreibsachen statt umgekehrt. Daneben mein privater Stiftecontainer von Schalke 04 und meine randvolle Katzenteetasse. Davor liegen DIN A4 Blätter und darauf Textmarker-Buntstifte, Maus, Bleistift, Lineal, Anspitzer. Dann sieht man meine Stuhllehne, einen Teil des Balkongeländers und den Rasen davor.

Der Ereignisse, die zum Rücktritt der vormaligen Präses und Ratsvorsitzenden der EKD Annette Kurschus geführt hatten, wurden im Auftrag der westfälischen Landeskirche von der Unternehmensberatung Deloitte untersucht. Bereits im Mai wurden die Ergebnisse mit Rekonstruktion der Abläufe sowie Handlungsempfehlungen in einem 70seitigem Bericht als Pdf auf der Website der Landeskirche veröffentlicht. Das fand ich respektabel, soweit man das in Zusammenhängen von mutmaßlichem sexuellem Mißbrauch überhaupt so bezeichnen kann.

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Da capo

Ein Eukalyptus im Duftgarten.
Eukalyptus

In diesem Sommer nehme ich wohl alles mit. So ziemlich jede:r, der mir das Leben schwermachen kann, hat auf meine Knöpfe gedrückt. Und jedes Mal, wenn ich dachte, jetzt bin ich mit allem durch, kam der Nächste an. Leider kann ich nicht ins Detail gehen, aber was hier aktuell geschieht, ist abgefahren. Zusammen mit weiteren Betroffenen hoffe ich auf einen glücklichen Ausgang und werde irgendwann berichten.

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Nur Pastorin

Laufband, halb auf dem Asphalt und halb auf der Wiese. Ein Zettel mit Hinweis zum Mitnehmen und ein paar Stichpunkten zum Gebrauch klebt auf der Mitte des Bandes. An der Kopfseite habe ich einen Gefrierbeutel mit Paketband festgeklebt. Darin die Fernbedienung, das Stromkabel und der Sicherheitsschalter.

Gestern Mittag holte ich ein Paket beim Nachbarn ab. DHL hatte es dort abgegeben, obwohl ich in der App vermerkt hatte, Lieferungen nur an mich zuzustellen. Danach fuhr ich schwimmen. Das hatte am Wochenende nicht geklappt, weil am Schwimmbad ein Rohrbruch war. Als ich zurückkam, stand der Amazon-Transporter noch vor der Tür, zusammen mit der Polizei und weiteren Leuten. Der Fahrer hatte auf dem Parkplatz einen der Parkbügel umgenietet. Das wiederum war deswegen von Vorteil, weil er das Buch, das ich bestellt hatte, so fest in den Briefkasten gestopft hatte, dass ich es nicht mehr herausbekam. Also bat ich ihn, es herausziehen, wobei er Verpackung und Buch ebenfalls beschädigte.

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Ein Dienstag im August #WmdedgT

Blick auf die Eistheke, wo mein Hörnchen in einem dieser silbernen Halter steckt.

Ich habe eine schreckliche Woche hinter mir. Sie dauerte zwölf lange, bescheuerte Tage, strikt nach Murphys Gesetz, dienstlich, privat, überall. Jetzt ist sie vorbei und ich hoffe, dass vorerst keine neuen Schrecklichkeiten folgen. Zum Glück hatte ich heute keine Termine. Zwar checkte ich meine Mails und kann via App sehen, falls jemand dienstlich auf Band spricht, aber ansonsten nahm ich den Tag frei.

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Riff Raff und der ganze Rest

Riff Raff auf seiner Station neben dem Klo.

Nachdem mein Saugroboter kürzlich gestorben war und angeregt durch Jörns Berichte von seinem Kombigerät schaffte ich mir einen Saug-Wisch-Roboter an. Ich hatte ziemlichen Schiss, ob ich ihn überhaupt ans Laufen kriege, doch das war völlig unbegründet. Bedienungsanleitung und Verpackung waren sehr intuitiv, die App ebenfalls. Ich fand mich wie von selbst mit allem zurecht. Zur Installation gehörte auch, dem Roboter einen Namen zu geben. Ich entschied mich für Riff Raff. So hieß der Diener aus der Rocky Horror Picture Show. Die Kartographie meiner Wohnung samt ersten Wischversuchen gelang bestens. Ich bin sehr zufrieden.

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Frauen, Menschen, Politik

Vor mir auf dem Balkontisch: Das Macbook mit den Titelbildern von Alexander und Martenstein. Davor, halb auf der Tastatur, das Printbuch von Lust. Daneben die Maus und eine Tasse Tee mit dem verlorenen Sohn von Rembrandt drauf. Hinten links sieht man ein Stückchen Petroleumlampe.

Einen Film, zwei Hörbücher und einen Comic habe ich diesmal vorzuweisen – alle richtig großartig! Dabei kommt der Film ganz unaufgeregt daher. „Bei uns heißt sie Hanka“ ist eine Dokumentation über sorbisches Leben in Ostdeutschland. Grit Lemke, die in diesem Film Regie führte, ist selbst Sorbin und weibliche Regisseurinnen gibt es auch noch nicht so viele.

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