Was bisher geschah

Nun hatte ich in der neuen Stadt gerade ein bisschen Fuß gefasst, als ich vor zwei Wochen ins Krankenhaus musste, weil ich bei der Mammographie ab 50 ein Ticket gezogen hatte. Dabei bin ich nur fürs gute Gewissen hingegangen, zähneknirschend; die Einladung zum Screening kam, als ich noch nicht alle Umzugskisten ausgepackt hatte. Und dann war es genau rechtzeitig, um die Geschichte kurz zu machen. 

Das Screening ist unter den Frauen umstritten, nur die Hälfte geht hin. Ich bin jetzt natürlich eines besseren belehrt und sprach auch mit dem Arzt im Krankenhaus darüber: „Es ist wie bei Corona, weil wir mehr testen, finden wir auch mehr. Dadurch nimmt die Sterblichkeit ab, weil wir schneller sind. Wenn Sie viel im Internet unterwegs sind, sagen Sie das den Frauen, damit sie teilnehmen.“ Meinen Befund z.B. konnte man nur durch die Mammographie erkennen; tasten oder bei der Operation mit bloßem Auge sehen konnte man noch nichts. Eine nicht so häufige Vorstufe, von der man nicht weiß, ob und wann sie aufgegangen wäre. Aber Zellen waren da und wurden durch eine Operation entfernt. Am Montag hatte ich das Abschlussgespräch bei meiner Ärztin, erst in einem Jahr soll ich wieder hin. Wobei sie mir anbot, bereits nach der Hälfte der Zeit einen Ultraschall zu machen. Sacken lassen muss ich das Ganze trotzdem noch.

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