Ein Samstag im April #WmdedgT

Ich habe predigtfreies Wochenende! Das ist auch dringend nötig. Nachdem die Nebenwirkungen weg sind, die mir die letzten zwei Wochen schwer gemacht haben, bin ich ziemlich erholungsbedürftig. Ich erwachte gegen halb sechs aus unruhigem Schlaf, fand das aber nicht schlimm, ich habe ja zwei Tage frei. Ich blieb liegen, bis es kurz vor acht war. Dann stand ich auf, kochte Tee, zog die Rollos hoch und machte die Balkontür auf.

In der Küche schmeckte ich den gemischten Salat und das Bärlauchpesto für das Mittagessen ab, das ich gestern Abend vorbereitet hatte. Beides ist vegan, im Salat sind auch Heidelbeeren. Das Pesto war etwas salzig geraten. Doch das sollte sich später vermischt mit Pasta von selbst erledigen. Während der Tee zog, trank ich ein großes Glas Sauerkrautsaft; der verordneten Pulver bin ich mittlerweile überdrüssig. Anschließend nahm ich Kanne und Tasse und legte mich wieder ins Bett. Dort klickte ich mich durchs Internet und buchte für mittags eine Kinokarte für den Dokumentarfilm „Ich will alles“ über Hildegard Knef, der vorgestern gestartet ist. Zum Frühstück aß ich ein Wurstbrot.

Aber irgendwie hatte ich Hummeln im Hintern. Nach der zweiten Tasse Tee fackelte ich darum nicht mehr lange, sondern fuhr eine Stunde ins Schwimmbad. Danach ging es besser. Zu Hause fütterte ich den #DiätKater und snackte einen Rest Erdbeerjoghurt und zwei kleine Mettwürstchen, bevor ich wieder losmusste. Da ich in der Fastenzeit auch auf Süßigkeiten und Knabberzeug verzichte, kann ich mir im Kino nichts holen.

Auf meinem Balkontisch steht meine Katzentasse mit Tee und davor ein Metalltablett. Darauf eine kleine Rauchglasvase mit zwei helllila Tulpen, Besteck und eine Stoffserviette im Serviettenring, ein Teller Nudeln mit Pesto und ein paar Ziersprossen und ein Schälchen Salat.

Der Film hat mir gut gefallen. Kein Biopic wie mit Heike Makatsch, sondern eine klassische Doku mit vielen Einspielern und Liedern, alten Interviews und Erinnerungen der Tochter Christina Gardiner. Nah an der Person Hildegard Knef, von da aus in die einzelnen Lebensabschnitte. Eindringlich.

Wieder zu Hause kochte ich Nudeln und aß auf dem Balkon. Von dem Pesto füllte ich einen großen Teil in ein Schraubglas ab, bedeckt mit Öl. Mal sehen, was ich damit noch anstelle. Nach dem Essen ging ich wieder ins Bett, eine frische Kanne Tee anbei. Ich las ein bisschen im Internet und das Tageskapitel der Fastenpostille. Das Kalenderblatt von 7 Wochen Ohne hatte ich heute Morgen beim Umblättern schon gesehen.

Als es sechs Uhr abends durch war, machte ich mir eine Wärmflasche und eine Tasse heißen Kakao. Für später föhnte ich mir noch ein Aufbackbrötchen. Dann ließ ich die Rollos wieder runter, aber im Schlafzimmer nur halb, damit ich noch etwas Abendsonne abkriegte. Denn außer fürs Catering und für Unvermeidliches stehe ich heute nicht mehr auf. Statt dessen bin ich noch ein bisschen online unterwegs. So besuche ich gleich Frau Brüllen, um meinen Post bei ihr einzutragen. Wie an jedem Fünften des Monats lädt sie nämlich auch heute wieder ein, den Tageslauf miteinander zu verbloggen und sammelt die Erträge auf ihrer Seite.


Entdecke mehr von Pressepfarrerin

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.