Ungeniert

Grauer Hintergrund der Klotür. Nach dem ersten Drittel links geht senkrecht die Grenze zwischen Verkleidung und Tür durchs Bild. Auf der Verkleidungsseite steht links unten, senkrecht und quer in Schreibschrift: "viel Glück <3".
Auf dem Klo beim Bob-Dylan-Konzert in Düsseldorf

„Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert.“ Nicht nur, was meine politischen Ansichten betrifft, gilt das definitiv. Oft genug sitze ich zwischen allen Stühlen (oder nach dem Konzert auf dem Klo). Wer meint, sich aufregen zu müssen, bekommt in jede Richtung etwas geboten.

Wolfgang Kubicki schrieb auf Cicero einen Nachruf auf Hubert Aiwanger. Auch Markus Söder hat gut gesprochen. Ich habe Aiwanger als Politiker geschätzt. Sein früher Tod tut mir sehr leid.

Die Razzia im Casa Kuà hat in der queeren Community für Entsetzen, aber auch für viele Fragezeichen gesorgt. Hier ein kritischer Artikel von Till R. Amelung in der IQN. Ich hoffe, dass sich die Situation so aufklären lässt, dass Solidarität nicht diskreditiert wird und ins Leere läuft.

Als Kind habe ich im Malbuch gerne über den Rand gemalt. Ich fand das Einhalten der Linien anstrengend und auch nicht so wichtig. Es reichte doch, zu malen und dabei das schöne Bild anzusehen. Man ermahnte mich, innerhalb der Ränder zu bleiben. Als ich das nicht tat, auch weil ich dafür schlicht noch zu klein war, wurden mir Malbücher verboten. Ich dachte daran, als Konrad über den „sehr deutsche[n] Impuls, alles richtig machen zu wollen“, schrieb:

In Deutschland ist es sehr wichtig, Dinge richtig zu machen. Die Vorgaben richtig zu erfüllen; beim Ausmalen nicht aus den Linien rauszufahren. In der Regel gibt es mindestens einen Weg, etwas richtig zu machen, und der sollte dann auch eingehalten werden.

Wie gesagt ist für alle Seiten etwas zum Aufregen dabei. Aber der Song ist wirklich gut:

Der Betonflüsterer war in Vilnius, Litauen.

Das künftige Venedig Westfalens, was nicht mal halb so lustig ist, wie es klingt: „Wann werden die Pumpen im Ruhrgebiet abgestellt?“

Über die Führung des Vornamens „Frieden mit Gott allein durch Jesus Christus“ aus der Sicht eines deutschen Oberlandesgerichtes.

Die Bibel in gerechter Sprache (BigS) wird 20 Jahre alt. Für mich ist sie die wichtigste moderne Bibelübersetzung. Sie hat die Sozialgeschichte der biblischen Zeit ebenso wie antijudaistische und patriarchale Stolperfallen besonders im Blick und geht transparent mit ihrem Übersetzungsweg um. Philipp Greifenstein feiert den „evangelischen Schatz“ im Eulemagazin.

Na, welches Gender verwendet beim Posten von Nachrichten mehr Emojis? Genau, Männer. Hier betrachtet Paul-Hendrik Campbell das „Gefaltete-Hände-Emoji“. 🙏

Fredrik Backman („Ein Mann namens Ove“) wurde von seiner Agentin zu einer Jubiläumsfeier geschickt, um dort eine vierminütige Rede zu halten (TikTok).

In den letzten Tagen sind Bilder vom Besuch Bob Dylans bei Papst Leo herumgegangen und mit allerhand witzigen Kommentaren versehen worden. Am besten fand ich diesen (Threads).

Heute vor zehn Jahren starb Leonard Cohen sel. A. Im Internet wurde nach Lieblingsliedern von ihm gefragt. Meins ist das hier:

Fediverse-Reaktionen

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