BarCamp Kirche online 2026

Blick auf die Bühne des #bckirche. Links das noch unbestückte Grid mit einem Moderator. In der Mitte eine Leinwand auf der "BarCamp Kirche online in Bonn" steht. Daneben eine Moderatoron. Im Vordergrund sitzende Leute in Rückenansicht, trotzdem erkennbar viele ü50.

Am Samstag fand wieder das BarCamp Kirche online der rheinischen und der westfälischen Landeskirche in Bonn statt. Knapp 45 Personen kamen bis zum Mittag zusammen, ein Drittel davon Frauen. Insgesamt wurden 14 Sessions angeboten, hier waren Slots von Frauen ebenfalls mit etwa einem Drittel vertreten. Ich habe wieder aufgeschrieben, was ich erlebt habe. Wer mag, lese am Stück oder springe über das Inhaltsverzeichnis in einzelne Abschnitte.

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Ariadnefaden

Links das neue iPad mini. Es steht vor weißer Wand auf einer schlichten Buchenholzkommode. Man sieht die Apps und den blautürkisen Bildschirmhintergrund. Rechts unten, am Ende der Kommode, sieht man die Ohrenspitzen des #DiätKaters.

In den sieben Jahren ohne Handy wurde das iPad mini zu meinem Hauptgerät. Erst vor acht Jahren hatte ich mir wieder ein iPhone für unterwegs angeschafft, irgendwann ein Macbook Air sowie ein iPad Pro zum Arbeiten und für alles Mögliche, aber das iPad mini ist zu Hause mein bevorzugtes Endgerät geblieben. Es erfüllt mehrere Funktionen: Ich gehe von da aus in die sozialen Medien und nahezu in alle weiteren Apps, die ich nutze. Wenn ich schnell meine dienstlichen Mails und Accounts checken möchte, mache ich das ebenfalls dort und wechsele nicht eigens das Gerät oder gehe ins Arbeitszimmer. Weil das iPad mini klein und handlich ist, verwende ich es außerdem als E-Book- und Feedreader sowie zum Podcast hören und als Wecker.

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Nummer 6

Fast ein Jahr ist seit meinem Klagegesang vergangen. Ich war mir damals nicht sicher, ob es gut ist, meine sozialmedialen Befindlichkeiten so ungeschminkt niederzuschreiben. Aber was soll ich sagen – mir hat’s geholfen! Endlich konnte ich mit Twitter abschließen, auch wenn ich weiterhin gelegentlich reinzappe. Mich hauptsächlich in meinem Blog aufzuhalten und damit einhergehend auf Bluesky nur noch wenig Politik und schon gar keine Diskussionsbeiträge mehr zu posten, war außerdem richtig. Dann verabschiedete ich mich im September von Instagram. Die Fotos teilte ich zwischen Pixelfed fürs Schöne und Foodporn hier im Blog auf; Inhaltliches holte ich über Mastodon wieder zurück. Openvibe führt meine dortige Timeline mit der von Bluesky zusammen. Wie X behalte ich Instagram für alle Fälle. Bisher geschah es drei Mal, dass ich es aus gegebenem Anlass zum Nachlesen oder für eine Direktnachricht nutzte.

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BarCamp Kirche Online West

Auf. der Bühne des großen Saales stehen links Ralf Peter Reimann und rechts Holger Sievert. Über ihnen auf einer Leinwand ist eine Seite aus der Präsentation von Holger Sievert aufgerufen.
Foto: Elaine Rudolphi

Elaine Rudolphi (@cathsocmedia) und ich hatten uns ewig nicht gesehen. Schnell waren wir uns einig, dass das an dem durch Elon Musk verschrotteten Twitter lag. Selbst wenn man sich nicht folgte, kam man durch Retweets und Threads immer mal wieder aneinander vorbei. Heute lautet die Frage statt dessen: „Wo bist du denn jetzt?“ Als Antwort gibt es eine Auswahl. Bei Rudolphi waren das Mastodon und Instagram. Ich entschied mich für Mastodon und folgte ihr, ohne zu zögern. Sicher ist sicher.

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Language

Wo es in der digitalen Kirche dienstlich und/oder „contentkreativ“ zugeht, hat man sich in den letzten Jahren unausgesprochen auf Instagram als hauptsächliche Social-Media-Drehscheibe geeinigt. Dienstlich werden dort kurze Nachrichten und Veranstaltungsankündigungen auf einer Art Website light veröffentlicht. In der Content Creation gibt man sich erbaulicher und vermeintlich nahbarer, wozu auch gern der wiederkehrende Schlusssatz gehört: „Schreibt mal in die Kommentare, wie ihr das findet.“ Wie billig kann man kaufen. Hinzu kommt, dass Instagram seine Startseite auf dem iPad im Stil von TikTok umgestaltet hat: Dort sieht man jetzt nur noch Reels, darüber weiterhin die Storys im Header. Unbewegte Pics finden sich nur noch auf der zweiten Seite, die dafür gezielt angeklickt werden muss. Das Tablet ist vermutlich der Einstieg zum Testen. Auf dem Smartphone rollen sie das bestimmt bald ebenfalls aus.

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Nummer 4

Ein Rant, zumindest wünschte ich, der Post finge an wie einer. Statt dessen geht es los mit einem Klagegesang. Das ist jetzt der vierte Beitrag zum Thema Social Media, seit Elon Musk Twitter zerlegt hat. Immer noch gucke ich mir an, wie es seit dem weitergeht. Ich versuche, im Getümmel meinen Platz zu finden und bin mit der Trauer um Twitter noch nicht fertig. Andere scheinen sich mit den neuen Umständen längst arrangiert zu haben, manche erstaunlich schnell und viele sind zufriedener als vorher. Bei mir ist das nicht so. Ich, die immer zwischen allen Stühlen sitzt, war auf Twitter zu Hause mit allem, was mich ausmacht, von zart bis hart, von fromm bis liberal, von witzig bis feinfühlig. Ich gehörte dazu, ohne dass es mir zu eng wurde oder ich jemals einsam war. Jetzt ist das nicht mehr so. Im Internet zu Hause – keine Ahnung, wo das gerade ist.

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