Zurück auf Los

Behandlunsgzimmer bei der Zahnärztin: Blick auf den Wasserbecher, das Spuckbecken, die Geräte und ein Stückchen vom Zahnarztsessel. Im Hintergrund eine Palme. Alles, wie man es kennt, bis auf zwei Besonderheiten: Der Plastikbecher und die Dinger, aus denen die Luft zum Pusten kommt, sind lavendelfarbenen. Und zweitens ist das Spuckbecken aus nahezu durchsichtigem Glas.

Da mich die Darmgeschichte länger beschäftigt als gedacht, bin ich seit gut dreieinhalb Jahren nicht dazu gekommen, zum Zahnarzt zu fahren. Die Klinik für Menschen mit Zahnbehandlungsangst liegt nämlich in Bochum. Mit allen Warte-, Behandlungs- und Zugverspätungszeiten ist da bei jedem Besuch ein ganzer Tag weg. Darum suchte ich mir hier eine Praxis mit den Schwerpunkten Angst und Endos, weil das für mich am besten passt. Ich fand eine Ärztin, die sogar an der Uni Witten-Herdecke studiert hat.

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Ein Mittwoch im November #WmdedgT

Dargestellt als Reformator mit schwarzem Hut und schwarzem Mante und nach links blickendl. (Es gibt als Gegenstück ein vergleichbares Bild von Luther als Diptychon, der nach rechts guckt.)
Philipp Melanchthon, gemalt von Lucas Cranach d. Ä.

Zurück von der Kurzreise in die Bibliothek und zu Bob Dylan fühlte ich mich heute Morgen ziemlich schlapp. Also ließ ich es langsam angehen. Ich trank Tee im Bett und las schonmal zwei der sieben Aufsätze bzw. Texte, die die Professorin dem Handout für heute beigefügt hatte. Dazu frühstückte ich ein Butterbrot mit Geflügel-Lyoner. Anschließend hängte ich noch die Wäsche auf, die ich für heute Vormittag programmiert hatte. Das half, um in Schwung zu kommen.

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Erntedankfest im Oktober #WmdedgT

Erntegaben (Obst, Gemüse, Konserven) im Altarraum auf, vor und um drei Strohballen herumdrapiert.

An jedem Fünften im Monat lädt Frau Brüllen unter dem Motto „Was machst du eigentlich den ganzen Tag?“ zum gemeinsamen Tagebuchbloggen ein. Die Links zu den Posts, die dabei herauskommen, sammelt sie in einer Liste. Im September läutete ich in meinem Beitrag ein predigtfreies Wochenende ein, obwohl da die Jubelkonfirmationen stattfanden. Wir hatten im Presbyterium bei der Jahresplanung überlegt, dass es uns lieber wäre, wenn ich dann frei nehme und dafür während meines Urlaubs zum Erntedankfest „einfliege“. Und das war heute.

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Zweieinhalb Tage noch

Altarblumen von oben fotografiert. Vor ihnen sieht man den oberen Teil der Altarbibel.

Das Chaos, von dessen Auflösung ich hoffentlich irgendwann berichten kann, hat sich durch das versprochene Eingreifen zumindest beruhigt. Gegenüber sind neue Nachbarn eingezogen, ein junges, jesidisches Ehepaar. Für die Beiden ist es die erste „richtige“ gemeinsame Wohnung. Sie sind freundlich und warmherzig und ich bin es wohl auch. Jedenfalls lässt es sich gut an.

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Ein Freitag im September #WmdedgT

© Olaf Heine

Um 6 Uhr wachte ich auf, versuchte, mich noch einmal umzudrehen, vergeblich. Also glitt ich langsam in den Tag. Guckte ins Internet, wo Instagram auf dem iPad plötzlich aussah wie TikTok (schade) und checkte meine Mails. Dann kochte ich Tee und aß zwei frühe Toasts, mit Mayo bestrichen und mit Bratenaufschnitt belegt. Später kam noch ein kleines Mettwürstchen hinzu. Weil ich halb müde, halb wach nichts anfangen konnte, fuhr ich für eine Stunde ins Schwimmbad. Danach ging es besser, aber ich fühlte mich immer noch schlapp.

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