Der Holunder vor meinem Schlafzimmer, der Ende Juli bei einem Gewitter umgekippt war, wurde am 11. Dezember durch einen kleinen Ahorn ersetzt. Ich öffnete extra das Fenster, um nachzufragen und hinterher ein Foto zu machen. Mir wurde freundlich geantwortet, die Gärtner schienen sich über das Interesse an dem Bäumchen zu freuen.
Das erste Mal erwachte ich kurz vor halb sechs, ich war allerdings auch früh schlafen gegangen. Ich döste und las ein bisschen, dann schlief ich noch einmal für knapp zwei Stunden ein. Wieder brauchte ich einige Zeit, um beizukommen. Als ich schließlich aufstand, um eine Kanne Tee aufzusetzen und mir ein Butterbrot mit Paprikamortadella zu machen, war es 10 Uhr durch.
Ich dachte, ich würde Mitte November, an einem Freitag, gemächlich in das Ende meines Arbeitsjahres hinübergleiten: Mittags zur Friseurin, danach einkaufen, kochen. Später noch einmal Inbox checken, Anrufbeantworter auf Ansage schalten und in den Social Media die Schotten dichtmachen.
Denn wenn ich krank geschrieben bin, wird außer hier im Blog in meinen privaten Accounts nicht von außen mitgelesen. Schließlich einen Aperol Spritz auf den vollbrachten Tag und alles, was kommt.
Wenn man einen richtig großen Preis verliehen bekommt, geschieht das in der Regel nicht plötzlich und unerwartet, sondern es wird vorher nachgehorcht, ob man ihn auch annehmen würde. Manfred Krug beschreibt das sowohl im zweiten als auch im neu herausgegebenem dritten Band seiner Tagebücher „Ich beginne wieder von vorn. Tagebücher 2000-2001“; in der Audiovariante wieder bestens vorgelesen von seinem Sohn Daniel Krug.
Gestern Abend habe ich im Anschluss an meine Auffrischungsimpfung Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten einen kompletten Dönerteller mit Pommes und Salat inhaliert. Ich verbuchte das unter medizinischer Notwendigkeit, immerhin hatte ich anderthalb Stunden vorher eine Spritze bekommen.
Danach war ich so müde, dass ich bereits um halb zehn Licht ausmachte, was bei meinem wechseljahrssenilen Biorhythmus mittlerweile ebenso Mist ist wie reichhaltige Abendmahlzeiten. In der Folge erwachte ich um 3 Uhr mit Bauchweh. Letzteres ging nach Klogang im Dunkeln zumindest halbwegs wieder weg, aber der Schlaf kehrte nicht mehr zurück. Um kurz vor sechs gab ich auf und erklärte die Nacht für beendet. Sehr zur Freude des #DiätKaters, der im Gegensatz zu mir ein Morgenmensch ist. Entsprechend fröhlich begrüßte er mich und legte sich anschließend für zwei Stunden nochmal hin.