Die Neujahrsausgabe
Mittagessen 12/2025

Obwohl ich Weihnachten für mich bin und nicht feiere, haben sich auf meinem Speiseplan einige Sitten und Gebräuche entwicket. Den Anfang machte wie üblich eine Anleihe beim Judentum. Gemäß der dortigen Tradition nahm ich Chanukka zum Anlass für Reibeplätzchen und Berliner Ballen: Latkes und Sufganiyot. So habe ich für Reibekuchen einmal im Jahr einen festen Termin. Auf der letzten Mahnwache an der Synagoge erfuhren wir außerdem, dass Schwibbögen jüdischen Ursprungs sind. Die Christen hatten sie von der Chanukkia „abgekupfert“, weil sie auch so einen schönen Kerzenleuchter im Fenster stehen haben wollten. Ich habe trotzdem keinen.
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Fast ein Jahr ist seit meinem Klagegesang vergangen. Ich war mir damals nicht sicher, ob es gut ist, meine sozialmedialen Befindlichkeiten so ungeschminkt niederzuschreiben. Aber was soll ich sagen – mir hat’s geholfen! Endlich konnte ich mit Twitter abschließen, auch wenn ich weiterhin gelegentlich reinzappe. Mich hauptsächlich in meinem Blog aufzuhalten und damit einhergehend auf Bluesky nur noch wenig Politik und schon gar keine Diskussionsbeiträge mehr zu posten, war außerdem richtig. Dann verabschiedete ich mich im September von Instagram. Die Fotos teilte ich zwischen Pixelfed fürs Schöne und Foodporn hier im Blog auf; Inhaltliches holte ich über Mastodon wieder zurück. Openvibe führt meine dortige Timeline mit der von Bluesky zusammen. Wie X behalte ich Instagram für alle Fälle. Bisher geschah es drei Mal, dass ich es aus gegebenem Anlass zum Nachlesen oder für eine Direktnachricht nutzte.
Weiterlesen „Nummer 6“Himmelssterne
Reibeplätzchen, frisch verföhnt

Das Problem mit Reibeplätzchen ist ja, dass sie in Öl ausgebacken werden. Das hat nicht nur unzählige Kalorien, sondern es ist auch nicht sonderlich bekömmlich, jedenfalls nicht für mich. Also habe ich versucht, sie im Airfryer zuzubereiten. Das klappte prima und schmeckte tatsächlich! Der einzige Kunstgriff ist, dass man den Kartoffelteig in einem Tuch auspressen muss, damit die Reibekuchen außen knusprig und innen durchgegart sind, statt zu Püree oder Briketts zu werden. Das ganze Rezept geht so:
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Als ich letzte Woche in der Stadt war, ging ich auch in den Teeladen am Klosterplatz. Da wollte ich schon seit Jahren hin, endlich gelang es. Den Vanille-Tee, den ich eigentlich kaufen wollte, gab es dort nicht. Dafür jede Menge andere weiße, grüne und schwarze Tees. Die wenigen, die aromatisiert waren, hatte die Inhaberin selbst angemischt und zwar ohne künstliche Zusatzstoffe. Statt des einen, der folglich nicht da war, nahm ich vier andere Sorten mit: Einen Assam mit zarter Malznote, einen Schwarztee aus Ruanda, der frisch aufgebrüht nach Erdbeeren schmeckt, einen Orangentee, dessen natürliches Öl ihm eine deutliche Öko-Note gibt und schließlich einen Weihnachtstee, dem einzig zerkleinerte Tonkabohnen untergemischt waren. Ich werde dort noch oft hinfahren und mich durch weitere Sorten trinken.
Weiterlesen „Letzte Tage“Plan B

Im Sommer hatte ich mit dem Professor eine Behandlungspause vereinbart. Ich musste die Dinge in Ruhe verarbeiten und auch Körper und Arznei sollten Zeit bekommen, sich aufeinander einzuspielen. Das war dringend nötig und brachte die erhofften neuen Routinen.
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