Fast ein Jahr ist seit meinem Klagegesang vergangen. Ich war mir damals nicht sicher, ob es gut ist, meine sozialmedialen Befindlichkeiten so ungeschminkt niederzuschreiben. Aber was soll ich sagen – mir hat’s geholfen! Endlich konnte ich mit Twitter abschließen, auch wenn ich weiterhin gelegentlich reinzappe. Mich hauptsächlich in meinem Blog aufzuhalten und damit einhergehend auf Bluesky nur noch wenig Politik und schon gar keine Diskussionsbeiträge mehr zu posten, war außerdem richtig. Dann verabschiedete ich mich im September von Instagram. Die Fotos teilte ich zwischen Pixelfed fürs Schöne und Foodporn hier im Blog auf; Inhaltliches holte ich über Mastodon wieder zurück. Openvibe führt meine dortige Timeline mit der von Bluesky zusammen. Wie X behalte ich Instagram für alle Fälle. Bisher geschah es drei Mal, dass ich es aus gegebenem Anlass zum Nachlesen oder für eine Direktnachricht nutzte.
Weiterlesen „Nummer 6“Himmelssterne
Reibeplätzchen, frisch verföhnt

Das Problem mit Reibeplätzchen ist ja, dass sie in Öl ausgebacken werden. Das hat nicht nur unzählige Kalorien, sondern es ist auch nicht sonderlich bekömmlich, jedenfalls nicht für mich. Also habe ich versucht, sie im Airfryer zuzubereiten. Das klappte prima und schmeckte tatsächlich! Der einzige Kunstgriff ist, dass man den Kartoffelteig in einem Tuch auspressen muss, damit die Reibekuchen außen knusprig und innen durchgegart sind, statt zu Püree oder Briketts zu werden. Das ganze Rezept geht so:
Weiterlesen „Reibeplätzchen, frisch verföhnt“Letzte Tage

Als ich letzte Woche in der Stadt war, ging ich auch in den Teeladen am Klosterplatz. Da wollte ich schon seit Jahren hin, endlich gelang es. Den Vanille-Tee, den ich eigentlich kaufen wollte, gab es dort nicht. Dafür jede Menge andere weiße, grüne und schwarze Tees. Die wenigen, die aromatisiert waren, hatte die Inhaberin selbst angemischt und zwar ohne künstliche Zusatzstoffe. Statt des einen, der folglich nicht da war, nahm ich vier andere Sorten mit: Einen Assam mit zarter Malznote, einen Schwarztee aus Ruanda, der frisch aufgebrüht nach Erdbeeren schmeckt, einen Orangentee, dessen natürliches Öl ihm eine deutliche Öko-Note gibt und schließlich einen Weihnachtstee, dem einzig zerkleinerte Tonkabohnen untergemischt waren. Ich werde dort noch oft hinfahren und mich durch weitere Sorten trinken.
Weiterlesen „Letzte Tage“Plan B

Im Sommer hatte ich mit dem Professor eine Behandlungspause vereinbart. Ich musste die Dinge in Ruhe verarbeiten und auch Körper und Arznei sollten Zeit bekommen, sich aufeinander einzuspielen. Das war dringend nötig und brachte die erhofften neuen Routinen.
Weiterlesen „Plan B“Ein Freitag im Dezember #WmdedgT

Gestern am späten Nachmittag schluckte ich die letzte Tablette des Antibiotikums. Ich hatte es eine Woche lang genommen. Nach einer Erkältung plagten mich eine Kehlkopfentzündung und eine Seitenstrangangina mit schlimmem Husten und Halsweh. Das muss zwar noch weiter ausheilen, aber die Halsschmerzen sind abgeklungen und der Husten sitzt locker. Entsprechend gut habe ich endlich wieder geschlafen, bis ich heute Morgen gegen sieben erwachte. Ich kochte Tee, den ich mir wie üblich ans Bett stellte und riss die Balkontür auf. Bereits gestern hatte ich Müesli in heißem Wasser eingeweicht und einen Sojaghurt mit Heidelbeeren angerührt. Beides musste ich nur noch miteinander vermischen.
Weiterlesen „Ein Freitag im Dezember #WmdedgT“Nostalgische Kartoffelsuppe

Als ich ein Kind war, gab es samstags manchmal Kartoffelsuppe und zwar von Pfanni. Meine Mutter schnitt dazu Fleischwurst und Zwiebeln in dünne Scheiben, die sie anbriet und untermischte. Nun wäre mir heute eine Päckchensuppe aus Kartoffelflocken zum Mittagessen fremd; Pfanni führt sie auch gar nicht mehr. Gleichwohl würde ich die Kartoffelsuppe meiner Kindheit gerne ab und zu essen. Also experimentierte ich ein bisschen herum, traf die Geschmacksrichtung so in etwa, die hellgrüne Farbe dafür schon ziemlich genau. Aber irgendetwas fehlte. Bis ich es fand, ohne dass ich mich erinnere, wie das geschah: Das größte Geheimnis dieser Suppe ist Selleriesalz. Ich hätte bis dahin gar nicht gedacht, dass das Zeug überhaupt für irgendetwas gut ist. Mittlerweile habe ich die Suppe aber ein paar Mal nachgekocht und immer schmeckte sie so, wie damals™ die Kartoffelsuppe von Pfanni, nur eben ohne Pfanni. Hier ist das Rezept:
Weiterlesen „Nostalgische Kartoffelsuppe“