Vorgestern, am Samstag, hielt ich eine Gnadenhochzeit, 70 Jahre Ehe waren zu feiern. Bisweilen und nicht immer, wie ich beim Nachsehen feststellte, bringe ich bei Trauungen oder Ehejubiläen eine Predigtbeigabe mit, die zu dem Paar und seiner Geschichte passt. Ein Spieß, eine Familie von Gummitausendfüßlern, ein Kochlöffel und ein kleiner Teddy waren schon dabei. Dieses Mal wurde es ein Wirsing.

Nach Erntedank hatte ich den langen Schlauch an Gottesdiensten, Taufen und Beerdigungsvertretungen endlich hinter mich gebracht und alles geklärt, was zu klären war. Mein Kollege und ich machten außerdem aus, dass wir Taufen wenn möglich wieder auf den 2. Sonntag des Monats legen, um Gottesdienste und Tagesgeschäft besser planen zu können. Der große Schwung im Spätsommer kam durch den Nachholbedarf, der sub conditione coronae entstanden war. Über jede einzelne Taufe habe ich mich gefreut, doch war es zusammen mit allem Weiterem ziemlich viel. Mittlerweile bin ich wieder in ruhigerem Fahrwasser angelangt. Hinzu kam eine Beerdigungsflaute in den letzten Wochen, sodass ich wirklich durchatmen konnte.
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