
Irgendwann zwischen halb sieben und sieben wachte ich auf. Ich kochte Tee, den ich mir wie üblich ans Bett stellte, checkte meine Mails und schaltete um kurz vor acht die Waschmaschine ein. Wenn die fertig und aufgehängt ist, wollte ich nämlich los. Optimales Timing. Bis es so weit war, frühstückte ich ein Butterbrot mit Kesselschinken, erledigte einige Telefonate und weitere Mails. Zwischendurch wechselte ich ins Bad und zog mich an.
Ich verließ die Wohnung zu einer größeren Runde: Zuerst fuhr ich ins Gemeindebüro, um die Post zu sichten und ein paar Absprachen mit der Gemeindesekretärin zu treffen. Dabei suchten wir gleich das Motiv für den nächsten Jahrgang Geburtstagsbriefe aus. Dann ging es raus aus der Stadt zur vierteljährlichen Wartung der Hörgeräte mit dem neusten Gesellen als Ansprechpartner. Auf dem Rückweg fuhr ich noch an der Apotheke vorbei und brachte Riff Raff gegenüber bei Lotto zur Post. Irgendetwas an ihm ist kaputt: Erst löschte er die Karte meiner Wohnung, dann erstellte ich sie neu. Daraufhin zog er zwar los, saugte aber statt dessen im Geiste die Nachbarwohnung. Man kann diese Irrfahrt in seinem Verlaufsprotokoll sehen. Mit Blick auf Datenschutz und Privatsphäre ist das schon ziemlich gruselig. Fast zum Glück findet er mittlerweile gar nichts mehr und landet immer in derselben Ecke im Wohnzimmer.

Zurück zu Hause fütterte ich den #DiätKater und kümmerte mich um mein eigenes Mittagessen. Es gab gebratenen bunten Spargel und das zweite Päckchen Maultaschen, das ich aus dem Badischen mitgebracht hatte. Das Ganze überzog ich mit einer Sauce aus dem Bratensatz, etwas Kochsud der Maultaschen, Olivenöl und Zitronensaft mit Parmesan verkleppert und überstreut. Anschließend legte ich mich mit einer Kanne Tee aufs Sofa und las ein bisschen im Internet.
Nach der Mittagspause setzte ich mich wieder an den Schreibtisch. Durch ungewöhnlich viele Beerdigungen in den letzten Wochen war ich nur zum Dringlichsten gekommen. Mittwoch habe ich zwar noch ein Trauergespräch, aber die Welle scheint trotzdem langsam abzuebben. Ich ging darum meine einzelnen Arbeitsbereiche durch, um zu gucken, was der Stand der Dinge ist und was als nächstes ansteht. Was muss vor dem Urlaub in drei Wochen noch erledigt werden und was kann bis danach warten? Diese Woche fängt außerdem der neue Konfijahrgang an. Schließlich legte ich mir die Sachen für morgen zurecht und fuhr noch schnell die Strecke zu dem Trauergespräch ab. Die Einleitung „es ist eigentlich ganz leicht zu finden“ bei der Terminvereinbarung hatte mich stutzig gemacht und ich möchte mich morgen nicht durch Rumsuchen ärgern. Danach machte ich Feierabend, es ging schon auf sechs.
Während die dritten Kanne Tee des Tages zog, snackte ich ein Mettwürstchen. Anschließend legte ich mich auf die Couch, von wo aus ich diesen Post veröffentlichte, mit dem ich mich an Frau Brüllens monatlicher Aktion #WmdedgT beteilige. Ob es zum Abendessen Butterbrote oder etwas von der Gemüsesuppe von gestern oder beides gibt, überlege ich mir noch. Ansonsten habe ich für den Abend nichts weiter geplant, außer dass ich früh ins Bett möchte.
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