Ein Mittwoch im August #WmdedgT

Auf meinem Drucker mehr oder weniger dekorativ zusammengestellt: Vorne der Bücherstapel (neun Stück), dahinter der zitronengelbe Ordner, dahinter der schwarze Auffangbehälter mit der Papierwolle, eingerolltem weiteren Altpapier und einem voll gestopften Pappumschlag obendrauf.

Was das Wetter betrifft, habe ich mit meiner Wohnung Glück gehabt. Drinnen zeigt das Thermometer 23,5 °C. Allerdings sind die Fenster auf der Süd-Ost-Seite, im Arbeits- und Wohnzimmer, seit Tagen verrammelt und auch auf der Nord-West-Seite, mit Schlafzimmer und Küche, stehen die Rollos mindestens auf Halbmast.

Frische Luft brauchte ich trotzdem. Also riss ich nach dem Aufwachen erstmal das Schlafzimmerfenster auf. Außerdem öffnete ich die Balkontür und zog ihre Jalousie so weit hoch, dass der #DiätKater kurz nach draußen konnte, um sich selbst von der Witterung zu überzeugen. Derweil kochte ich Tee und warf die Spülmaschine an, das hatte ich gestern Abend vergessen. Als der Tee fertig gezogen hatte, nahm ich die Kanne und legte mich wieder hin. Ich las im Internet sowie jeweils ein Kapitel in zwei von drei Büchern, die ich momentan auf der Bettkante habe. Zum Frühstück gab es ein paar kleine Scheiben Brot mit veganem Auberginenaufstrich.

In den Ferien mache ich das, was wohl alle Pfarrerinnen tun, die in der Zeit keinen Urlaub nehmen. Ich erledige die beruflichen, privaten und unvermeidlichen Dinge, zu denen ich in den letzten Monaten nicht gekommen bin und/oder für die ich nur in der Sommerpause Zeit finde. Da ich heute keine Termine hatte, nahm ich das zum Anlass, mir eine Reihe von Unvermeidlichkeiten auf die To-do-Liste zu setzen. Denn wie an jedem Fünften des Monats lädt Frau Brüllen zum gemeinsamen Tagebuchbloggen ein. Daran wollte ich mich beteiligen und mir so die selbstgestellten Aufgaben schönreden. Zu tun war nämlich folgendes:

  • Das Aufräumen der gemeingefährlichen Steuerschublade sowie das Ausdrucken der dazugehörigen Quittungen. Das entstandene Sammelsurium bündelte ich in einer zitronengelben Mappe, die ich in den nächsten Tagen beim Steuerberater vorbeibringe.
  • Unter der gemeingefährlichen Steuerschublade befindet sich ein Fach mit den Unterlagen für die Beihilfe, die Krankenkasse und den Aufbewahrungsmüll. Hier sichtete ich ebenfalls sämtliche Stapel und brachte die Erstattung der medizinischen Rechnungen über zwei Apps auf den Weg.
  • Anschließend aktualisierte ich mein Fahrtenbuch auf Excel.
  • Weiter ging es mit meinem Kalender im Outlook. Ich trug die kirchlichen Festtage sowie die Schulferien bis Aschermittwoch 2028 ein. Am letzten Wochenende im Februar 2028 ist schon eine Konfirmandenfreizeit geplant. Sie geht bis Rosenmontag. An Veilchendienstag ist Schalttag, sodass der 1. März auf den Aschermittwoch fällt.
  • Außerdem trug ich die privaten und dienstlichen (Ehrenamtliche!) Geburtstage für das nächste Quartal ein bzw. kontrollierte, welche ich schon auf jährliche Wiederholung gestellt hatte.
  • Dann mistete ich die Schublade mit der mehr oder weniger Kurzablage aus.
  • Gleiches galt für die drei Ecken in der Wohnung, wo sich Bücher für Dienst und Freizeit (bei mir nicht wirklich trennscharf) ansammeln, von denen ich bei einigen nicht so recht weiß, ob ich sie lesen und behalten will.
  • Weil ich einmal beim Ordnen war, erstellte ich gleich den Plan für die nächste Woche.
  • Die nicht mehr benötigten Unterlagen wurden geschreddert, die nicht mehr gebrauchten Bücher gestapelt; das Altpapier zusammengepackt.
Das Abendessen auf einem Teller wie beschrieben. Der Salat mit Röstzwiebeln, die Schnitzel mit zwei Scheiben Zitrone, garniert.

Zwischendurch checkte ich immer mal wieder meine Mails und meine Social-Accounts, naschte ein paar Mettwürstchen, fütterte den #DiätKater, räumte die Spülmaschine aus, setzte Kartoffelsalat für später an, kochte Tee und machte eine kurze Pause. Schließlich fuhr ich zum Bücherschrank, um die aussortierten Bücher dort einzustellen. Auf dem Weg nach draußen nahm ich den Müll und das Altpapier samt Schnipseln mit. Wieder zurück läutete ich den Feierabend ein — erleichtert, den ganzen Orga-Kram hinter mir zu haben und froh, aus der Hitze wieder raus zu sein. Jetzt machte ich erstmal eine richtige Pause, bevor es ans Kochen ging.

Zum frühen Abendessen buk ich Schnitzel im Airfryer. Dazu gab es Kartoffel-Rapunzel-Salat mit Apfeldressing. Fleisch und Salat sind für heute und morgen gedacht. Ich aß auf dem Balkon, einen Teil hob ich für nachher auf. Den Abend werde ich drinnen verbringen, für irgendwelche Aktivitäten bleibt es mir zu warm. Lieber lese ich weiter in dem dritten Buch von meiner Bettkante und hänge ein bisschen im Internet rum. Zum Einschlafen höre ich den Podcast Machtwechsel, der sich heute mit einer neuen Folge endgültig aus dem Urlaub zurückgemeldet hat.

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