
In der Nacht lag ich aus Gründen länger wach. Erst gegen Morgen fand ich noch einmal für einige Stunden in den Schlaf. Danach blieb ich im Bett und vergammelte den Vormittag. Irgendwann kochte ich eine Kanne Tee und aß zwei Salamibrote. Zwischendurch hätte es normalerweise Mettwürstchen gegeben. Aber die Marke meines Vertrauens hat die Rezeptur geändert und ist jetzt ungenießbar. Seit dem probiere ich mich bei Rewe durch die anderen Sorten. Heute gab es Geflügel-Kabanossi in Schnüren. Sie schmeckten nach nichts.
Am Sonntag und Montag habe ich mir frei genommen, weil ich ins Rheinland zum Abschiedskonzert von Emmylou Harris möchte. Die Karte hatte ich schon vor Monaten gekauft. Harris ist früher oft mit Dolly Parton aufgetreten. Darum bin ich gespannt, ob sie zu deren Tod etwas sagt und Lieder von ihr spielt. Ende nächster Woche bin ich außerdem für eine größere regionale Sitzung zuständig und wir feiern Jubiläumskonfirmationen. Es gilt, die Arbeitstage bis dahin möglichst entspannt zu halten. Also zog ich mich am Mittag an und fuhr ins Gemeindebüro, wo ein Infobrief für den nächsten Jahrgang Konfiunterricht und die Urkunden der Jubilar:innen zur Unterschrift lagen. Das ist einer der Vorteile in meinem Beruf: Wenn die Sachen für einen Termin rechtzeitig erledigt sind, fragt niemand, wann ich das gemacht habe.

Zurück zu Hause kochte ich neuen Tee, fütterte den #DiätKater und nahm die Wäsche ab. Dann legte ich das erste Gepäck zurecht, schrieb für alles Weitere eine Liste und kümmerte mich ein wenig um den Haushalt. Die Katzendame kommt am Montag, um nach dem #DiätKater zu sehen. Da soll die Hütte einigermaßen in Schuss sein, ohne mich vor der Abfahrt zu hetzen. Für das Abendessen bereitete ich Spaghetti in Tomatensauce mit Pancetta und Champignons vor. Anschließend ging ich einmal um den See.
Nach sechs, als ich gegessen hatte, sprach ich die Vertretung auf und schaltete den Anrufbeantworter auf Ansage um. Ich hätte den Kollegen, der die Erreichbarkeit übernimmt, schon ab Mittag bitten können. Aber ich weiß, dass er heute Hochzeitstag hat und sie sich etwas vorgenommen haben. Außer dem Telefon checkte ich noch einmal die dienstlichen Social Accounts. Während ich weg bin, ist hier das Referat für Kommunikation und Fundraising zuständig. Den Gottesdienst morgen hält die Prädikantin. Nachdem alles fertig war, sprang ich unter die Dusche. Schließlich startete ich eine Maschine Weißwäsche und den Geschirrspüler. Den räume ich aber erst morgen aus. Den Rest des Tages verbringe ich mit Tee, Internet und Buch. Vorher veröffentliche ich noch diesen Post, mit dem ich mich wie an jedem Fünften des Monats am Tagebuchbloggen bei Frau Brüllen beteilige.
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