„I don’t know how to love him“ aus dem Musical Jesus Christ Superstar und zwar gesungen von Yvonne Elliman. (Gehen Sie mir weg mit neueren Fassungen, es kann nur eine geben.) Das muss in meinen Blog, weil es mein Lieblingsliebeslied ist. So Lieblingsliebeslied, dass es mein Klingelton war, als ich noch ein Handy hatte. Zuerst in diesem piepsigen Dudelton, wir hatten ja damals nichts, und dann als original Liedausschnitt, sobald man das runterladen konnte. À propos Handy, darüber wird bei Gelegenheit auch noch zu reden sein.
Autor: Pressepfarrerin
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Herzblut

Eigentlich wollte ich auf dem Rückweg vom Urlaub bei meinem Inker vorbeigefahren sein. Doch als ich auf dem gedanklichen Weg dorthin durch seine Internetseiten schmökerte, bestätigte sich, was ich schon länger vermutete: Dass er Nazimotive sticht und das gelinde gesagt auch nicht schlimm findet. Aber ich find’s schlimm und traurig bin ich auch. Im Gegensatz zu dem, was Friseure und Nagelstudios fabrizieren, wächst ein Tattoo nämlich nicht wieder raus. Deswegen ist es wichtig, dass nicht nur der Stil, sondern auch die Chemie mit dem Inker stimmt, zumindest ist das bei mir so. Ich habe darum einiges Herzblut vergossen, denn natürlich gehe ich zu dem nicht mehr hin und wie kann das überhaupt sein?!
Es gibt aber auch Tattoostudios, die „Herzblut“ heißen, allerdings keins, das heute auf der Tattoo Tattaa in Bielefeld war. Dorthin hatte ich einen Ausflug gemacht, um mich ein wenig umzusehen und ein paar neue Ideen zu sammeln. Das war ganz schön, aber leider zu voll; nicht nur weil so viele Leute da waren, sondern die Halle war zu klein, die Gänge zu schmal, der Eingang wie ein Nadelöhr. Mein Highlight war der Stand einer Masseurin, wo sich die Besucher und die von der Arbeit verspannten Inker_innen durchkneten lassen konnten. Ich buchte 20 Min. für meine verkrampften Schultern. Das war richtig gut, aber danach war ich fix und fertig und fuhr bald heim.
Frau Junas Buch
Frau Juna im Museum zu besuchen, ist immer sehr schön. Es gibt Tee, dazu Schokolade und Frau Juna hat ganz warme Hände. Im Mai bin ich das letzte Mal dort gewesen. Kaum vorher hatte die Zeitung mit den großen Buchstaben verraten, dass Frau Juna an einem Buch schreibt. Sie selbst war da gerade in der Findungsphase: Was soll es werden, wie soll es werden und wird es überhaupt etwas werden?

„Na ja“, sagte ich zu ihr. „Etwas werden sollte es auf jeden Fall. Das Erscheinungsdatum steht mittlerweile fest und sogar das Gewicht: 159 g.“
Ich reichte ihr mein iPad mini, auf dem ich die Seite mit den entsprechenden Informationen aufgerufen hatte. Frau Juna bekam tatsächlich einen leichten Grünstich um die Nase.
Doch genug aus dem Nähkästchen geplaudert. Das Buch ist da, sogar einen Monat eher als erwartet. Hier sind die Verlagsankündigung mit einem Video und die ersten Termine ihrer Lesungen. „Schonzeit vorbei. Über das Leben mit dem täglichen Antisemitismus“ lautet der Titel. Ein wichtiges Thema, ein ernstes Thema, ein dringendes Thema, das gerade deswegen nicht einfach zu beschreiben war. Umso mehr freue ich mich, dass es gelungen ist, dass es etwas geworden ist oder wie Frau Juna selbst es sagt: „So, nu isses raus. Das Buch. Mein Buch.“ Masel tov, meine Liebe!
Brot und Salz

Seit Donnerstag bin ich wieder im Dienst und hatte mit den Einschulungsgottesdiensten gleich gut zu tun, aber am Wochenende predigtfrei. Das verschaffte mir alles in allem einen langsamen Einstieg, plus Sonnenschein bei endlich angenehmen Temperaturen. So machte ich am Sonntag einen Ausflug zum Pökeltag auf Hof Haulle in Bad Sassendorf. Hildegard Mihm, die Fermentista, die ich aus dem Ruhrgebiet kannte, hatte mich auf die Idee gebracht, als sie ankündigte, dort mit einem Sauerkrautstand vertreten zu sein.
I shall not be moved
Dieses Lied habe ich gefunden, als ich die #twomplet für heute vorbereitet habe. Es ist aus der CD „My Mother’s Hymn Book“, mit Liedern, die Johnny Cash als Kind von seiner Mutter lernte. Ein richtiger Ohrwurm.
Eat, pray, sleep, repeat

Ich bin ein paar Tage weggefahren, was sehr schön und erholsam war. Donnerstag bis Montag verbrachte ich im Berneuchener Haus/Kloster Kirchberg. Seit 25 Jahren komme ich immer wieder dorthin, damals noch als Jungschwester. Die Berneuchener Bewegung ist auch später meine geistliche Heimat geblieben, über den Ort hinaus.
Abgesehen davon ist es auf dem Kirchberg wunderschön, ein freundliches Tagungshaus mit großartigem Essen. So konnte ich spüren, wie ich schrittweise zur Ruhe kam. Der Wetterumschwung, der mir am Freitag den Kreislauf völlig zerschoss und sich auch in den Tagen darauf immer wieder bemerkbar machte, hat dabei allerdings ziemlich nachgeholfen.