Was bisher geschah

Was für ein furchtbares Jahr. Bis jetzt hat es alle Erwartungen übertroffen und noch ist es nicht um. Im Frühjahr war der Wasserschaden in Küche und Bad, jetzt kam noch Feuer hinzu: Ich hatte Ende August ein paar Tage Urlaub. Darin die Liturgische Konferenz im Michaeliskloster in Hildesheim, auf die ich mich sehr freute – anderer Input kann so erholsam sein. Doch das Glück währte nur kurz, nachts um halb zwei ging der Feuermelder.

Zehn Feuerwehrleute, teilweise mit Atemschutzgerät am Eingang des Michaelisklosters.

Der Orgelmotor in der Kapelle hatte angefangen zu brennen und von da aus weiter. Wir blieben alle unversehrt, aber die Tagung war jäh vorbei und die Erholung auch. Die Einzelheiten erspare ich mir. Zumindest sah ich dadurch zum ersten Mal eine Feuerwehrfrau. Außerdem weiß ich jetzt, warum Feuermelder so laut sind: Nicht nur, damit man wach wird und aufmerkt. Sondern selbst wenn man nicht wüsste, was das für ein Geräusch ist, verlässt man das Gebäude. Die Lautstärke treibt einen automatisch raus.

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Was bisher geschah

Die Vorbereitungen für die Zeit, wenn mein Kollege Mitte September in Rente geht, sind, soweit möglich und es mich betrifft, abgeschlossen: Der Predigtplan steht bis Ostern, die Absprachen zum Konfi und mit der Jugendarbeit sind getroffen, einige andere Sachen gucken die betreffenden Leute und ich uns im Oktober in Ruhe an. Den Vorsitz des Presbyteriums muss ich nicht übernehmen, statt dessen habe ich ja noch einen Stellenanteil im Referat für Kommunikation und Fundraising. Auch für die Gemeinde finde ich es in der Übergangssituation besser, wenn sie anfängt, sich an diesem Punkt selbst zu organisieren. Denn unabhängig von allen denkbaren Konstellationen wird die Stelle nicht wieder voll nachbesetzt.

Pyxis und Patene (Hostiendose und -teller), rote Stola und Liedblatt auf den Altar.

Also hätte ich nach der ganzen Aktion durchatmen können, statt dessen waren plötzlich die Sommerferien um, alle riefen an, weil sie noch eine, zwei, drei, vier Fragen hatten und am Sonntag war silberne und goldene Konfirmation. Und das war das.

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Mein erstes #WmdedgT

„Was machst du eigentlich den ganzen Tag – #WmdedgT“ ist ein Blogthema, das Frau Brüllen schon vor Jahren ausgelobt hatte. An jedem 5. des Monats ist man eingeladen, seinen Tag zu verbloggen. Seit Ewigkeiten versuche ich, dabei auch einmal mitzumachen. Aber entweder verpasse ich den Tag oder habe nicht genügend vorzuweisen, ohne dass es selbsterklärend wäre. Auch heute weiß ich nicht, ob es reicht. Andererseits ist Samstag üblicherweise mein freier Tag, „selbsterklärend“ würde ich also mindestens hinbekommen.

Ich schlief bis kurz vor 9 Uhr und wurde dann vom #NeoKater geweckt. Der kriegt zwar immer noch jede Menge Medikamente für seine Blasenentzündung, geht aber mittlerweile wieder manierlich aufs Katzenklo. Ich rieche das trotzdem, erwache irgendwann davon, gehe selbst aufs Klo und mache danach erstmal das Katzenklo sauber. Dann Medigabe für den #NeoKater und Placebogabe für den #DiätKater, anschließend Tee für mich und mit Kanne und Tasse wieder ins Bett, Internet (nach)lesen.

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Was bisher geschah

Nachdem es durch die ganzen Hintergrundgeräusche auf dem Kirchentag schon schwierig war und die Worte eines Handwerkers in meinen Ohren kürzlich klangen wie die Lehrerin von Charlie Brown, vereinbarte ich einen ausführlichen Termin bei der Hörgeräteakustikerin. Ich hatte bei den letzten beiden Serviceterminen schon um einen schnellen Hörtest gebeten, immer mit dem Ergebnis, dass es schlechter würde, aber für weitere Maßnahmen noch nicht schlecht genug. Mittlerweile war es allerdings unerträglich, ich war entsprechend frustriert.

Abdruck meines linken Innenohrs in der Hand des Akustikers.

Tatsächlich waren dieses Mal mehrere Werte deutlich unterm Strich. Also bekomme ich auch auf dem rechten Ohr ein Hörgerät und da die Systeme auf beiden Seiten gleich sein müssen, auf dem linken ebenfalls ein neues – für mich kostenlos, weil die Serie gerade ausgelaufen war. Die Abdrücke wurden letzte und vorletzte Woche gemacht und vor einer halben Stunde rief die Akustikerin an, dass die Hörgeräte schon fertig sind. Freitag Morgen kann ich zum Anpassen kommen. Ich freue mich sehr darauf.

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Was bisher geschah

Vorletzte Woche Freitag haben wir Olaf beerdigt, an einem warmen Sommertag. Wir waren eine kleine Schar: Der engste Familienkreis, der eigentlich keine Familie ist, sein Hausarzt, den ich von früher kannte, einige seiner Freunde, auch aus der Amateurfunkszene (mein Bruder war einer der schnellsten Highspeed Morser der Welt) und Leute aus der ehemaligen Belegschaft.

Die Innenstadt von Plettenberg mit der Christuskirche vom Hestenberg (Café Haltepunkt) aus fotografiert.

Die Urne wurde von unserem früheren Nachbarsjungen getragen, der völlig unerwartet in den vergangenen Jahren zu einem großen, charmanten Mann von Anfang 50 geworden war. Die Kollegin aus der örtlichen Kirchengemeinde hielt eine kurze, berührende Ansprache; Xavier Naidoo, Schandmaul und die Toten Hosen besorgten die Musik.

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Was bisher geschah

Mein Bruder Olaf ist letzte Woche gestorben, er wurde 50 Jahre alt. Es traf mich nicht unerwartet, doch hatte ich nicht so bald damit gerechnet. Sein Tod setzt einen Schlusspunkt hinter eine Tragödie, an der meine Herkunftsfamilie unablässig wob und deren Fäden bis ins Heute hineinragen.

Scan aus meinem Poesiealbum mit dem Eintrag meines Bruders samt Katzen-Glanzbild: "Sei brav wie ein Engel, dann hat man Dich lieb und denk an den Bengel, der Dir das schrieb. Zum Andenken an Deinen Bruder Olaf. Plettenberg, den 23.12.1981"

Wir werden Olaf im Juni beerdigen, unsere Eltern sind ihm bereits vor Jahren vorangegangen. Sie alle haben ihren Frieden gefunden. Für mich und die Generation nach uns wünsche ich mir das bereits zu Lebzeiten auch.

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Was bisher geschah

Die neue Albe ist fertig, ich konnte sie Ostersonntag zum ersten Mal im Gottesdienst tragen. Dabei sollte sie frühstens Ende Mai geliefert werden und sie musste noch einmal angepasst werden: Die Ärmel wurden nachgekürzt und der Kragen weiter gefasst. Da die Paramentenwerkstatt in Franken sitzt, sodass meine Änderungsschneiderin hier Maß genommen hat, statt dass ich vor Ort persönlich erscheinen konnte, gehören solche Nacharbeiten durchaus dazu.

Die Kleiderhaken an der Tür des Arbeitsszimmers, daran hintereinander auf Bügeln: Die neue Albe mit weißer Stola (darauf das Zukunftsbild von Paderborn), dahinter die Alte Albe mit violetter Stola, danach der Talar.

Außerdem war der Stoff am Skapulier an zwei Stellen schadhaft, sodass es ausgetauscht werden musste. Fehler passieren, wichtig ist, dass sie behoben werden, was umstandslos geschah. Jetzt muss ich die Albe nur noch eintragen. Der Stoff ist schwerer als der eines Talars und noch ein bisschen steif, also richtig schön und neu.

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