Im Namen der Robe

König Friedrich-Wilhelm III. von Preußen hat im Jahr 1811 per Gesetz verfügt, dass der Talar Amtstracht der Richter, Rabbiner und evangelischen Pfarrer ist, offenbar mit „bundesweiten“ Konsequenzen.
Nicht geregelt hat er allerdings, wie oft das gute Stück zu waschen sei –
sehr zum Bedauern des netten Herrn Richters, der unter diesem Regulierungsdefizit (bezogen auf manche Rechtsanwälte in seinem Gerichtssaal) des Öfteren zu leiden scheint – frei nach Loriot: 

„Herr Doktor Müffel, Sie lassen sofort diese Robe zu Wasser!“

Dadurch angeregt und durch einen früheren, jetzt leider unauffindbaren richterlichen Hinweis, dass die Robe nicht nur von Kitteldiensten, sondern auch gut im eigenen Haushalt zu reinigen sei, habe ich mich gestern dem Allmächtigen und dem Amtsgericht empfohlen und meinen uralten Leinentalar bei 30° C in die Waschmaschine geschmissen: Es ist gut gegangen, alles strahlend schwarz.