Monat: Dezember 2017
Florilegium
Letztes und vorletztes Jahr war ich zu Advent und Weihnachten als Gemeindepfarrerin ohne Internet und Telefon, Vodafone hatte das damals verbockt und dafür schließlich die fristlose Kündigung bekommen. Ich will’s nicht beschreien, aber mit der Telekom sieht es bisher wesentlich besser aus. Das darf so bleiben, so insgesamt, aber auch für die gesammelten Links:
Nächstes Jahr feiern, bedenken, haareraufen wir 50 Jahre 1968-er Bewegung. Da können wir langsam anfangen uns warmzulaufen. Zuerst mit dem Gedenken an Petra Kelly und Gerd Bastian, deren Tod mittlerweile auch schon 25 Jahre her ist. Ulrike Winkelmann erinnert im Deutschlandfunk daran. Und falls jemand vergessen haben sollte (oder gar nicht wusste), was für ein zweifelhafter Held Che Guevara war, hilft ihm Peter Gaupp in der NZZ auf die Sprünge.
Schnelle Suppe
Ich koche wirklich gern, ohne großen Schnickschnack, dafür möglichst frisch und in echt. Mein Rezept für Hühnersuppe basiert z.B. darauf, dass man das Suppenhuhn vier Stunden lang kocht. Nur manchmal, vorzugsweise abends, soll es spontan ein schnelles Süppchen sein, ohne Heckmeck. Nach einigen Experimenten hat sich dafür ein Rezept herausgemendelt:

500 ml Wasser mit gekörnter Brühe (Gemüse, Hühner oder Rindfleisch) aufkochen, ich nehme in etwa das Doppelte der auf dem Etikett vorgeschlagenen Menge.
1 Handvoll Nudeln (ich habe zurzeit Gabelspaghetti) und
1 Handvoll TK-Erbsen in die Brühe werfen und kochen, bis die Nudeln gar sind.
1 Ei mit einer Prise Salz verkleppern, zum Schluss in die Suppe laufen lassen,
ein bis zwei Minuten mitkochen und dann mit der Gabel zerpflücken.
Frischen Schnittlauch, Petersilie und ein paar Umdrehungen aus der Pfeffermühle dazugeben und sofort servieren, bevor die Kräuter flupschig werden.
In knapp einer Viertelstunde fertig und ich könnte mich reinlegen.
#Volkstrauerquark, äh -tag
In Darmstadt läuft gerade das Histocamp, engagiert verhashtagt von seinen Teilgeber_innen und offenbar gibt es dort gerade eine Session „Volkstrauerquark“, die den Volkstrauertag kritisch betrachtet: Heldengedenken, wahlweise historische Über- oder Unterfrachtung, männerzentriert, bisweilen extrem rechtslastig, nur von Insidern besucht – was man eben alles an diesem Tag monieren kann.
To make a long story short: Ich habe mich in den letzten Jahren um den Volkstrauertag bemüht, weil ich diesen Tag wichtig finde, nicht nur in seiner Kritisierbarkeit, sondern auch in dem, was er ausdrücken kann. Außerdem nervt mich, dass er vor lauter politischer Korrektheit immer mehr zum Stiefkind unter den Nachdenktagen wird.
In der einen Gemeinde gab es einen Geschichts-Leistungskurs, der jedes Jahr samt Lehrer die Feierstunde am Mahnmal von sich aus mitgestaltete, in der anderen musste meine Ansprache es alleine tun. Für beides gab es positive Rückmeldungen und mag als Idee dienen, was man mit diesem Tag am Denkmal machen kann. Hier meine Ansprache aus dem Jahr 2012: Weiterlesen „#Volkstrauerquark, äh -tag“