
Als Sonntagsspeise gab es Chickennuggets in Cornflakespanade, dazu ein Curry mit Kichererbsen und Spinat. Die Nuggets schmeckten außen nach Cornflakes und innen nach nichts. Am Mittwoch hatte ich Frikadellen aus selbst gewolfter Hähnchenbrust ausprobiert, die sehr viel besser waren. Experimente mit Nuggets können darum vorerst warten, ich mache erstmal mit Hackbällchen weiter.
Das Curry ist mir hingegen umso besser gelungen, was daran lag, dass es eine spontane Idee war. Folglich hatte ich keine angesagte oder irgendwie original importierte Currypaste zu Hause, sondern nur das übliche, einfache Currypulver aus dem Supermarkt, das ich auch sonst immer nutze. Und das war’s! So schmeckte es gut, jedenfalls meinem gutbürgerlich sozialisiertem Gaumen.
Curry wird es darum auf jeden Fall öfter geben. Ich finde das ein sehr vielseitiges Gericht und hatte mich schon länger gefragt, was ich eigentlich falsch mache, dass es mir nicht gelingt. Jetzt weiß ich es und esse andere Würzmischungen (außer Thaicurry Massamam, das geht) künftig lieber auswärts.
Weiterlesen „Iudica“
erinnern. Trotzdem kann Ostern kommen, je eher, desto besser. Ich bin es leid, den ganzen Tag in der Wohnung zu sitzen: Corona,
Vorkommnisse los. Das kippte in der Wochenmitte, was mich am Donnerstag und Freitag ziemlich aus dem Takt brachte. Ursache ist wieder Corona: Die Regeln werden für mein Verständnis erneut zu spät festgelegt. Vorausschauendes Planen wird dadurch von denen verhindert, denen es mit den Öffnungen nicht schnell genug gehen kann und deren Beweggründe mir nicht immer einleuchten, egal auf welcher gesellschaftlichen Ebene. Ich traf also weitere unliebsame Entscheidungen, um meine Beinfreiheit zurückzugewinnen.
Es gab Kalbsgulasch mit Bohnensalat und in Butter geschwenkten Drillingen als Sonntagsessen. Dann fiel mir abends ein, dass ich sieben Jahre rauchfrei war, ohne jeden Rückfall, nicht einmal dran gezogen. Das ging von Anfang an leichter, als ich als leidenschaftliche Kettenraucherin das jemals vermutet hätte. Aber erst seit zwei Jahren ist es mir nahezu völlig egal. So Gott will und ich lebe, „dürfte“ ich allerdings in 20 Jahren wieder anfangen, sofern es nicht vorher schon einerlei sein sollte.
des Jahres auf dem Balkon: Schweinelende mit überbackenem Brokkoli. Montag machte der Bogenparcours wieder auf und als Dienstag Morgen eine Sitzung ausfiel, bin ich direkt hin. Eine Stunde ganz piano angefangen, lange eingeschossen und dann die kleine Runde. Ich habe mich zum ersten Mal seit Monaten draußen an der frischen Luft bewegt, es war wunderbar! Danach aß ich einen Teller Linsensuppe und musste erstmal eine Stunde ins Bett. Ich war völlig erledigt.