Pimp my Soul

„Männer sind und Frauen auch“,
wie Loriot zu sagen pflegt.
Ja, aber was?
Meistens unzufrieden mit ihrem Äußeren.
Männer meinen,
sie hätten oben zu wenig (Haare)
und unten zu viel (Bauch).
Umgekehrt glauben Frauen,
sie hätten oben zu viel (Nase)
und unten zu wenig (Dekolleté).
Dabei kommt wahre Schönheit doch von innen.
Das ist eine Binsenweisheit
und diesmal stimmt sie sogar.
Schön ist, wer mit sich selbst im Reinen ist.
Wer dafür Gott zur Hilfe nimmt,
handelt nicht verkehrt.
Denn sich vor Gott zu ordnen,
stärkt das Innenleben.
Anders gesagt: Beten macht schön.
Männer und auch Frauen.

(Epheserbrief 3,16) Weiterlesen „Pimp my Soul“

Im Namen der Robe

König Friedrich-Wilhelm III. von Preußen hat im Jahr 1811 per Gesetz verfügt, dass der Talar Amtstracht der Richter, Rabbiner und evangelischen Pfarrer ist, offenbar mit „bundesweiten“ Konsequenzen.
Nicht geregelt hat er allerdings, wie oft das gute Stück zu waschen sei –
sehr zum Bedauern des netten Herrn Richters, der unter diesem Regulierungsdefizit (bezogen auf manche Rechtsanwälte in seinem Gerichtssaal) des Öfteren zu leiden scheint – frei nach Loriot: 

„Herr Doktor Müffel, Sie lassen sofort diese Robe zu Wasser!“

Dadurch angeregt und durch einen früheren, jetzt leider unauffindbaren richterlichen Hinweis, dass die Robe nicht nur von Kitteldiensten, sondern auch gut im eigenen Haushalt zu reinigen sei, habe ich mich gestern dem Allmächtigen und dem Amtsgericht empfohlen und meinen uralten Leinentalar bei 30° C in die Waschmaschine geschmissen: Es ist gut gegangen, alles strahlend schwarz.