Uhura goes multireligiös

Vor meinem Urlaub fragte die katholische Gemeindereferentin an, ob wir uns vorstellen könnten, den ökumenischen Einschulungsgottesdienst nach den Sommerferien als multireligiöse Feier zu veranstalten. Dazu würde es einen Kennenlerntermin mit dem Imam geben und von da aus weiter. Wir beredeten das im Pfarrteam: Ja, grundsätzlich können wir uns das vorstellen, ja, gemäß landeskirchlicher Handreichung an einem „neutralen Ort“ (Turnhalle, Aula) und die Gebete hintereinander, statt miteinander.

Nach knapp fünf Jahren Leben und Arbeiten in einem sog. „sozialen Brennpunkt“ mit reichlich multireligiöser Erfahrung legte ich noch Wert auf Deutsch als durchgehende Sprache und dass wir Christinnen nicht unseren Standard zurückschrauben. Ich möchte nicht als gutmeinendes Vehikel dienen, wo unsere muslimischen Ansprechpartner ihre Hausaufgaben selbst machen müssen. So sprach ich und entschwand in den Urlaub. Die Kollegen würden den Termin wahrnehmen. Weiterlesen „Uhura goes multireligiös“

Nachdem

„Die Erfüllung einer Verpflichtung wird im Judentum für wichtiger erachtet als die freiwillige Entscheidung, etwas Gutes zu tun. Das heißt nicht, dass es falsch wäre, für sich selbst zu entscheiden, etwas zu spenden, jemandem zu helfen oder zu beten – nur kommt das erst, nachdem Sie die Verpflichtung erfüllt haben. Der verschwommene „gute Wille“ kann nicht die Erfüllung Ihrer Verpflichtungen der Welt und ihren Bewohnern (und ihrem Schöpfer) gegenüber ersetzen.“

Rabbiner Dr. Walter L. Rothschild

Disco

Das Zeitmagazin widmet sich in seiner (noch gerade eben) aktuellen Ausgabe dem Thema „Typisch Jüdisch?!“ Wie das funktioniert, steht dort gleich am Anfang: „Jews are like other people. Only more so.“ Und dann geht’s los. Selten so ein gutes Magazin gelesen, selten so gelacht (Witze, Sprüche, Kommentare). Musik gibt es natürlich auch: Marilyn Monroe auf dem Deckblatt, Lenny Kravitz, Ami Winehouse, Sammy Davis jr., Bob Dylan, Marianne Faithfull, Beastie Boys und „The Chosen People“. Letztere sind als einzige im Heft verlinkt und darum heute hier:

The Chosen People mit ihrem Song „Matzah Man“!
(Bitte beachten Sie außerdem das freundliche Merchandising Angebot,
das ich dem Magazin ebenfalls geklaut habe.)

Foto (Ausschnitt): Chmee2

Sollte ich jüdische LeserInnen haben,
hoffe ich, dass Sie schöne Festtage hatten!