„Ist verziehen“

Der Vorstellungsgottesdienst hat tatsächlich gut geklappt!
Die Konfirmandinnen und Konfirmanden waren super drauf, nur bei den Erwachsenen gab es ein, zwei Dinge, die hätten besser laufen können. Aber irgendwas ist bekanntlich immer und die Kids standen trotzdem vorne wie die Engel.
Plus, ich bin seit Sonntag zwei Jahre rauchfrei: Ich, die leidenschaftliche Kettenraucherin, ohne Panne, ohne Rückfall.

8YKPOC0L.jpg-large

Fastenseitig war dieser Sonntag für mich der Tag der doppelten und dreifachen Belohnung: Zuerst nach dem Gottesdienst ein Stück Zupfkuchen vom Kuchenbuffet und später ein Besuch bei KFC (aber ohne Pommes). Doch dann kam beim Aufräumen noch ein halbes Stück Käsekuchen dazwischen. Das war einsam auf einer Kuchenplatte übrig geblieben, die die Küsterin deswegen nicht abräumen konnte. Da habe ich mich natürlich zusammen mit einem Vater geopfert.

Ansonsten verlief die Fastenwoche sehr, sehr ruhig. Ich bin im Fasten angekommen, der Verzicht als Normalzustand, das Leben ist jetzt quasi so. Gestern war Halbzeit, für mich verbunden mit einer Art Nullpunktgefühl, an dem ich den Horizont auf beiden Seiten nicht sehe. Das ist nicht schlimm, aber ab und zu ein bisschen langweilig.

Nach wie vor bin ich erstaunt, wie zufrieden ich mit meinem Lebensrhythmus bin. Das ist tatsächlich das Thema meiner Fastenzeit geworden. So viele ungebetene und harte Veränderungen in den letzten Jahren und trotzdem:
Ich kriege das hin. Ich habe mir Sorgen gemacht, wo nichts war.
Das zu verdauen (!) habe ich noch ein wenig zu tun.

Hier ist auch der Punkt, an dem der Fastenkalender eine Rolle spielt. War er bisher wie ein Abreißkalender, der mir morgens den neuen Fastentag versüßt, kommen wir beim Wochenthema auf einmal zusammen: „Ist verziehen“. Aber will ich das überhaupt und was will ich statt dessen? Das Wochenthema stellt diese Fragen gar nicht mehr, sondern steht bereits in der Vergangenheit. Eine Kollegin postete auf Facebook kürzlich einen Impuls aus ihrer Arbeit, der lautete: „Ich darf die Dinge dort lassen, wo sie hingehören.“ Also ich weiß ja nicht.

Vierte Woche.

Dritte Woche
Zweite Woche
Erste Woche