Ragù di Salsiccia

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Ich bin nicht so gewürzig. Meistens komme ich mit Salz, Pfeffer, Paprika und ein paar Kräutern aus. Das hat auch damit zu tun, dass ich großes Vertrauen in den Eigengeschmack guter Lebensmittel lege. Außerdem verwende ich nicht gerne Kräuter, aus denen so oder ähnlich Hustensaft gemacht wird. Doch in der letzten Zeit bin ich in Bewegung geraten; es sind einige Aromen und Rezepte hinzugekommen, meist aus der asiatischen Küche.
Dieses hier stammt allerdings aus Italien. Neu für mich ist darin das Abschmecken mit Noilly Prat und die asiatisch erkochte Erkenntnis, dass ich Chili nicht fermentiert mag. Also kein Tabasco im Ragù, sondern Chili-Paste. Und Fenchelsaat, außerhalb von Tee oder Salami! Alles Weitere steht hier:

Für 2-3 Personen:

300 g Salsiccia (italienische Bratwurst mit Fenchel)
Olivenöl
1 Zwiebel
3 Knoblauchzehen
1 mittlere Dose stückige Tomaten
3 EL Tomatenmark
1 Lorbeerblatt
1 Beutel Fencheltee
Salz, Pfeffer, Paprika, Chili(paste)
Wermut (Noilly Prat)
Petersilie
Pasta und Parmesan

Salsiccia aus dem Darm zu kleinen Klößchen drücken und in Olivenöl braten. Anschließend die gewürfelten Zwiebeln gut anschwitzen. Den Knoblauch dazupressen, aber nur kurz angehen lassen.

Eine mittlere Dose stückige Tomaten mit einem Schwupp Wasser und dem Tomatenmark hinzufügen und aufkochen. Lorbeerblatt, Fenchelsaat aus dem Teebeutel und die Gewürze zugeben. Sachte köcheln, immer wieder umrühren.

Wenn das Ragù etwas eingekocht ist, mit Noilly Prat abschmecken, weiter köcheln lassen und rühren. Gesamtkochzeit: 1 Stunde, nicht weniger. Ggf. etwas Wasser nachgießen.

Zum Schluss das Lorbeerblatt rausfischen und noch einmal abschmecken. Man soll die einzelnen Aromen nur erahnen. Gehackte Petersilie unterheben.

Servieren mit Pasta und Parmesan. Ich mochte Penne dazu.

Schmeckte am nächsten Tag noch besser.