Zwei Bücher

In diesem Urlaub habe ich viel gelesen. Ein besonders dickes Buch ist noch in der Mache, zwei kleinere sind bereits verschlungen. Beide hatte die Mädchenmannschaft empfohlen:

Das erste heißt „die Vegetarierin“, geschrieben von der Koreanerin Han Kang und von der Übersetzerin Ki-Hyang Lee ins Deutsche übertragen. Es handelt von einer verheirateten Frau, die beschließt, vegetarisch, ja vegan und schließlich wie eine Pflanze zu leben. Was als Novelle anfängt, entwickelt sich immer mehr zu einer Tragödie. Han Kang verbindet Magersucht, Symbole, Selbstbestimmungsrecht, Gewalt und Irrsinn so kunstvoll miteinander, dass es grausam faszinierend ist. Dabei ist ihre Sprache trotz vieler bildreicher Themen und Gegenstände sehr schlicht. Das hat mich am allermeisten angesprochen. Bereits während der ersten Seite dachte ich, dass ich jemandem aus diesem Buch vorlesen muss, damit wir diese Sprache hören, vom ersten Satz an: „Bevor meine Frau zur Vegetarierin wurde, hielt ich sie in jeder Hinsicht für völlig unscheinbar.“

Han Kang: Die Vegetarierin, Berlin 2016

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Twittern, Bücher und fast ins Kino

Ich finde Twitter ja eine großartige Sache! So großartig, dass ich nach dem Urlaub erstmal Pause davon brauche, um mich runterzupegeln und endlich die Bücher zu lesen, die mir dort empfohlen wurden. (Ja, auch um wieder in meinen Arbeitsrhythmus zu kommen, aber das ist ein anderes Thema.)

Das erste Buch war ein Geschenk, u1_978-3-596-16396-0.46169422als ich im Advent beim #Fichteln, einer Wichtelaktion auf Twitter, mitmachte:
Cleveland Amory, „Die Katze, die zur Weihnacht kam“.
Der Autor, zu Lebzeiten ein berühmter Tierrechtsaktivist in den USA, erzählt auf liebenswürdige Weise, wie ein Kater zu Weihnachten bei ihm einzieht. Christian Spiel hat das übersetzt und Silvio Neuendorf illustriert. Entstanden ist das Buch Ende der achtziger Jahre.

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Der Wassermann

Als er zum ersten Mal groß rauskam, nämlich im Zeit Magazin, hatte ich ein Käsebrot (mit Meerrettich, sehr lecker) auf ihm abgestellt. Denn natürlich sollte er wissen, dass ich eine Reportage über ihn gleich zum Frühstück lese, aber übertreiben wollen wir es trotzdem nicht.

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Ohnehin kann sich glücklich schätzen, wer von der Zeit einen Bericht über sein Herzensthema erhält. Die Meisten säßen damit zufrieden vor dem Kamin. Ralf Steeg hingegen schaltet in den nächsten Gang. Herausgekommen ist dabei ein Buch, das seine Lebensgeschichte erzählt:
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