Ich ess‘ Suppe

Im Allgemeinen habe ich ja nichts dagegen, dass Luther, angeregt durch die Lektüre des Römerbriefs, das Leistungsprinzip im Glauben abgeschafft hat. Außer wenn ich Zahnschmerzen habe. Dann hadere ich mit Gott: Ich habe eine dicke Backe, obwohl ich meinen Teller leer gegessen/vor dem Essen gebetet/meine Arbeit gemacht habe? Pah, wenn Jesus mir nicht helfen will,
muss es eben ein Zahnarzt tun.

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Disco

Das Zeitmagazin widmet sich in seiner (noch gerade eben) aktuellen Ausgabe dem Thema „Typisch Jüdisch?!“ Wie das funktioniert, steht dort gleich am Anfang: „Jews are like other people. Only more so.“ Und dann geht’s los. Selten so ein gutes Magazin gelesen, selten so gelacht (Witze, Sprüche, Kommentare). Musik gibt es natürlich auch: Marilyn Monroe auf dem Deckblatt, Lenny Kravitz, Ami Winehouse, Sammy Davis jr., Bob Dylan, Marianne Faithfull, Beastie Boys und „The Chosen People“. Letztere sind als einzige im Heft verlinkt und darum heute hier:

The Chosen People mit ihrem Song „Matzah Man“!
(Bitte beachten Sie außerdem das freundliche Merchandising Angebot,
das ich dem Magazin ebenfalls geklaut habe.)

Foto (Ausschnitt): Chmee2

Sollte ich jüdische LeserInnen haben,
hoffe ich, dass Sie schöne Festtage hatten!

Eine Nacht mit…

Die lieben KollegInnen machen sich gerade via Stöckchen Gedanken, mit welchen zehn Personen sie eine Nacht verbringen möchten – bei Gespräch und Wein versteht sich. Schauen wir, wen Frau Pfarrerin in ihren Salon einlüde:

  1. Benedikt von Nursia: Ich bin nicht wert, ihm die Schuhriemen zu lösen, aber wieviel 1 Hemina Wein ist (RB 40,3), wüsste ich schon ganz gerne.
  2. Theresa von Avila: Mut und Poesie sind eine starke Mischung.
  3. Martin Luther: Schon aus Prinzip.
  4. Katharina von Bora: Das stelle ich mir wirklich spanndend vor.
  5. Lydia von Thyatira (Apg 16,14ff): Was mag sie geritten haben?
  6. Bileams Eselin (Num 22,21ff): Sie wird uns mehr zu sagen haben, als manch andere/r aus dieser Gruppe.
  7. Ralf Dahrendorf: Weil er fehlt.
  8. Carl Schmitt: Ich hätte da einige Fragen.
  9. Martha (Lk 10,38ff): Lass uns einen auf die kleine Zicke trinken!
  10. Nicolás Gómez Dávila: Das erste Buch seit langem, das ich zerlesen habe.

Sommernachtstraum

Als Pfarrerin lebt man gelegentlich etwas zeitversetzt, Chormitglieder kennen das: Im Januar werden die Passions- und Ostergottesdienste geplant, im Sommer fängt man an, das Weihnachtsoratorium zu üben usw.
Folglich dachte ich mir nichts dabei, als ich irgendwann im August das Loriotsche Adventsgedicht bei YouTube fand, zig Mal anhörte (ja, ich mag es wirklich sehr) und beschloss, damit meine Adventsposts zu eröffnen.
Bis zwei Wochen vor D-Day das Unfassliche geschah: Einbettungsfunktion deaktiviert, Alternativen nicht aufzutreiben. Doch jetzt ist alles wieder gut:

Danke, lieber Herr Ballmann!