
Der Herr ist auferstanden,
er ist wahrhaftig auferstanden,
Halleluja!
Der letzte Fastenpost. Was soll ich sagen? Die Woche hat sich gezogen wie Kaugummi. Die verflixten letzten Meter, es ist immer dasselbe. Dabei hatte der Sonntag richtig gut angefangen. Ich war bekanntlich auf dem BarCamp im Unperfekthaus, dieser super Location mit dem leckeren Essen, auch die Unterkunft war großartig.

Obwohl ich mich an alle meine Fastenregeln hielt, verzichtete ich daher darauf, mir für die Sonntagspause etwas auszusuchen, denn das hätte jede Maßhaltung gesprengt. Aber ruck zuck war das BarCamp rum und der Alltag wieder da: Zwei Gottesdienste, zwei Beerdigungen, zwei kranke Kater; wirklich rund lief es nicht.
Im letzten Fastenpost war zu lesen, dass ich von Samstag auf Sonntag zum barcamp.ruhr nach Essen gefahren bin.
Das Unperfekthaus, wo das Ganze stattfand, ist eine großartige Location. Lecker Essen, super Hotel, tolle Räume. Diese Kombination aus unspießig, interessant, gemütlich und trotzdem zweckmäßig habe ich so noch nie gesehen.
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Auch das BarCamp hat mir ausnehmend gut gefallen. Es waren ziemlich viele Leute da, am Samstag etwa 170, aus meiner kirchlichen Perspektive sehr interdisziplinär: Aus der freien Wirtschaft, meist aus Marketing oder PR, Journalist*innen und Menschen aus sozialen Berufen. Ich habe das sehr genossen, denn seit ich wieder in einer Kirchengemeinde arbeite, fehlt mir der Austausch mit anderen PRlern, vor allem solchen, die nicht aus dem Non-Profit kommen.
Judika, der vorletzte Fastensonntag. Benannt nach Psalm 43,1: „Gott, schaffe mir Recht!“ In der Gemeinde haben wir das neue Presbyterium eingeführt, eine Wahlperiode geht immer über vier Jahre. Wir feierten erst einen Festgottesdienst und anschließend einen kleinen Empfang. Da gab es Fingerfood, von dem ich drei Teile nahm und auf dem Rückweg nach Hause fuhr ich bei KFC vorbei. Diese Kombination hatte sich schon beim Vorstellungsgottesdienst bewährt. Wieder ließ ich die Pommes weg, frei nach dem Motto: „Solange keine Pommes dabei sind, ist es auch kein Fastfood“, da bin ich mir mit der Kirchmeisterin einig.

Ansonsten geht die Fastenzeit langsam dem Ende entgegen und ich beginne mit dem Resümee. Die große Entdeckung ist alkoholfreies Bier. Das ist wirklich lecker! Besonderen Spaß macht mir außerdem, das hier und da zu Gelegenheiten zu trinken, zu denen ich persönlich Alkohol unpassend finde, aber immer schonmal ausprobieren wollte. Dieser Reiz des Verbotenen, ohne dass man anschließend einen an der Mütze hat, das ist ganz großartig! Und ja, liebe Puristen, ich weiß, dass auch diese Biere nicht völlig alkoholfrei sind, aber ehrlich, das ist mir egal.
Noch einmal eine Fastenausgabe,
es dauert auch nicht mehr lange.
Eigentlich hatte ich geplant, den ganzen Fastensonntag im Bett zu verbringen (ich hatte frei) und nur aufzustehen, um mir etwas zu essen zu besorgen. Doch dann meldete sich die Wanderfreundin. Wir machten einen großen Spaziergang und anschließend ging’s eine Stunde Aquajoggen. Auf dem Weg nach Hause fuhr ich schließlich beim Vietnamesen vorbei, um mir Ga Chien, gebackenes Huhn, zu holen.

Die Krönung dieser Woche waren jedoch Donnerstag und Freitag: Der 30. und 31. Fastentag. Es ist nämlich so, dass ich mir zu Beginn der Fastenzeit zwei Etappenziele gesetzt hatte.
Ich wollte wenigstens eine Woche schaffen und wenn das klappt, mindestens einen Monat. Das habe ich erreicht. Zwar mache ich weiter, aber ab sofort „freiwillig“. Und ja, in meinem Hirn ergibt das Sinn.
Der Vorstellungsgottesdienst hat tatsächlich gut geklappt!
Die Konfirmandinnen und Konfirmanden waren super drauf, nur bei den Erwachsenen gab es ein, zwei Dinge, die hätten besser laufen können. Aber irgendwas ist bekanntlich immer und die Kids standen trotzdem vorne wie die Engel.
Plus, ich bin seit Sonntag zwei Jahre rauchfrei: Ich, die leidenschaftliche Kettenraucherin, ohne Panne, ohne Rückfall.

Fastenseitig war dieser Sonntag für mich der Tag der doppelten und dreifachen Belohnung: Zuerst nach dem Gottesdienst ein Stück Zupfkuchen vom Kuchenbuffet und später ein Besuch bei KFC (aber ohne Pommes). Doch dann kam beim Aufräumen noch ein halbes Stück Käsekuchen dazwischen. Das war einsam auf einer Kuchenplatte übrig geblieben, die die Küsterin deswegen nicht abräumen konnte. Da habe ich mich natürlich zusammen mit einem Vater geopfert.