Die Hemina

Das Stöckchen, das ich im Februar aufgelesen hatte [Durfte ich das eigentlich? Falls nicht: Sorry, es war mein erstes Stöckchen.] hat zu zwei liebenswürdigen Rückmeldungen geführt:

Paula I. ersann nach einem laaangen Chat 😉 den ersten von insgesamt drei von ihr erstellten Stockteilen. Dass sie dabei gleich zu Beginn auf Platz 7 den Heiligen Thomas von Aquin nennt, kann ich ihr gar nicht genug danken, den brauche ich nämlich (nicht nur) in diesem Zusammenhang noch.

Denn Anouk schrieb mir in einer Mail, dass die eine Hemina Wein, die der Heilige Benedikt den Mönchen genehmigte, ½ Sester, also etwa 217,144 ml umfasste oder wie Anouk sagt, „ein gemütliches ‚Viertele’“.

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Fritz the Genesis

Robert Crumb hat die Genesis gezeichnet. Robert… wer? Genesis… hä?
Also noch einmal: Der Erfinder von „Fritz the Cat“ hat das erste Buch der Bibel gezeichnet:
Bild für Bild, Vers für Vers.

Herausgekommen ist ein Comic der monumentalen Art, zumal sich Crumb die alten TV-Epen zum Vorbild nimmt: Gott, (natürlich) Vater, sieht aus wie eine Kreuzung von Mose und Neptun. Die Frauen haben noch richtige Waden und dass die Schöpfungsgeschichte näher an der Steinzeit als am 21. Jahrhundert liegt, ist ebenfalls gut getroffen.

Auch beim Text setzt Crumb auf die alte Schule: Das Original zitiert King James („now art thou cursed“), die deutsche Übersetzung übernimmt der vorrevidierte Luther („sintemal“) – von Crumb so aufgezeichnet, wie er es verstanden hat.

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Menschwerdung

Da geht man das ganze Jahr
mit etwas schwanger
und dann wird es ernst.
Altes bleibt zurück,
Neues wird geboren.

Das zu erwarten, heißt Advent.
Das geschehen zu lassen, heißt Weihnachten,
Fest der Menschwerdung:

Gott wird Mensch.
Er ruft uns,
ebenfalls Menschen zu werden:
Zulassen und lassen.

Weihnachten und Ostern,
der selbe Rhythmus.

Sei stille dem Herrn und warte auf ihn.

(Ps 37,7)

Kleine Beffchenkunde

Wir erinnern uns, dass König Friedrich-Wilhelm III. den Richtern, Rabbinern und evangelischen Pfarrern den TalarLutherisches Beffchen als Amtstracht verordnet hat. Dieser wird in weiten Teilen der evangelischen Kirche mit einem weißen „Lätzchen“ vor der Brust getragen, dem sogenannten „Beffchen“. Das Beffchen sollte den Talar ursprünglich vor Schmutz und Abrieb durch den Bart seines Trägers schützen. Außerdem gibt es bis heute Auskunft über den Bekenntnisstand des Pfarrers oder der Pfarrerin.

Bekenntnisse haben wir in der in der evangelischen Kirche drei,
deren Beffchen ein alter Pastor einmal mit den Schenkeln einer Frau verglich:

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