Doofe Bücher, die doof sind
Ich lese ja bisweilen das eine oder andere Buch
und gerne schreibe ich auch darüber. Außer manchmal, wenn ich Bücher doof finde. Das passiert gelegentlich oder, um ehrlich zu sein, sogar recht häufig, dass ich ein Buch zur Hand nehme und nach ein paar Seiten wieder weg lege. Zu langweilig, der Stil gefällt mir nicht, ich komme nicht rein, whatever. Bisher bloggte ich darüber nicht. Mir tut das zu leid, für die Autor_in, die sich gewiss Mühe gegeben hat und für meinen Blog ist es mir auch zu schade. Nun liegen hier aber drei Bücher, die ich mit abnehmender Begeisterung immerhin bis zum Ende las und erstmal sacken ließ, vielleicht passiert ja noch was. Doch nein, doof bleibt doof. Also erfinde ich jetzt den „anonymen Verriss“, sofern nicht schon vorhanden und verblogge, was mir nicht gefiel. Aber ich sage nicht, wie die Bücher heißen und wer sie geschrieben hat.
Florilegium
Fangen wir mit drei Fernsehfilmen an,
so lange sie noch in den Mediatheken zu finden sind:
Eine ausführliche Reportage über die Zschäpe-Anwälte, Wolfgang Heer, Wolfgang Stahl und Anja Sturm. Erst ist man fasziniert und dann stinksauer. Spoiler: Anstand macht sich nicht bezahlt.
Nur noch fünf Tage online, als wäre Kultur eine Ramschware: Kulenkampffs Schuhe, ein Dokumentarfilm über die Showmaster Hans-Joachim Kulenkampff, Peter Alexander und Hans Rosenthal und die Welt in den Häusern und Wohnzimmern der 60-er und 70-er Jahre, wo man ihnen zusah.
Nachtrag: Passend zu Kulis Schuhen hat das Archivradio von SWR2 auf ein Radiointerview mit Hans Rosenthal und vielen Hörerinnenfragen aufmerksam gemacht. Das ist nicht genug zu loben, aber hinzu auch dies: Ich hatte gar nicht in Erinnerung, was für eine schöne Sprache Hans Rosenthal hat. Einfach, ausdrucksstark, fein gesetzt, ich könnte ihm allein deswegen stundenlang zuhören.
Lachen, um zu überleben. Da geht’s um Ephraim Kishon, den Link habe ich heute erst bekommen und muss den Film selbst noch gucken. [Auch das ist mittlerweile geschehen, was für eine großartige Dokumentation und wie bewegend!]
Zwei Fragen: Wer war Maria Magdalena?
Und: Ist die Netzgemeinde eine Gemeinde?
Lene nimmt Abschied und diktierte,
was darüber im Internet stehen soll.
Was Art Garfunkel las.
God is God
Ich bin immer noch ganz beseelt von dem Konzert vorgestern.
Hier ein Bootleg von „God is God“ aus Hanau von 2016.
Durchgekocht in Köln

Gestern sind die Wanderfreundin und ich wie Anfang des Jahres geplant in Köln zum Joan-Baez-Konzert gewesen. Das war ganz wunderbar, Open Air auf dem Ronacalliplatz am Dom. Joan Baez war nicht nur musikalisch bestens gestimmt (sie hat einen großartigen Humor), sondern auf angenehme und beeindruckende Weise professionell und freundlich zu Team und Publikum gleichermaßen. Und bewegend war’s, sehr.
Käsesuppe, keine Messer und die Dose
Es ist im Augenblick zu heiß für irgendwas.
Abgesehen davon, dass 25°C meine persönliche Erträglichkeitsgrenze ist, wurde es in diesen Sommerferien bisher dienstlich nicht ruhiger. Das Tagesgeschäft lief einfach weiter und alles, was ich für das Herbsthalbjahr vorbereiten wollte, blieb liegen und wird auch vor dem Urlaub nichts mehr. Mittlerweile stellte ich außerdem das Grillen ein, mir ist das bei der Trockenheit einfach zu blümerant.
Essen muss ich natürlich trotzdem, also kochte ich mir eine Käse-Lauch-Suppe, da hatte ich Appetit drauf. Ich dachte immer, mit Käsesuppe ist es wie mit Tomatensauce oder Kartoffelsalat: Kann jeder und es kennt auch jeder ein Rezept. Aber dann wurde doch unerwartet häufig nachgefragt. Darum hier nochmal für alle: