Bob Dylan in Krefeld

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Dass ich Donnerstag bei Bob Dylan war, kann man hier ausführlich nachlesen, jetzt kommen noch die Bilder hinterher:

Im Zug zum ersten Mal die neuen Kopfhörer dabei und den kleinen Vogel, den mir die Wanderfreundin aus ihrer Werkstatt zu Weihnachten gab. Der hat nämlich einen Druckknopf unter dem Flügel, sodass man Kopfhörer- oder Ladekabel um ihn herum wickeln kann, damit sie nicht verheddern. Angekommen im Hotelzimmer und gleich ein Dylan-T-Shirt angezogen. Am Merchandisingstand gab es noch mehr davon, außerdem hatten sie im Krefelder KönigPalast Benediktiner Weißbier im Ausschank. Spätes Foto von den Zugaben, wenn die Ordner nicht mehr so streng sind, anschließend draußen von der Veranstaltungstafel. Ein neues T-Shirt, ein Kopftuch und ein Programmheft erbeutet. Hotelfrühstück am nächsten Morgen mit Rührei, Speck, Tee und O-Saft.

Neulich bei Bob Dylan

Ich war gestern bei Bob Dylan. In Krefeld, weil in Düsseldorf spielt er dieses Jahr nicht. Am Samstag nach Bielefeld wäre natürlich noch besser gewesen, leider fährt von dort abends kein Zug mehr heim und Sonntag muss ich konfirmieren. Man kann in Ostwestfalen zu tollen Sachen gehen, man kommt von dort nur nicht wieder zurück. Bei ZZ Top letztes Jahr in Halle i.W. war ich darum auch nicht.

Also auf an den Niederrhein, ich muss sagen, das war schon eine Show. Am Check in im Hotel standen wir zu fünft, einige hatten ihre Dylan-Shirts bereits an. Ich bin dieses Jahr das dritte Mal dabei, mittlerweile gehöre ich dazu, man erkennt mich als Fangirl auch ohne T-Shirt, ich hab’s erst auf dem Zimmer angezogen.

Das Taxi zum KönigPalast teilte ich mir mit einem älteren Ehepaar. Er mit wolfsgrauen Dreadlocks, sie ein wenig wie Joan Baez. Die Beiden kamen aus Wales und reisen die komplette Tour mit. Dass es das gibt, hatte ich schon öfter gehört, jetzt traf ich zum ersten Mal Leute, die das wirklich machen.

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Bücher, was mit Dylan und bisschen mitdenken

Bereits im Oktober fremdhatte ich „Fremd in ihrem Land. Eine Reise ins Herz der amerikanischen Rechten“ von Arlie Russell Hochschild in der Übersetzung von Ulrike Bischoff gelesen. Hochschild ist Soziologin, bezeichnet sich selbst als linksliberal, und hat sich aufgemacht, die amerikanische Rechte kennenzulernen, also die Landeier, Trumpwähler, Tea-Party-Anhänger. Kennenlernen heißt: Mit den Leuten reden, zuhören, versuchen zu verstehen, statt zu verurteilen. Was dabei herauskam, hat Hochschild in diesem Buch aufgeschrieben.

Wichtig für die politische Prägung sind demnach Lebensgeschichten, Gefühle und das Umfeld. Das war zu erwarten, allerdings hatte ich nicht mit derartig krassen Widersprüchen gerechnet. Wie in dem Film Erin Brokovich leben die Leute, mit denen die Autorin sprach, in durch die Industrie völlig vergifteten Gegenden, finden aber auf verquere Weise, das müsste so sein. Und auch wenn Hochschild zu recht anmerkt, „offenbar gibt es mittlerweile globale Versionen“ dieser politischen Haltung, merke ich doch, wie fremd mir diese Extreme sowohl in der staatlichen als auch der persönlichen Politik sind, das ist in Deutschland schon sehr anders.

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Dylan-Frühstück mit Beef Tatar

Nach einer Woche, in der sich die Handwerker im Pfarrhouse die Klinke in die Hand gaben und mich mit ihrem Lärm fast wahnsinnig machten, begann der freie Tag heute mit dem ersten Dylan-Frühstück seit dem Umzug. Das ist ein ausführliches Wochenendfrühstück, begleitet von der Musik Bob Dylans und trägt sehr zur Entspannung bei.

Das ist auch deswegen wichtig, weil ich gerade auf den nächsten Handwerker warte, den ich anrief, damit er spontan den Siphon wieder zusammenschraubt, den ich gerade auseinanderbaute und nicht wieder zusammenkriege.
Fragen Sie nicht. Lassen Sie mich einfach atmen, während ich das Rezept für das Beef Tatar vom Frühstück aufschreibe:

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Rundfunkgeschichte und was über Dylan (Bücher 2/2)

Wie im letzten Post angekündigt nun die zweite Runde: Zwei Bücher und eine DVD. Ich fange mit der Rundfunkgeschichte an, da geht es konkret um die 90-jährige Geschichte des Senders Langenberg, der für Nordrhein-Westfalen wichtigsten Senderanlage. Den rot-weißen Pinn auf dem Hordtberg hat jeder hier in der Gegend mindestens auf Fotos schon einmal gesehen.

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Ich bin ja nicht nur begeisterte Radiohörerin, sondern auch in der Nähe des Senders Nordhelle im Ebbegebirge aufgewachsen. Und erst kürzlich sind die Wanderfreundin und ich durch das Felderbachtal bei Langenberg gewandert. Auf dem Bild, das die Wanderfreundin dort gemacht hat, lassen sich die Sendemasten jenseits des Tales bestenfalls erahnen, aber weil die Gegend so schön ist, gibt es das Foto trotzdem:

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